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TV-Kritik: Game of Thrones – The Old Gods and the New (Staffel 2, Folge 6)

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TV-Kritik: Game of Thrones – The Old Gods and the New (Staffel 2, Folge 6)

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Theon Greyjoy kehrt nach Winterfell zurück und Arya hat eine unerwartete Begegnung

PopKulturSchock bespricht die zweite Staffel von Game of Thrones, die in den USA auf HBO läuft und bei uns (voraussichtlich ab Ende Mai) auf Sky Atlantic HD – möglicherweise mit kleinen Spoilern für die aktuelle Episode, definitiv mit riesigen Spoilern für frühere Episoden und dafür komplett frei von Spoilern für kommende Episoden.

Mit “The Old Gods and the New” beginnt nun offiziell die zweite Hälfte der Staffel. Letztes Jahr um diese Zeit hat Daenerys Bruder mithilfe einer “goldenen Krone” gemerkt, dass er weniger feuerfest ist als erhofft. Bran Stark ist zum ersten mal mit seinem neuen Sattel ausgeritten, und als ihn die Wildling-Kriegerin Osha angegriffen hat, haben ihm sein Bruder Robb und Theon Greyjoy das Leben gerettet.

Ein Jahr später sieht die Dynamik zwischen den Charakteren etwas anders aus, aber der narrative Antrieb ist ähnlich stark. Die zweite Staffel steuert wie die erste zu diesem Zeitpunkt zielstrebig – wenn auch mit ein paar Zwischenstopps – auf den Showdown zu. Die einzelnen Episoden legen nach wie vor nicht viel Wert darauf, als Standalone zu funktionieren, zumal dank der vielen Charaktere neue Zuschauer ohnehin rettungslos verloren wären. Dafür bekommen wir diese Woche direkt drei spektakuläre Setpieces:

In einer Szene, die als einfacher Spaziergang anfängt und zu einer Art mittelalterlichem Black Hawk Down ausufert, finden sich  Joffrey und Tyrion plötzlich von einem blutrünstigen Mob umgeben, der vergewaltigen, morden und Menschen in ihre Einzelteile zerlegen möchte.

Jon Snow soll eine Wildling-Frau hinrichten, bringt es aber nicht über sich und beschließt statt dessen, sie als Gefangene mitzunehmen. Aus seiner Sicht mag das keine kluge Entscheidung gewesen sein, aber dank der Chemie zwischen den beiden – vor allem in einer Szene, in der sie sich beim Einschlafen an ihm reibt, zahlt sie sich schnell aus.

Die am besten inszenierte – und gespielte – Szene die Woche gehört allerdings Arya. Bei einem Abendessen bei Tywin Lannister meidet sie gekonnt die Blicke von Überraschungsgast Littlefinger, während sie den Tisch abräumt und Wein einschüttet.

Game of Thrones konzentriert sich auf zunehmend weniger Schauplätze, vor allem indem die Autoren nach und nach die Geschichten zusammenführen. Dabei fallen diese Woche erstaunlich wenige Figuren unter den Tisch: Stannis Baratheon und Melisandre sowie deren Sprössling (der an das  Rauchmonster aus Lost erinnert) nehmen sich diese Woche eine Auszeit und Jaime Lannister, der wahrscheinlich inzwischen aussieht wie der Graf von Monte Christo, wird auch nur kurz erwähnt.

Theon, der den Respekt seines Vaters gewinnen will, ist mit seinem Mini-Trupp in seinem alten Zuhause angekommen und erklärt sich zum Herrn von Winterfell. Logistisch läuft nicht alles wie geplant und die Szene ist eher witzig als dramatisch, bis er dem Druck nachgibt und den alten Cassel hinrichtet. Dabei läuft die Hinrichtung selber – ein extremer Kontrast zu sowohl Ned Starks Henkerschlag in der Pilotfolge als auch dessen eigener Enthauptung – extrem schief und der halbherzige Plan gerät immer mehr außer Kontrolle. In einer schönen Umkehrung von „A Golden Crown“ ist es ausgerechnet Osha, die Bran vor Theon rettet. Vom ersten Moment an drängt sich der Eindruck auf, dass Theons inkompetente „Invasion“ unter keinem guten Stern steht und die Frage ist jetzt eigentlich nur, in einer wie großen Katastrophe sie enden wird.

Die Geschichten von Daenerys und Jon haben nach wie vor keine klare erzählerische (wenn auch thematische) Verbindung zum Rest der Handlung; immerhin passiert aber an beiden Enden diesmal etwas mehr. Wie in der ersten Staffel spitzt sich die Geschichte ansonsten deutlich zu und fokussiert sich auf immer weniger Schauplätze. Trotzdem ist nach wie vor nicht klar, wie der Showdown aussieht und wo genau er sich zutragen wird. Die wichtiste Regel für gutes Erzählen ist dem Publikum zu geben was es will, aber nicht was es erwartet, und kaum jemand befolgt diese Regel besser als Game of Thrones.

 

Anmerkungen:

  • Angesichts der Zombies White Walkers ist „Wenn du mich nicht verbrennt, komme ich zurück und suche dich heim“ – anders als sonst – keine leere Drohung
  • Nummer 1 auf der Liste der Dinge, die man nicht rufen sollte, wenn man von einem Mob umgeben ist: „Kill ‘em all!“
  • Was mir nach der (sehr unschönen) Enthauptung von Cassel gefehlt hat: Eine alte bucklige Frau, die ruft „You‘re doomed. Dooooooooomed!“
  • Fans von The Descent und Centurion, freut euch: Nur noch drei Wochen bis zur Neil Marshall-Folge „Blackwater“ (geschrieben von George R.R. Martin selbst)
  • Nicht nur erinnern die drei Namen, nach denen Aryas neuer bester Freund fragt, an die drei Wünsche von Aladins Wunderlampe – er hat offenbar auch die Superkräfte des Flaschengeists

http://www.youtube.com/watch?v=qFufrDVNGhg&w=480&h=270

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