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TV-Kritik: Game of Thrones – Second Sons (Staffel 3, Folge 8)

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TV-Kritik: Game of Thrones – Second Sons (Staffel 3, Folge 8)

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Diesmal: Schnee-Zombies, abgeschlagene Köpfe, Blutegel-Folter und eine Hochzeit am Königshof

GoT 3.08 01Wie schon letztes Jahr besprechen wir die aktuelle Staffel von Game of Thrones, der HBO-Adaption von George R.R. Martins epischem Fantasy-Zyklus Ein Lied von Eis und Feuer. Diesmal allerdings aus einer etwas anderen Perspektive: Inzwischen habe ich die bisher erschienenen fünf Bände gelesen, kann also die Handlung besser einordnen. Ich versuche, nichts aus kommenden Folgen zu verraten, aber es kann natürlich immer sein, dass sich hier und da ein Spoiler einschleicht.

Willkommen in Westeros, wo Hochzeiten Menschen zur Verzweiflung treiben, und ein Sack voll Köpfe das perfekte Mitbringsel für ein romantisches Abendessen sind.

Ziemlich am Anfang der Folge lernen wir die drei Hauptmänner der Second Sons kennen, von denen immerhin einer ein langfristig wichtiger Charakter ist.! Der Kontrast zwischen dem Daarios Charme und Meros überbordender „machismo“ ist alles andere als subtil; Mero grenzt an eine Karikatur, aber immerhin schafft es Darsteller Mark Killeen in nur wenigen Minuten mit seinen „Oh no, you di’nt“-Beleidigungen nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen, bevor sein Kopf in eine Tüte wandert.

Der Titel der Folge „Second Sons“ bezieht sich aber nicht nur auf Daenerys neuen Verbündeten Daarius; vor allem dreht sich die Episode um Famile, in all ihren Facetten.

GoT 3.08 03Davos, wie Daario, hat sich für eine Familie entschieden, und nimmt jetzt, aus seiner Zelle befreit, wieder seine Rolle als das Gewissen von Stannis ein. Als erstes retter er so, zumindest temporär, das Leben von Gendry, dem möglicherweise seine Abstammung zum Verhängnis wird. Während Gendry nämlich in Martins Bücher noch immer für die Brotherhood without Banners Schwerter schmiedet, fällt er – wie schon vor ein paar Wochen Theon Greyjoy – in der TV-Version auf den klassischen Westeros-Bait-and-Switch herein: Was zuerst aussieht wie Sex stellt sich dann enttäuschenderweise doch nur als Folter heraus.

Aber natürlich kann man nicht über die Folge schreiben, ohne die große Hochzeitsfeier zu erwähnen: Joffrey ist jetzt offiziell Sansas Neffe und obwohl er (noch) nicht selbst heiratet, drückt er der Feier seinen ganz eigenen Stempel auf. Nicht nur indem er die Braut bedroht; als kleine  Geste nimmt er auch seinem Onkel Tyrion das Podest weg.

Nach einer knappen Stunde bei unglücklichen und dysfunktionalen Familien endet „Second Sons“ mit einer vergleichsweise glücklichen: Samwell Tarly und Gilly (plus Kind). Beide sind auf der Flucht und in ständiger Lebensgefahr, und doch haben sich ihre Umstände eher verbessert. Nach einem erfolglosen Versuch, einen Namen für Gillys Kind zu finden (der Vorschlag “Craster“ stößt bei Samwell nicht auf Begeisterung), stolpert ein Weißer Wanderer aus dem Wald – und in Samwells Obsidian-Dolch.

„Second Sons“ beschränkt sich auf eine Handvoll Schauplätze, verbringt vor allem viel Zeit in King’s Landing, und ist dadurch ruhiger als die vorhergehenden Episoden. Wer mit der Vorlage vertraut ist, weiß allerdings, dass diese Ruhe nicht lange anhalten wird.

 

Anmerkungen:

  • Tyrions und Sansas Hochzeit war deprimierend für alle Beteiligten, und auch das Fest in der nächsten Folge wird vermutlich niemand mit einer Episode von „Traumhochzeit“ verwechseln
  • Tywin Lannister mag die „Rains of Castamere“ ausgelöscht haben, aber ein kleiner posthumer Triumph bleibt:  Nicht nur wurde ein Lied ist nach ihnen benannt, sondern auch die nächste Folge

Game of Thrones läuft in den USA bei HBO und in Deutschland ab Mitte Mai bei Sky Atlantic HD. Außerdem sind die Folgen nach der US-Ausstrahlung Sky Go abrufbar.

Trailer:
http://www.youtube.com/watch?v=cJG2wQAh47g&w=480&h=270

 

 

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