Paste your Google Webmaster Tools verification code here

TV-Kritik: Game of Thrones – Was tot ist, kann niemals sterben / What is dead may never die (Staffel 2, Folge 3)

Fernsehen
Item Reviewed

TV-Kritik: Game of Thrones – Was tot ist, kann niemals sterben / What is dead may never die (Staffel 2, Folge 3)

Author


PopKulturSchock bespricht die zweite Staffel von Game of Thrones, die in den USA auf HBO läuft und bei uns (ab Mai) auf Sky Atlantic HD – möglicherweise mit kleinen Spoilern für die aktuelle Episode, definitiv mit riesigen Spoilern für frühere Episoden und dafür komplett frei von Spoilern für kommende Episoden.

Um den gebeutelten Kai zu entlasten, übernehme ich diese Woche mal. Als hätten die ersten beiden Folgen der zweiten Staffel den hilflosen Zuschauer nicht schon genug mit neuen Charakteren geschwemmt, macht What is dead may never die* genau da weiter. Gott sei Dank schickt die Folge aber „nur“ übersichtliche zwei neue Figuren ins Rennen, und mindestens eine davon ist mehr als viel versprechend: Margaery Tyrell, die neue Ehefrau von Robert Baratheon’s jüngstem (und zumindest bislang bei weitem freundlichsten) Bruder Renly, die ihrem Mann auch dann beisteht, wenn es… sagen wir mal unkonventioneller Mittel bedarf. Auch der zweite neue Charakter gehört zu Renlys Hof, ist aber bisher unspektakulär: Die erste Frau seiner Leibgarde, die seinen Liebhaber im Duell mühelos in die Tasche steckt.

Renlys Hof ist aber nur einer von sieben Schauplätzen, zwischen denen die dritte Folge ihre Aufmerksamkeit teilt: Bran, Jon, Renly, Theon, Tyrion, Sansa und Arya stehen diesmal im Fokus (sofern man von einem solchen sprechen kann bei so vielen Figuren). Game of Thrones verhält sich im Moment wie ein brillianter russischer Schachspieler, der Zug um Zug geduldig seine Figuren in die richtige Position schiebt, um dann zum Endschlag auszuholen.

Langsam zeichnet sich also ab, dass die Serie die Dramaturgie einzelner Folgen einem Staffel-übergreifenden Gesamtbogen opfert. Das heißt nicht, dass die einzelnen Folgen langweilig wären, dazu passiert zu viel Interessantes (es ist schließlich Game of Thrones):

1. Theon nimmt als Charakter langsam Form an – eine, in der sich die verschiedensten Grautöne abwechseln, und die für den Fortgang der Handlung noch sehr interessant werden dürfte.

2. Sansa, die ich schon abgeschrieben hatte, bekommt die einzige Figur an die Seite gestellt, die aus ihr einen interessanten Charakter machen könnte. Andererseits wäre diese Dynamik natürlich nicht gerade neu für Game of Thrones.

3. Tyrion stellt sich weiterhin wesentlich geschickter an als sein Vorgänger Ned Stark und wird – was eigentlich nicht möglich sein dürfte – immer sympathischer.

4. Ich weiß, ich habe es schon erwähnt – aber ich halte Margaery Tyrell wirklich für eine der interessantesten Figuren der Show.

What is dead may never die verbindet all diese (und noch ein paar weitere) Handlungsstränge zwar nicht streng dramaturgisch, aber wie in der letzten Folge gibt es eine lose thematische Klammer, die dafür sorgt, dass die Folge ihre Schäfchen beisammen hält: Das Thema Loyalität, das in irgendeiner Form in fast allen Szenen präsent ist.

Aber so sehr ich die letzten drei Folgen auch genossen habe, und auch wenn die zerfaserte Dramaturgie der Folge die politische Situation in Westeros perfekt spielget – jetzt ist es genug mit der Vorbereitung. Nächste Woche möchte ich endlich sehen, worauf die Serie so lange hingearbeitet hat: Game of Thrones in epischer Bestform!

 

Anmerkungen:

  • Wie um Himmels Willen sind die jüngeren Geschwister von Joffrey (wo ist der eigentlich?) so gut geraten?
  •  *Kai: Ich lag mit meiner Vermutung von letzter Woche also total daneben – der Titel bezieht sich nicht auf die White Walkers, sondern auf das Haus Greyjoy

Bewertung
Wir finden:
Ihr findet:
Hier bewerten
Total
Gesamtwertung
User-Bewertung
Du hast dies bewertet
Eure Meinung zum Artikel
0%
0%
0%
0%
Kommentare
Antworten

Antwoten

Total

}