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TV-Kritik: The Walking Dead – Das Ultimatum / Arrow on the Doorpost (Staffel 3, Folge 13)

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TV-Kritik: The Walking Dead – Das Ultimatum / Arrow on the Doorpost (Staffel 3, Folge 13)

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In einer entscheidenden, wenn auch nicht sehr spannenden Folge treffen die beiden Gegenpole der Zombie-Saga endlich aufeinander

Rechte: TWD ProductionsNach einer herausragenden Fernsehstunde wie „Clear“ zu folgen, kann nicht leicht sein, aber  „Arrow on the Doorpost“ ist eine solide, wenn auch nicht herausragende Episode. Die Folge, ursprünglich benannt„Pale Horse“, nach einem der vier apokayptischen Reittiere, dreht sich um eine lange Szene, in der Rick und der Governour endlich aufeinandertreffen – ähnlich der Berühmten „Diner-Szene“ zwischen Pacino und DeNiro in Michael Manns Heat. Während des Gipfeltreffens auf einer verlassenen Farm haben außerdem Daryl und Hershel die Gelegenheit, sich mit ihrem jeweiligen „Gegenüber“ aus Woodbury auszusprechen (und nebenbei zu gucken, welcher der beiden Briten den überzeugenderen amerikanischen Akzent hat).

Während der Governor bei seinem one-on-one mit Rick deutlich gelassener ist, haben die Treffen der Unterlinge eine etwas andere Dynamik: Daryl begegnet dem Henchman des Governors auf Augenhöhe, und obwohl  die beiden in einem anderen Leben befreundet sein könnten, macht sich keiner der beiden illusionen, dass sie am nächsten Tag wieder auf verschiedenen Seiten des Konflikts stehen. Die Szene unterstreicht sehr schön Kirkmans Thema, dass in der Welt der Walking Dead Loyalität und Zugehörigkeit genau so viel mit Umständen zu tun hat wie mit persönlicher Ethik. In den nächsten Wochen wird sicher noch interessant werden, wie konsequent er diesen Gedanken mit Tyrese und seinen Gefolgsleuten verfolgt. Mich würde nicht wundern, wenn die Grenzen letztendlich anders verlaufen – quer durch Woodbury und quer durchs Gefängnis –  also Moral und nicht Zufall entscheidet, wer am Ende auf welcher Seite steht.

TWD_313_01Das legt zumindest das Gespräch zwischen Hershel und Milton, der Nr. 2 des Governors nahe, die sich mehr zu sagen haben als ihre jeweiligen Anführer. Zwischen den Fronten steht nach wie vor Andrea, frustriert dass sie von keiner der Seiten ernst genug genommen wird, um effektiv Frieden zu stifen. Kein Wunder, da sie ihre eigenen Worte Lügen straft, und am Ende ins Auto des Governor steigt. Andrea ist zwar ein zielloser und dramaturgisch schwacher Charakter, aber immerhin ist sie konsequent in ihrer Inkonsequenz.

Letztes Jahr war Folge 13 das Staffelfinale; dieses Jahr dürfen sich Rick und der Governor allerdings drei Wochen länger bekriegen, bis die unweigerliche Sommerpause sie trennt. Auch wenn diese Folge dramaturgisch nicht viel passiert ist, und die Szenen im Gefängnis größtenteils Füller waren: Am Ende sind die Karten wieder etwas anders gemischt; der Governor hat erfolgreich in Ricks Lager Zweifel gesäht, aber auch Milton stellt seine Loyalität in Frage.

Rick ist nach wie vor der de-fakto Anführer, und gerade deshalb kann er es sich nicht leisten, nicht wenigstens über den angebotenen „Teufelspakt“ mit dem Governors nachzudenken: Michonne gegen die Sicherheit der Gruppe. Da die Geschichte sich nur noch vereinzelt an den Comics orientiert, habe ich offegestanden nicht die geringste Ahnung, wie sich der Konflikt zwischen Woodbury und dem Gefängnis in den nächsten drei Wochen entwickelt. Und das ist vermutlich die größte Stärke der dritten Staffel. Auch wenn Charaktere und Dialoge ab und zu erratisch und inkonsequent sind, bleibt die Geschichte von Woche zu Woche spannend und unvorhersehbar.

 

Anmerkungen:

  • Auch wenn Merle Dixon kein Gewissen hat. Es gehört ordentlich Mut dazu, um sich in einem Raum mit Maggie & Glenn aufzuhalten. Ist er wirklich ein Spion für den Governor? Inzwischen bin ich nicht mehr sicher.
  • Staffel 4 ist beschlossene Sache, aber ich habe meine Zweifel, ob die Serie ohne Showrunner Glen Mazzara (The Shield) die Qualität der dritten Staffel halten kann.

Die Walking Dead laufen in Deutschland Freitags beim Bezahlsender Fox, kurz nach der Ausstrahlung beim US-Sender AMC.

Trailer:
http://www.youtube.com/watch?v=M7A2vz_bXAs&w=480&h=270
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  • elzed
    17. März 2013 auf 21:14

    Hallo Kai,
    die Kritik ist mal wieder richtig gut getroffen. Ich fand die Folge auch relativ unaufregend, wobei die Szene mit dem Govenor richtig gut war und der Handlung nun sicher wieder mehr Geschwindigkeit gibt. Es gibt also den großen (kriegerischen) Showdown mit Woodberry, bin gespannt wie das ausgeht und ob wir uns von Woodberry am Ende der 3. Staffel verabschieden müssen (ich glaube schon).
    Andrea ist für mich auch die Naivität in Person, entscheidend war für mich die Szene, in der Sie in den Pickup des Govenors einsteigt, ob sie Woodberry lebend verlässt??
    Aus Merle werde ich auch nicht schlau, aber bald werden wir ja wissen, ob er was im Schilde führt.

    elzed

    P.S.:
    Immer wenn Andrea durchs Bild läuft, verwechsle ich sie für den Bruchteil einer Sekunde mit Pam Anderson…… 🙂

  • zeilentiger
    13. November 2014 auf 20:26

    Ganz frischer Eindruck: eine Episode der schlechte Dialoge. Einzige Ausnahme sind die Doppelgespräche vor dem Verhandlungsort. Sie zeigen wirklich etwas aus, was bisher nicht genannt wurde. Der Rest aber – das Gespräch zwischen den Anführern, die Gespräche im Gefängnis – schlechte, holzschnittartige Dialoge und zäh wie breit getretener Brei.

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