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TV-Kritik: The Walking Dead – Kriegsrecht / The Suicide King (Staffel 3, Folge 9)

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TV-Kritik: The Walking Dead – Kriegsrecht / The Suicide King (Staffel 3, Folge 9)

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Die „Reunion“ der Dixon-Brüder ist atmosphärisch und gleichzeitig erstaunlich spannungsarm

Rechte: TWD ProductionsThe Walking Dead ist wieder da, und die neue Folge schließt direkt an das Ende der letzten an und beginnt mit einem Paukenschlag: In der Arena von Woodbury gehen Merle und sein Bruder Daryl „mano a mano“ („hermano a hermano“?), gefolgt von einer actionreichen Befreiung und einer epischen Aufnahme des Governors im Nebel.

Überhaupt ist vieles an „Kriegsrecht“ gelungen; die Dialoge sind auf den Punkt, die Action ist routiniert und David Morrissey als Governor zeigt einmal mehr, dass er einer der besten Schauspieler des Walking Dead-Ensembles ist. Gelungen ist auch die konsequente postapokalyptische Stimmung der Folge; ein Aspekt, der in den letzten Wochen etwas unter den Tisch gefallen war.

Rechte: TWD ProductionsTrotzdem war die Episode für mich eine Enttäuschung. Vieles wird angedeutet, zum Beispiel die komplexe Dynamik zwischen Ricks Gang und Tyrese, dem Anführer der „B-Truppe“, aber sehr wenig passiert. Stattdessen zerfasern sich die zahlreichen Geschichten und ergeben am Ende deutlich weniger als die Summe ihrer Teile.

Dramatisch effektive Momente wie Carols Entsetzen über Daryls plötzlichen Abgang (arme Carol!) fallen ein bisschen unter den Tisch, während Andreas Anfeuer-Rede für die Einwohner für Woodbury viele falsche Töne trifft, aber in der Dramaturgie als bedeutende Szene herausgestellt wird.

Auch wenn der Gesamt-Plot vorgibt, dass diese Woche nichts großes passiert, selbst als Übergangsepisode konnte mich „Kriegsrecht“ nicht überzeugen. Die Regisseurin, TV-Veteranin Lesli Linkla Glatter (Emmy-Gewinnerin für Mad Men) versteht es zwar, einzelne Szenen kompetent zu inszenieren, insgesamt fehlt aber der narrative Fluss und ein roter Faden; so fühlt sich die Folge oft mehr wie eine Aneinanderreihung von Deleted Scenes auf einer DVD an als wie eine durchdachte dramaturgische Einheit.

 

Anmerkungen:

  • Meinungen sind gefragt. Der Bruch zwischen Merle und dem Governor: inszeniert oder echt?
  • Ein Jahr nach dem Rausschmiss von Frank Darabont verlässt jetzt auch der aktuelle Showrunner Glen Mazzara The Walking Dead. Wie wird sich das wohl auf die Qualität auswirken?
Die Walking Dead laufen in Deutschland Freitags beim Bezahlsender Fox, kurz nach der Ausstrahlung beim US-Sender AMC.
Trailer:
http://www.youtube.com/watch?v=CoJFePnJECA&w=480&h=270
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  • Chris
    24. Februar 2013 auf 15:39

    Hallo Kai,

    ich verfolge deine Kommentare zu WD schon eine Weile und muss sagen: Du triffst den Nagel immer auf den Kopf. Die Noten passen.

    Auch mich hat Folge 9 etwas enttäuscht. Nach dem fälligen Showdown zwischen den Gruppen in Folge 8 war nun natürlich erstmal Wunden lecken angesagt. Trotzdem: Der Govenor auf dem Depri-Trip, Rick sehr abweisend zu den Newcomern sowei mit Haluzinationen, die Daryl-Brüder wiedervereint aber on the run. Gut, die Konflikte mussten aufbrechen, abr irgendwie fehlte mir oft die Logik.

    Da ich Folge 10 schon kenne kann ich sagen, dass die reichlich entschädigt, da knallts gewaltig. Aber gerade in der Rückschau offenbart sich die Unlogik (insbesondere beim Govenor) und Schnarchichkeit von Folge 9.

    Chris

    • 24. Februar 2013 auf 15:48

      Hallo Chris,

      danke für den netten Kommentar! Was die zehnte Folge angeht, gebe ich dir voll und ganz Recht (ich schreibe gerade meine Kritik, die aufgrund von Zeitdruck leider wieder etwas kürzer ausfällt).

      Kai

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