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TV-Kritik: The Walking Dead – Stirb und töte / Welcome to the Tombs (Staffel 3, Folge 16)

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TV-Kritik: The Walking Dead – Stirb und töte / Welcome to the Tombs (Staffel 3, Folge 16)

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The Walking Dead beendet die bisher beste Staffel mit einem in vieler Hinsicht enttäuschenden Finale

Rechte: TWD ProductionsKeine Frage – „Stirb und töte“ war eine größtenteils solide Fernsehstunde, kompetent inszeniert vom legendären Kameramann Ernest Dickerson (Do the Right Thing). Auch die Besetzung hat durchweg gut gespielt, und die Musik gehört, gerade zu Anfang und Ende der Folge, zum Emotionalsten was Bear McCreary (Battlestar Galactica) je geschrieben hat. Trotzdem war das Finale eine riesige Enttäuschung, der unbefriedigende Abschluss für eine Staffel, die so unerhofft vielversprechend angefangen hat.

Das fängt an mit logischen Schwächen, wie der unsinnigen „Falle“ die Rick & Co den Söldnern des GRechte: TWD Productionsovernors stellen, und die nicht hätte funkionieren dürfen. Ähnlich unglaubhaft sind die beiden Gefolgsleute, die loyal und kommentarlos ins Auto steigen, nachdem ihr Boss alle ihre Kollegen erschossen hat. Und die Überlebende, die als „Deus Ex Machina“ jedem in Woodbury die Wahrheit über den Governor erzählen kann, um so den konstruierten und unsinnigen Exodus ins Gefängnis einzuleiten, das uns nun wohl noch eine Weile erhalten bleibt.

Ärgerlich war auch das Ende von Andreas Geschichte. Nicht dass ich über ihren Tod besonders traurig war, schließlich war sie einer der am wenigsten konsistenten und interessanten Charaktere der Show. Aber selbst sie hat so einen Abgang nicht verdient – ihr Ende war der faulste, unangemessenste Tod eines Charakters seit Cyclops in Brett Ratners X-Men 3. Dazu kommt, dass es in der A-Handlung nicht zur lange erwarteten Konfrontation kommt, so dass Andreas schwache Abschiedsszene den dramatischen Höhepunkt der Folge, und damit der Staffel ,darstellt. Autsch.

Rechte: TWD ProductionsHier und da hatte die Folge Lichtblicke und die ethisch zweifelhafte, aber trotzdem faszinierende Tatsache, dass in der Walking Dead-Welt  Töten leben rettet, und auf der anderen Seite Leben retten wollen Tod verursacht. Das konsequente Ergebnis von Carls langsamer Entwicklung zum kaltblütigen Killer – und die Tatsache, dass er seine Tat rational begründen kann stehen als effektiver Kontrast zu Andreas Wunsch, dass niemand sterben muss und dessen katastrophalen Folgen.

Autor und Showrunner Glen Mazzara (The Shield), musste nach der Staffel wegen „kreativer Differenzen“ seinen Hut nehmen. Vielleicht weil er angeblich Rick Grimes in der nächsten Season getötet hätte, (ein für The Walking Dead erfrischend mutiger Schachzug), vielleicht aber auch einfach, weil das Finale den Produzenten nicht gefallen hat. Tatschlich ist die Folge, wie schon die zwei davor, deutlich unter dem sonstigen Niveau der dritten Staffel. Sein Kollege Scott Gimple durfte für die fertige Version einige Szenen umschreiben und übernimmt ab der nächsten Staffel Mazzaras Job als Showrunner.

Vielleicht schafft es Gimple ja, zur Abwechslung eine Staffel zu konstruieren, die von Anfang bis Ende funktioniert. Besonders optimistisch bin ich nicht.

 

Die Walking Dead machen nach dem Staffelende erst mal wieder bis Ende des Jahres Pause. Seit letzter Woche bespreche ich dafür bei PopKulturSchock die aktuelle dritte Staffel von Game of Thrones. 

Trailer:
https://www.youtube.com/watch?v=UD3-4ZduFa0 &w=480&h=270

 

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  • funky
    10. April 2013 auf 10:20

    jo, der Kritik stimme ich zu. Die letzten Folgen fand ich ganz gut, aber hier war kam man aus dem Facepalmen nicht heraus.
    Bei der Governor-ich-metzel-meine-eigenen-Leute-nieder-Szene fand ich es wirklich zum aus der Haut fahren. Wer lässt sich so einen Mist einfallen?!
    Die Erstürmung des Gefängnisses war genauso dämlich. Eine Truppe bis an der Zähne bewaffneter wird von zwei Leuten zusammengeballert? Die anderen hatten da ja keinen Auftritt.
    Auch das die Konfrontation nun auf die nächste Staffel vertagt wurde finde ich absolut unbefriedigend. Soll das Gehampel zwischen Woodbury und dem Gefängis nun noch eine Staffel so weitergehen?! 2.te Staffel Hershals Farm, 3te Staffel Gefängnis, 4te Staffel neuer Handlungsort fänd ich besser. Ich weiss ja aber auch nicht, wie das in den Comics stattfindet.

    Apropos Comics…stimmt es, das Rick da seine Hand verliert und der Governor seinen Arm? Meine auf ner anderen Seite mal sowas gelesen zu haben

    • 10. April 2013 auf 10:58

      Ehrlich gesagt habe ich in die Comics bisher nur bis zum vierten Band gelesen; habe aber genau das auch gehört, das wird wohl stimmen. Vielleicht hole ich die anderen Bünde jetzt endlich mal zwischen den Staffeln nach – schließlich stehen sie hier und lachen mich die ganze Zeit an (auch jetzt gerade. Hallo, Comics!)

      Dämlich ist genau das richtige Wort für die Folge. Die ganze Staffel über hat die Serie so viel richtig gemacht; total ärgerlich, dass ausgerechnet die letzten Folgen so aus dem Ruder laufen.

      Rick in der nächsten Season umzubringen wäre genau die Art von mutiger Entscheidung gewesen, zu der die Produzenten offenbar nicht fähig sind.

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