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TV-Kritik: Game of Thrones – Die Nachtlande / The Night Lands (Staffel 2, Folge 2)

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TV-Kritik: Game of Thrones – Die Nachtlande / The Night Lands (Staffel 2, Folge 2)

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PopKulturSchock bespricht die zweite Staffel von Game of Thrones, die in den USA auf HBO läuft und bei uns (ab Mai) auf Sky Atlantic HD – möglicherweise mit kleinen Spoilern für die aktuelle Episode, definitiv mit riesigen Spoilern für frühere Episoden und dafür komplett frei von Spoilern für kommende Episoden – nicht zuletzt weil bisher keiner von uns George R. R. Martins Romane gelesen hat. Deshalb bitte in den Kommentaren auch nicht über zukünftige Ereignisse sprechen (und ja, vage Andeutungen sind genau so schlimm wie richtige Spoiler!)

Mit „The Night Lands“ hat sich der Schock und das ungläubige Staunen darüber, dass es neue Folgen von Game of Thrones gibt, langsam verflüchtigt. Trotzdem sind Benioff und Weiss, die Showrunner und Autoren der ersten zwei Folgen, nach wie vor im Expositions-Modus. Große Ereignisse kündigen sich an und die sprichwörtlichen Spielsteine (in diesem Fall Schiffe) werden strategisch auf der Landkarte platziert – und dann bei einem Quickie unsanft und symbolträchtig wieder zur Seite gefegt.

Aber auch wenn die zweite Folge nicht mit großen Ereignisse und schockierenden Wendungen aufwartet, mit denen uns Martin, Benioff und Weiss mit Sicherheit in der zweiten Hälfte der Staffel bombardieren, drehen sie das Erzähltempo diesmal etwas zurück. „The Night Lands“ kehrt zum Rhythmus der ersten Staffel zurück und rückt eine Handvoll Charaktere ins Rampenlicht.

Tyrion Lannister stellt in Kings Landing direkt mehrfach unter Beweis, dass er als Hand des Königs einen riesigen Vorteil gegenüber seinem Vorgänger Eddard Stark hat – Tyrion weiß wie die Politik am Hof funktioniert. So erstickt er eine mehr oder weniger subtile Drohung von Varys im Keim und sorgt dafür, dass der korrupte Janos Slynt still und heimlich abtransportiert wird; allerdings nicht ohne vorher ein paar Spitzen auszuteilen.

“I’m not questioning your honor, I‘m denying its existstence” – Autsch.

Starks Ziehson Theon Greyjoy hat dagegen ein unerfreuliches Wiedersehen mit seinem Vater und außerdem einen unangenehmen Moment mit seiner exzessiv angepatschten Begleiterin. Viele der Figuren in George R.R. Martins Romanzyklus haben nicht eindeutig einer Seite die Treue geschworen, aber wenige stehen so sehr (und so nachvollziehbar) zwischen den Stühlen wie Theon.

Auf dem langen Weg in den Norden – mit geplantem Zwischenstop in Winterfell – vertraut Arya Genry, einem der Bastarde von Robert Baratheon, ihr Geheimnis an. Ein von Joffrey gesandter Mini-Trupp lässt sich zwar mit einem Messer im Schritt einschüchtern, aber vermutlich nicht für lange. Außerdem würde ich spekulieren, dass der Mann im Käfig in den nächsten Folgen noch zum Tragen kommt, ob als Bedrohung oder als unerwarteter Verbündeter.

Aber damit ist die Exposition noch nicht vorbei – es wird noch eine neue Figur eingeführt, die offenbar eine größere Rolle spielen wird: Davos, ein ehemaliger Schmuggler im Gefolge von Stannis Baratheon. Erstaunlich was Benioff und Weiss alles in eine Stunde quetschen.

„The Night Lands“ endet mit einer überraschenden, aber nicht übermäßig schockierenden Enthüllung über den Verbündeten jenseits der Wand und setzt einen ordentlichen Cliffhanger drauf. Alles in allem landet die Folge qualitativ im Kontext der Serie eher im unteren Drittel und steht noch weniger auf eigenen Füßen als „The North Remembers“. Aber das liegt bestimmt auch daran, dass ich noch nicht über den Horizont blicken kann: Ich bin mir sicher, dass sie sich am Ende als Puzzleteil perfekt ins Narrativ der Staffel einfügen wird.  Diesen Vertrauensvorschuss hat sich Game of Thrones mit der außergewöhnlichen ersten Staffel mehr als verdient.

 

Anmerkungen:

  • Titel für die Spinoff-Show, in der Arya und Gendry gemeinsam Fälle lösen : Stark & Baratheon: The Next Generation
  • Nächstes Mal wieder Schnee-Zombies White Walkers? Der Titel der Folge (siehe unten) sagt ja

http://www.youtube.com/watch?v=69CXGsl3oPo&w=480&h=270

 

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