Paste your Google Webmaster Tools verification code here

TV-Kritik: The Walking Dead – Walk With Me (Staffel 3, Folge 3)

Comic
Item Reviewed

TV-Kritik: The Walking Dead – Walk With Me (Staffel 3, Folge 3)

Author


Dank einem neuen Schauplatz und neuen Figuren wird die bisher beste Staffel von Robert Kirkmans Zombie-Saga noch besser

Die Probleme der zweiten Staffel von The Walking Dead habe ich – genau wie viele andere – ja zur Genüge breitgetreten. Ziellose inkonsistente Charakterentwicklung, sporadische Action, und Probleme wie aus einer drittklassigen Daily Soap. In den letzten Folgen haben sich TWD-Schöpfer Kirkman und seine Autoren kräftig ins Zeug gelegt, um diese Probleme vergessen zu machen. Eins allerdings hat auch in den ersten Folgen von Staffel 3 gefehlt. Ein Starker Protagonist.

Enter the Governor

Dieses Problem löst die Serie mit ihrer dritten Folge direkt doppelt. Zum einen kehrt Daryls Bruder, der einhändige Redneck Merle Dixon zurück (und mit ihm der großartige Michael Rooker), der in nur einer Handvoll Szenen in Staffel großen Eindruck gemacht hat. Gleichzeitig führen die Autoren aber mit dem „Governor“ einen Antagonisten aus den Comics ein, der nicht nur großes Drama verspricht, sondern dieses Versprechen schon in seiner ersten Folge einlöst. Die kränkelnde Andrea und die geheimnisvolle „Ninja-ette“ Michonne begegnen dem Governor an der Absturzstelle eines Militärhelicopters und begleiten ihn und Merle nach Woodbury, einer Stadt die zunächst aussieht wie ein prä-apokalyptisches Paradies – mit anderen Worten, zu schön, um wahr zu sein.

Zu diesem Zeitpunkt einen zweiten Schauplatz zu eröffnen ist ein guter Schachzug für Kirkman und seine Autoren. Während das klaustrophobische Gefängnis-Setting sehr effektiv ist – und es wahrscheinlich auch noch ein paar Folgen lang bleibt – wird es durch die Parallalhandlung in Woodbury  weiter zugespitzt. Außerdem ist Ricks langsame Reise zur dunklen Seite so deutlich effektiver; am Governor sieht man, wohin sie in letzter Konsequenz führen kann.

Gefängnis vs. Woodbury

Eine weitere gute Idee war es, Andrea von der Gruppe zu trennen: In der perfekt geölten Survival-Maschine, zu der sich Rick und Co. gewandelt haben, ist für skeptische Nörgler wie sie und Dale kein Platz mehr, zumal die Gruppe demokratische Prinzipien effektiv ausgehebelt hat. Im Kontext von Woodbury übernimmt Michonne den Part der Skeptikerin, während die naive Sehnsucht nach der Idylle vergangener Tage seht, jede Skepsis bei Andrea aushebelt – und das obwohl der Sidekick des Governors Wissenschaftler mit fragwürdiger Ethik ist, den nur noch ein blutverschmierter Kittel und ein deutscher Akzent vom Klischee trennen.

Es sollte also interessant zu sein wie sich die Handlung im metaphorischen Gefängnis Woodbury und dem tatsächlichen Gefängnis parallel zuspitzen, bis Kirkman seine zwei Gruppen von Figuren für einen gemeinsamen Showdown von der Leine lässt. So sehr sich auch der ehemalige Held Rick Grimes vom Licht abgewandt hat, eine Folge wie „Walk With Me“ ist genug, um den Charakter wieder in die richtige Perspektive zu rücken. Auch wann das vor einem Jahr hat das noch ganz anders ausgesehen hat: Im Moment haben es Fans von The Walking Dead gut.

 

Anmerkungen:

  • Jetzt wäre vermutlich ein guter Zeitpunkt, Kirkmans Walking Dead-Prequel/Spinoff-Roman Rise of the Governor zu besprechen. Ich versuche, die nächsten Wochen dran zu denken.
  • Ist auf eine Gruppe bewaffneter Soldaten zugehen und das Feuer eröffnen wirklich ein Indiz dafür dass der Governor „badass“ ist? Oder einfach lebensmüde?

Seit dem 19. Oktober “laufen” die Walking Dead auch in Deutschland wieder Freitags beim Bezahlsender Fox.

Trailer:
http://www.youtube.com/watch?v=QmoWDDS0rmM&w=480&h=270
Bewertung
Wir finden:
Ihr findet:
Hier bewerten
Total
Gesamtwertung
User-Bewertung
Du hast dies bewertet
Eure Meinung zum Artikel
0%
0%
0%
0%
kommentieren
Antworten
  • funky
    4. November 2012 auf 19:23

    oh yeah baby….die neue staffel gefällt mir bisher super! es wird ordentlich auf die tube gedrückt und sich nicht nur endlosen schmalzdialogen hingegeben. ich bin gespannt was da noch so kommt, aber die schwache erset hälfte der zweiten staffel ist vergessen und verziehen!

  • 5. November 2012 auf 17:30

    Sieht fast so aus, als wollten die Autoren jetzt einen Gegenentwurf zur zweiten Staffel machen. Vielleicht haben sie in der neuen Folge ein bisschen überkompensiert, aber dafür kann sich niemand beschweren, dass es nicht spannend genug ist oder zu wenig passiert. Bin sehr gespannt wie es weitergeht – und wie sich die Staffel jetzt noch steigern will. Meine Güte…

Antwoten

Total

}