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TV-Kritik: The Walking Dead – Die Besseren Engel Unserer Natur / Better Angels (Staffel 2, Folge 12)

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TV-Kritik: The Walking Dead – Die Besseren Engel Unserer Natur / Better Angels (Staffel 2, Folge 12)

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PopKulturSchock bespricht die zweite Staffel von The Walking Dead – mehr oder weniger frei von Spoilern für die aktuelle Episode, möglicherweise aber mit Details zu früheren Folgen. You have been warned.

Eine Woche vor dem Staffelfinale tritt The Walking Dead noch einmal kräftig auf die Bremse und betrachtet die Folgen der vorhergegangenen Ereignisse. Das heißt nicht, dass „Better Angels“ eine weitere Übergangsfolge ist, die nur aus Dialogen besteht – im letzten Drittel ziehen die Autoren nochmal kräftig an der Spannungsschraube und enden mit einem doppelten Höhepunkt: dem lange überfälligen Showdown und einem Cliffhanger, der großes verheißt.

Der Teaser zeigt die Charaktere in inzwischen vertrauter Pose am Grab (dieses Mal dem von Dale), während sie in einer parallelgeschnittenen Szene, die Francis Ford Coppola stolz gemacht hätte, mit etwas zu viel Enthusiasmus eine Gruppe Zombies massakrieren.

Auch diese Woche werden wieder zu viele Charaktere in der Folge untergebracht, und wie immer kommen dabei einige zu kurz. T-Dog hat immerhin einen größeren Part, auch wenn er nach wie vor profillos und weit davon entfernt ist, ein runder Charakter zu sein. Rick existiert trotz der Entscheidung, den Gefangenen nicht hinzurichten, weiter in einer moralischen Grauzone. Überhaupt profitiert The Walking Dead von der gespaltene Gruppe, aus der man eine handvoll Charaktere ohne Verlust entfernen könnte, aber in der die zentralen Figuren eine zunehmend interessante dramaturgische Konstellation bilden.

Auch der Kritik, dass die Charaktere nie in ernste Gefahr geraten, haben die Autoren in den letzten Wochen zielstrebig den Wind aus den Segeln genommen. Während die erste Staffel nach einem grandiosen Anfang immer langweiliger geworden ist, hat sich The Walking Dead im zweiten Jahr nach einer Durststrecke berappelt und liefert seit ein paar Wochen konstant Qualität ab. Die langen Handlungsbögen lassen zwar nach wie vor zu wünschen übrig, aber die Serie kennt mittlerweile ihre Stärken – Suspense, Action und ambivaltente Charaktermomente – und spielt sie Woche für Woche gekonnt aus.

Der Showdown ist ein direkter Verweis auf die entsprechende Szene in der Graphic Novel; aber auch wenn die drei Personen und das Setting dem Comic entsprechen, spielt sich die Szene anders ab. Kirkman und seine Autoren laufen auf einem schmalen Grat, indem die Serie sich grob an den  Comics orientiert, um die Fans nicht vor den Kopf zu stoßen, aber gleichzeitig genug von ihnen abweicht, um unvorhersehbar zu bleiben. Auch wenn die zweite Staffel streckenweise etwas planlos und zu geschwätzig war, kommt sie in Folgen wie „Better Angels“ sehr nah an die spannende Dystopie, die Frank Darabonts Pilotfolge damals versprochen hat.

 

Anmerkungen:

  • Tut mir leid, Carl, aber egal was dein Vater sagt – es WAR deine Schuld
  • Sehr effektiv (und überraschend geschmackvoll für eine Serie, die sich sonst nicht mit Blut und Gedärmen zurückhält): Der Genickbruch, der sich offscreen abspielt
  • Deutlich weniger geschmackvoll: Der Pinata-artig zertrümmerte Zombieschädel am Anfang der Folge
  • Hat nicht direkt mit The Walking Dead zu tun, aber WO KOMMEN DIE VERFLUCHTEN POP-UPS her??!!

 

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  • funky
    14. März 2012 auf 14:09

    Also das Ende der Folge hab ich nicht kommen sehen, das da jetzt mal Nägel mit Köpfen gemacht werden….nicht schlecht! Evtl. fängt sich die Serie ja doch noch. Nur allzuoft kann man das ja auch nicht machen, sonst gehen der Serie dei Darsteller aus 😉

    • 14. März 2012 auf 14:44

      Noch ein bisschen ausdünnen kann bestimmt nicht schaden 🙂

      Ich fand das Ende jetzt zwar nicht komplett überraschend, aber dafür gut, wie sie aus dem selben Setup wie in den Comics (Shane und Carl mit Waffe, Rick ohne) was anderes gemacht haben.

      Bin auf jeden Fall sehr gespannt auf das Finale. Ich glaube kaum, dass es alle lebendig in die dritte Staffel schaffen werden.

  • 14. März 2012 auf 19:46

    Bei Walking Dead frage ich mich immer, wie lange man die Welt untergehen lassen kann? Die Serie ist interessant und unterhaltsam, keine Frage, aber vielleicht liegt es auch daran, dass ich bei solchen Themen immer gern ein (Happy) Ende in Sicht habe 😀

    • 15. März 2012 auf 00:05

      Naja, das kann aber noch dauern. 5 oder 6 Staffeln würde ich der Serie ja schon geben. Wenn sie dann noch nicht abgesetzt ist, findet sich vielleicht ja sogar ein Heilmittel.

  • Silencer
    18. März 2012 auf 22:59

    Hallo an alle.

    Ich habe die Folge gerade gesehen.

    So langsam bekommt die Serie wieder die Kurve. Obwohl man meiner Meinung nach die hälfte des Plotts, und vor allem die Gespräche auch rauskürzen kann.
    Endlich bewegt sich mal wieder was.
    Aber.. menschen die nach dem Tod einfach zu Zombies werden? Ohne Biss oder andere tröpfchen Infektion? Verwandlung nach einigen Minuten? Warum ging das nicht so schnell bei den beiden die Rick in der Bar erschossen hat? Es könnte aber sein dass die einen Kopfschuss bekommen haben. Das weiss ich nicht mehr genau.

    Und warum sind auf einmal so viele „Beißer“ in den Wäldern in der Nähe der Farm? Und warum hören sie jetzt auf einmal die Schüsse und vorher nicht?
    Die Shane – Rick Szene fand ich überzogen. Wirkte eher so als wenn den Machern der Serie der Charakter des Shane selber auf die Nerven geht und für ihn eine Spontanlösung finden mussten.
    Karl wurde endlich mal etwas näher beleuchtet und der Schauspieler macht seine Sache echt gut.

    Wenn ich mir die 2te Staffel nochmal anschaue werde ich wohl von der 7. oder 8. Folge bis zu dieser überspringen. 🙂 Aber ist die nächste Folge wirklich schon das Finale?

    • 20. März 2012 auf 00:11

      Naja, die Frage wo die Zombies auf einmal herkommen wird immerhin im Finale beantwortet (meine Rezension geht irgendwann morgen online, ich muss aber meine Gedanken noch ordnen).
      Die Idee, dass alle Toten zu Zombies werden, kommt jedenfalls aus den Comics (und wird von Mira Grant in der „Newsflesh-Trilogie“ aufgegriffen). Die Szene mit Shane und Ricke eigentlich auch, wenn auch leicht variiert. Ich hab aber langsam das Gefühl, dass Kirkman & Co. TWD mit Gewalt umlenken, um wieder näher an den Comics zu sein. Das passt teilweise überhaupt nicht zur bisherigen Entwicklung der Charaktere, ist aber für die Serie trotzdem eine Verbesserung.

      Ich würde übrigens auch nicht nochmal die komplette Staffel gucken. Bei mir wäre es die erste Folge, dann würde ich 2-6 überspringen und bei der letzten Folge vor der Pause wieder einsteigen.

      • Silencer
        25. März 2012 auf 21:12

        Ich selber habe die Comics bis zur zur 60-70 Folge gelesen. Ich weiss nicht mehr genau. Danach verlor ich das Interesse weil die Story sich für mich immer mehr verloren hat. Ich bin gespannt was die aus der Serie machen, zu nah an den Comics darf es auch nicht sein. Ich fand es bisher sehr gut dass man nicht genau wusste ob die Folge die man jetzt sieht sich an den Plot der Comis hält oder nicht.

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