Paste your Google Webmaster Tools verification code here

TV-Kritik: The Walking Dead – Der Fang / Prey (Staffel 3, Folge 14)

Fernsehen
Item Reviewed

TV-Kritik: The Walking Dead – Der Fang / Prey (Staffel 3, Folge 14)

Author

The Walking Dead unternehmen einen Ausflug ins Slasher-Genre

Rechte. TWD ProductionsAuch wenn wohl niemand The Walking Dead mit The Wire oder den Sopranos verwechseln würde, Robert Kirkmans Zombie-Sage hat sich im Laufe des letzten Jahres zu einem ernstzunehmenden Drama entwickelt. Trotzdem liegen die Wurzeln der Serie im Horror-Genre; Erfinder Kirkman wollte mit seiner Comic-Serie einen klassischen Zombie-Film schaffen, der „immer weitergeht“. Zu diesen Wurzeln findet auch die TV-Adaption (oder präziser, Parallel-Serie)  zurück, denn „Der Fang“ ist eine auf 40 Minuten gestauchte Sammlung von Slasher-Klischees.

Darin entdeckt Andrea endlich ihr Rückgrat, natürlich zu spät, und wird vom Governor durch die Wildnis und eine von Zombies bewohnte Lagerhalle gejagt. Auch wenn die Handlung nicht dramaturgisch zwingend ist und auch logisch nicht hundertprozentig funktioniert (es sei denn, der Governor hat einen GPF-Tracker unter Andreas Haut implantiert), ist sie immerhin solide inszeniert und halbwegs spannend. Und wer erwartet schon einwandfreie Logik im Slasher-Genre.

Rechte: TWD ProductionsUnglaubhaft ist auch die Dynamik in Tyreses Gruppe, in der es offenbar keinerlei gegenseitigen Respekt gibt. In der postapokalyptischen Welt von The Walking Dead hätte diese Zusammensetzung realistisch betrachtet nicht lange überlebt hätte, zumindest nicht als Einheit. Zumal Tyrese ein deutlich naiverer Charakter ist als in Kirkmans Comics.

Die eher ereignisarme B-Story spielt sich aber diese Woche ohnehin eher am Rand ab und führt zu keinen großen Wendungen. Tyrese beginnt zwar, die Motive des Governors in Frage zu stellen, lässt sich aber leicht umstimmen. Auch Milton, der Berater des Governors, artikuliert Zweifel, die nicht an seiner Loyalität rühren. Immerhin ergreift Andrea beim Anblick des für Michonne bestimmten „Foltersessels“ und den dazugehörigen Werkzeugen, einer Mischung aus Gynäkologe und Schlachthaus, die lange überfällige Flucht. Wie so oft ist der implizierte Horror in The Walking Dead deutlich effektiver als platzende Köpfe oder abgerissene Arme (die natürlich in einer Serie über Zombies ihre Berechtigung haben).

Rechte: TWD ProductionsEine Frage bleibt offen: Wer hat die Zombies in der Grube angezündet. Ein möglicher Verdächtiger wird am Ende zwar angedeutet, aber das Mysterium hat ohnehin keine weitreichenden Konsequenzen – die nächste Ladung Zombies ist schon bestellt.

Was am Ende von „Prey“ übrig bleibt sind 40 Minuten leidlich spannender B-Horror mit einem konsequenten Schluss, der deutlich schockierender gewesen wäre, wenn man ihn nicht von weitem hätte kommen sehen. Die solide Inszenierte Verfolgungsjagd und ihr spannender Showdown machen Spaß, liegen aber deutlich unter dem sonstigen Niveau der aktuellen Staffel. Außerdem bin ich nicht überzeugt, dass eine unausgegorene Slasher-Einlage so kurz vor dem Staffelfinale dramaturgisch die beste Idee war. Immerhin: Dafür dass in der Folge Andrea, einer der blassesten Charaktere (was übrigens klar die Schuld der Autoren ist, nicht die von Laurie Holden), im Mittelpunkt steht, ist sie erstaunlich solide.

 

Die Walking Dead laufen in Deutschland Freitags beim Bezahlsender Fox, kurz nach der Ausstrahlung beim US-Sender AMC.

Trailer
http://www.youtube.com/watch?v=2--m1uEOc7U &w=480&h=270
Bewertung
Wir finden:
Ihr findet:
Hier bewerten
Total
Gesamtwertung
User-Bewertung
Du hast dies bewertet
Eure Meinung zum Artikel
0%
0%
0%
0%
kommentieren
Antworten
  • Funky
    28. März 2013 auf 12:13

    Also ich fand die folge deutlich besser als 2- .fands richtig spannend und gut gemacht.

    • 28. März 2013 auf 12:31

      Spannend fand ich die Folge auch. Mich hat aber gestört, dass sie 40 Minuten mit „Andrea läuft weg – Andrea wird wieder eingefangen“ gefüllt hat. So kurz vor dem Finale will ich mehr Handlung.

      Die nächste hat mir aber wieder etwas besser gefallen (obwohl ich mit der auch meine Probleme hatte, aber die liegen eher in der Struktur der Serie als in der Folge selbst).

  • zeilentiger
    14. November 2014 auf 19:49

    Nein, sie machen keinen Spaß. Die Folge wirkt, als hätte sie ein Autor von B-Movies in der Kaffeepause geschrieben. Zum Gähnen. Nach solch einer Folge ist man versucht, die Serie abzubrechen.

    • Kai Löffler
      16. November 2014 auf 12:06

      Kann ich gut verstehen, die Folge war ein wirklich fauler Füller – der nicht mal besonders spannend ist, weil da Schicksal von Andrea niemanden so richtig interessiert. Bin froh, dass TWD in den letzten zwei Seasons keine solchen Totalausfälle mehr hatte. (Obwohl ich der Folge ja damals 2- bzw. 3* gegeben habe… what was I thinking?!!)

Funky eine Antwort hinterlassen
Antworten abbrechen

Total

}