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TV-Kritik: The Walking Dead – Chupacabra (Staffel 2, Folge 5)

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TV-Kritik: The Walking Dead – Chupacabra (Staffel 2, Folge 5)

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Nachdem sich Daryl in den letzten Folgen langsam als interessanteste Figur herauskristallisiert hat, bekommt er diese Woche endlich sein verdientes Solo. Vorher allerdings bekommen wir einen Flashback, der uns ein Wiedersehen mit Shanes Haaren und Carols prügelfreudigem Mann Ed beschert. Der atmosphärische Teaser verrät nicht viel über die Anfänge der Zombie-Epidemie und noch weniger über die Vergangenheit der Charaktere, erinnert aber daran, dass The Walking Dead Serie über das Ende der Welt ist. Auch wenn der Rest von „Cupacabra“ die apokalyptische Grundstimmung nicht durchhält, hinterlässt der Teaser effektiv ein unbehagliches Gefühl.

Ein paar von den Konflikten, die seit ein paar Folgen unter der Oberfläche schwelen, treten diese Woche endlich hervor. Als es um die Suche nach Sophia geht, prallen Ricks Kompromisshaltung und Shanes radikaler Pragmatismus aufeinander. Und auch im Verhältnis zu Gastgeber Hershel werden die ersten Risse sichtbar. Der schwächste Sub-Plot der Folge ist Glenn gewidmet. Auch wenn seine Geschichte am Ende direkt in den Cliffhanger führt, ist der unbeholfene Weg dahin nur unter Schmerzen zu ertragen (siehe unten). Als Zuschauer von the Walking Dead sollte man inkonsistente Charaktere und gelegentlich dumme Dialoge gewohnt sein; ein paar Szenen diese Woche stellen aber diesbezüglich die Geduld der Zuschauer schwer auf die Probe.

Gottseidank ist aber nicht Glenn, sondern Daryl der Star von „Chupacabra“, benannt nach dem mythischen Monster. Nachdem er (Daryl, nicht Cupacabra) sich bei einem unglücklichen Sturz schwer verletzt, muss er sich a la Aragorn halbtot seinen Weg zurück zur Farm bahnen. Dabei hat er eine Vision, die seine Loyalität zur Gruppe auf die Probe stellt.

Wenn auf Daryls Schulter ein Teufel sitzt, sitzt Carol auf der anderen Seite und behandelt ihn nicht nur wie einen Teil der Gruppe, sondern wie ein Familienmitglied. Der Showdown für den Daryl-Plot ist mühsam konstruiert, läuft aber – wie einiges bei The Walking Dead – ins Nichts. Dafür peitschen die letzten Momente der Folge die Handlung voran und lassen ein großes Fragezeichen in der Luft hängen, dass nächste Woche aufgelöst werden muss.

Nach ein paar ruhigen Wochen nimmt The Walking Dead mit „Chupacabra“ endlich wieder Fahrt auf. Dabei stolpert die Folge zwar durch eine Reihe unbeholfener Charakter-Momente, steht aber immerhin am Ende wieder auf festen Beinen. Außerdem macht das Ende sehr neugierig darauf wie es weitergeht.

Sonstige Anmerkungen:

  • Die Experten sind gefragt: Kann man sich bei einem unglücklichen Sturz wirklich selbst mit einem Pfeil durchbohren?!
  • SPOILER: Hat sich außer mit noch jemand gefreut, als Michael Rooker im Vorspann aufgetaucht ist – und sich dann geärgert, dass er nur eine Vision war?
  • „Glenn und die Frauen“ wäre keine Film, den ich mir ansehen würde
  • Auch wenn Glenns Dialoge schlimm waren, bekommt Andrea diese Woche den Preis für den dümmsten Charakter
  • 11 Kondome = 11 Minuten? Autsch!

 

 

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  • Frobin Jojo
    14. November 2011 auf 22:16

    Die Bewertung der Dialoge basiert auf der deutschen Synchronisation, oder? Denn in der Originalfassung würde ich das nicht ganz so kritisch sehen … und keine Ahnung wie schlecht die deutsche Sync ist, aber erfahrungsgemäßt gibt es Serien (und ich bin mir ziemlich sicher TWD ist so eine) die kann man sich in Deutsch einfach nicht anschauen, weil die Serie dann echt schlecht und billig wirkt – während die Dialoge im Original echt gut sind und auch von der Tonalität der Stimmen (ganz zu schweigen von Dialekten, die oft wesentlicher Teil der Charaktere sind) einiges verloren geht.

    • 14. November 2011 auf 23:44

      Nein, die Bewertung basiert auf den englischen Dialogen. Die sind teilweise gut, aber in manchen Szenen auch weniger. Vor allem aber stört mich, dass die Charaktere nicht konsistent geschrieben sind. Die deutsche Synchronisation begeistert mich aber tatsächlich nicht.

      Aber um mal die Kirche im Dorf zu lassen – das ist alles Jammern auf hohem Niveau. Wenn Suspense und Atmosphäre in Walking Dead nicht so genial wären, würde ich an die Dialoge auch eine viel niedrigere Messlatte anlegen.

      • ChrisNM
        20. November 2011 auf 17:10

        Finde es jedenfalls witzig das in der deutschen Synchro unbedingt Vögel in den Wald müssen, während im Original nur die Zirpen zirpen^^

        Glenn ist im Umgang mit Frauen halt sehr unbeholfen, ich finde das macht ihn sehr Liebenswürdig. (Bei Maggie wär ich auch kein Coolio. Das is n süsses Cowgirl ^^)
        Wer pure Kaltschnäuzigkeit bevorzugt ist doch bei Merle gut aufgehoben 😉

        Ich ticke da wohl etwas anders wenn ich sage das der Anfang sehr interessant war (hätte ruhig die ganze Folge so weiter gehen können) der Daryl Teil Spannend (der hat Glück gehabt das der Beisser ihn nicht schneller angefallen hat) Die Rückkehr von Daryl auf die Ranch war ein Highlight. Andrea hätte ich am liebsten erwürgt. Zudem ziehen Schüsse die Beisser an…
        Der Schluss war überraschend ja, aber auch irgendwie schon komisch. Die eingesperrten Beisser hat die ganze Zeit niemand bemerkt? Haben wohl ruhig Kaffee getrunken 😉
        Schade dass das ganze Spektakel schon bald wieder vorbei ist. Dann wieder ein Jahr (?) warten *grmpf*

  • Cony
    14. November 2011 auf 23:19

    Die deutsche Sync ist grotten… die Kritik muss sich übrigens auf die englische Version beziehen, da es noch keine deutsche Sync zur 5. Folge gibt 😉

    Die 5. Folge hat mir jedenfalls überhaupt nicht gefallen (Achtung Spoiler!): Gerademal 2 Zombies nach fast 30 Minuten?!? Ich hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben in der Folge überhaupt nochmal Action zu sehen… und so interessant sind die Charaktere nicht, als das sich TWD den Lost-Style erlauben könnte! Daher muss ich der Kritik zustimmen – meine Geduld wurde diese Folge auf die Probe gestellt! Hoffentlich ne Ausnahme… wenn das so träge weitergeht, werden die Zuschauerzahlen mit Sicherheit den Bach runtergehen. Was sehr schade wäre, da die 2. Staffel sehr vielversprechend angefangen hat!

    • 14. November 2011 auf 23:47

      Mir hat sie tatsächlich besser gefallen als die letzte (die ich rückblickend etwas zu nett bewertet habe). Aber ich sehe das mit den Charakteren ganz genau so, die sind einfach nicht die Stärke der Serie. Ich hoffe der Cliffhanger hält wenigstens was er verspricht.

  • 20. November 2011 auf 18:03

    @ChrisNM: Naja, SOOO bald nun auch wieder nicht. Dieses Mal gibt es ja nicht 6 Folgen, sondern 13. Die Staffel ist also noch nicht mal zur Hälfte um.

    Ich mag an sich auch, wie Glenn als Character angelegt ist; nur seine Dialoge greifen mir manchmal zu tief in die Klischeekiste. Und was Merle angeht – mir ist bei Daryls Traum erst aufgefallen, wie sehr er im Moment fehlt.

    • ChrisNM
      21. November 2011 auf 14:31

      Du meinst Glenns Satz zu Maggie Mausi auf der Veranda? Naja, ich denke das war doch beabsichtigt um ihn als Sensibel und nicht besonders Schlagkräftig darzustellen. Er hat halt was versucht und dann selbst festgestellt dass das Bullshit war 😉

      Mir wären 24 Folgen lieber oder 48 oder …*g* Man kann soviel machen mit dem Thema, alles ist möglich. Bis jetzt halten sie sich ja auch mal mehr mal weniger an die Comicvorlage. Mal sehen was sie noch neues mit einfliessen lassen.

      Ja, Merle ist schon eine Type für sich^^ Ich glaube der müsste mal mit Shane n Eis Essen gehen. Die beiden würden sich glaub ich verstehen…

      • 21. November 2011 auf 21:06

        Die Szene auf der Veranda ging ja noch, viel schlimmer fand ich den Dialog mit Dale. *ugh*
        Shane und Merle zusammen wäre bestimmt großer Spaß. Hoffentlich bringen sie den alten Redneck nochmal zurück. Im Moment könnte die Serie ihn gut gebrauchen…

  • funky
    22. November 2011 auf 12:27

    Ohne viele Worte zu verlieren…Andrea nervt tierisch. Der Charakter geht mir so sehr auf den Senkel, das ich Laurie Holden ab sofort nicht mehr mag 😉

    Im allgemeinen muss ich sagen, das ich bei manchen Darstellern bzw. Charakteren aus dem face-palmen nicht mehr herauskomme. Auch Shane nervt, wobei ich den Schauspieler beschissen finde(auf gut Deutsch gesagt)

    Alles in allem find ich die Zombiethematik zwar geil, aber die Vorschusslorbeeren sind in meinen Augen überhaupt nicht gerechtfertigt. Ich schaue die Serie zwar weiter, aber so wie es momentan läuft, kann man ja froh sein, wenn sie von dem Mädl bsi zum Ende der Staffel überhaupt eine Spur finden

    • 22. November 2011 auf 12:41

      @funky: Sehe ich leider genauso. Dabei war der Anfang der Serie so vielversprechend. Der Anfang war dieses Jahr auch gut; langsam aber sicher driftet es wieder in die Mittelmäßigkeit der ersten Staffel ab. Vielleicht ändert sich das ab Mitte der Staffel – Darabont ist ja als Produzent gefeuert worden und es gibt einen neuen Showrunner.

  • Tony
    23. November 2011 auf 16:22

    mmmh die 2te Staffel ist der absolute Reinfall – die haben wieder mal am falschen Ende gespart – ich glaube eine dritte Staffel können die sich getrost sparen . 6 Folgebn lang sich um das wohl eines verlorengegangenen Kindes zu kümmern, 3 Folgen auf einer Autobahn zu hocken, 4 Folgen lang sich um die Verletzung eines Sohnes zu kümmern – halte ich sehr dürftig – in anbetracht dessen – das es sich um eine postapokalyptische Serei handeln soll – voller Zombies – die in der ersten Staffel wunderbar zur Geltung kamen. Die 1 Staffel ist ein MUSS – doch die 2te muss man leider vergessen. Danke – unsäglich nervende Charakter – die statt ums Überleben kämpfen, Probleme mit der Liebe haben – in einer Welt von Zombies habe ich andere Probleme.

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