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TV-Kritik: Doctor Who – Folge 6: The Vampires of Venice (Die Vampire von Venedig)

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TV-Kritik: Doctor Who – Folge 6: The Vampires of Venice (Die Vampire von Venedig)

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PopKulturSchock bespricht die fünfte Staffel von Doctor Who, einer der kreativsten (und in Deutschland am sträflichsten vernachlässigten) Sci-Fi-Serien überhaupt – mehr oder weniger frei von Spoilern für die aktuelle Episode, möglicherweise aber mit Details zu früheren Folgen. You have been warned.

Chemie? Mmmmh… vielleicht

Nachdem Amy den Doctor in der letzten Folge geküsst hat (etwas, was der Doctor in seiner Geschichte nicht so häufig erlebt hat), tut er das einzig Naheliegende: Er besucht ihren Verlobten Rory, den wir noch aus der ersten Folge kennen, bei seinem Junggesellenabschied und erzählt ihm davon. Dann nimmt er Rory (Arthur Darvill) mit und verspricht ihm und der nur mäßig begeisterten Amy voreheliche Flitterwochen: im Venedig des Jahres 1580.

Selbstverständlich warten dort nicht ein paar romantische, sonnige, entspannte Tage auf sie, sondern eine Stadt, die in Angst und Schrecken lebt und von Monstern beherrscht wird, nämlich den Titel-spendenden Vampiren – oder so ähnlich.

Dafür dass die weiß gewandeten Vampir-Mädchen schon im Trailer der fünften Staffel zu meinen absoluten Lieblings-TV-Fetzchen gehört haben, ist die Handlung von Vampires of Venice erschreckend lahm.

Weder ist die Auflösung clever (oder unerwartet) noch ist der Weg dahin in irgendeiner Weise spannend. Autor Toby Whithouse verpasst eine Chance für gutes Drama nach der nächsten: Amy entrinnt nur knapp dem sicheren Tod, macht aber dabei blöde Witze; eine Stadt droht unterzugehen aber ein Gefühl von ernsthafter Gefahr kommt nicht auf! Selbst dass unschuldige Mädchen  tragische (und blutige) Schicksale erleiden, ist einem herzlich egal. Dabei ist das hier Doctor Who, die Serie, die einem einen Charakter innerhalb von zwei Minuten so fest ans Herz ketten kann, dass er von dort nie mehr verschwindet!

Verschenktes DramaAuch die eigentlich sehr tragisch und sogar philosophisch angelegte letzte Szene des weiblichen Bösewichts endet in nichts sagendem Pathos. Dabei hat da jemand über die Doctor Who-Mythologie nachgedacht – und gute Chemie hatten die Vampir-Fisch-Königin und der Doctor sogar eigentlich auch.

Die ist dann auch das einzige, was die Folge guckenswert macht – nicht nur die Chemie zwischen dem Doctor und Rosanna, sondern auch die zwischen Amy und Rory, Amy und dem Doctor, dem Doctor und Rory.

Vampires of Venice ist nebenbei nämlich eine hübsche (wenn auch nicht besonders subtile), witzige Dreiecksgeschichte – und ein wichtiger Schritt in Amys Entwicklung. Außerdem lernen wir Rory endlich richtig kennen. Und das lohnt sich, denn niemand außer Arthur Darvill schafft es, gleichzeitig unglaublich peinlich und albern und trotzdem irgendwie tapfer zu wirken.

Abgesehen von der Beziehung zwischen den Charakteren ist Vampires of Venice aber erstens komplett folgenlos für die Entwicklung des Plots und zweitens – zumindest für mich – komplett  verzichtbar.

Anmerkungen:

  • Mein absoluter Lieblingsmoment: Der sprachlose (!) Doctor direkt vor dem Vorspann.
  • Soso, die Venezianer des 16. Jahrhunderts würden eine plötzlich auftauchende englische Telefphonbox also ganz gelassen ignorieren…
  • Wirklich, DAS ist der große Twist der Folge?? Komm schon, Doctor Who, Du kannst mehr!
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