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TV-Kritik: The Walking Dead – Seed / Die Saat (Staffel 3, Folge 1)

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TV-Kritik: The Walking Dead – Seed / Die Saat (Staffel 3, Folge 1)

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Im Knast geläutert

It’s on! Die ersten Minuten der Staffel-Premiere bis zum stimmigen, generalüberholten Vorspann kommen einer Kampfansage an die Kritiker gleich, die The Walking Dead abgeschrieben hatten. Ohne eine einzige Zeile Dialog etabliert sich die Besetzung – unverändert seit dem letzten Staffelfinale – als perfekt koordinierte Einheit, die systematisch ein Haus „entzombifiziert“ und dann ohne langen Vorlauf den geordneten Rückzug antritt. Anders als in den ersten Staffeln traut man dieser Gruppe tatsächlich zu, die Zombie-Apokalypse überlebt zu haben.

Mehr Action, gestrafftes Drama, weniger Langeweile

Das letzte Staffelfinale hatte bereits in einer guck-mal-was-auf-der-anderen-Seite-des-Hügels-ist-Kamerafahrt Mordor das Gefängnis etabliert; „Seed“, die erste Folge der neuen Staffel, die einige Monate später spielt, verschwendet wenig Zeit bis die Charaktere tatsächlich dort ankommen.

„Seed“ ist The Walking Dead 2.0: Mehr Zombies, weniger Redundanz. Die Dynamik zwischen den Charakteren ist gestrafft und die weinerlichen, unmotivierten Dialoge, die die letzte Staffel so oft zum Stillstand gebracht haben, sucht man – zumindest in dieser Folge – vergeblich. Eigentlich sollte das nicht verwundern; Autor und Produzent Glen Mazzara war Story Editor bei The Shield, einer der besten – und effizientesten Serien in der Geschichte des Mediums. Eine Frage bleibt trotzdem: Warum nicht gleich so?

Anders als der Comic, aber nicht schlechter

Der Handlungsverlauf orientiert sich nach wie vor nicht allzu eng an der Graphic Novel, aber zum ersten Mal muss sich die Serie nicht mehr hinter der Vorlage verstecken. Andrew Lincolns Rick, der de-facto Anführer ist endlich ein interessanter und glaubhafter Charakter, und auch der Rest der Gruppe (vor allem die immer noch schwangere Lori) hat offenbar zwischen den Staffeln in intensiver Gesprächstheorie die vielen banalen Streitpunkte beiseite gelegt und konzentriert sich auf wirklich existenzielle Krisen. Und Zombies.

Ich bin also nach „Seed“ zum ersten Mal wirklich optimistisch, auch wenn es eigentlich noch etwas früh ist um vorherzusagen, ob die Darabont-losen Walking Dead die Qualität von „Seed“ halten können; schließlich waren schon früher einzelne Folgen herausragend. Vielleicht bin ich ja zu naiv, The Walking Dead zu glauben, dass sie mich dieses Mal nicht wieder enttäuscht. Auf jeden Fall darf die Serie fürs Erste wieder einziehen – auch wenn sie die nächsten paar Folgen auf der Couch schläft.

 

Ab dem 19. Oktober „laufen“ die Walking Dead auch in Deutschland wieder beim Bezahlsender Fox

Anmerkungen:

  • Wie genau hat die Gang ein halbes Jahr lang vermieden, ein Gefängnis zu entdecken, das nur einen Hügel entfernt war?
  • Der Punkt für die ekligste und gleichzeitig lustigste Szene geht an die klebrige Gasmaske. Yikes (Die Szene gehört leider zu den 30 Sekunden, die in der deutschen Ausstrahlung fehlen; siehe Schnittberichte.com)
  • Die Sorge, dass die Katana-schwingende Michonne und ihre Arm- und Zahnlosen Zombies weniger cool sind als im Comic: Unbegründet.
  • „Holy Shit!“ In der Tat.
  • “Seed” hatte in etwa so viele Zombie-Makeup-Effekte wie die komplette zweite Staffel. Entweder ist das (vorher gekürzte) Budget drastisch erhöht worden, oder der Rest der Staffel besteht daraus, dass die Charaktere in einer dunklen Zelle sitzen und Karten spielen.
Trailer: 
http://www.youtube.com/watch?v=SditAhwSP84&w=480&h=270

 

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