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TV-Kritik: The Walking Dead – Ausgesetzt / 18 Miles Out (Staffel 2, Folge 10)

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TV-Kritik: The Walking Dead – Ausgesetzt / 18 Miles Out (Staffel 2, Folge 10)

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PopKulturSchock bespricht die zweite Staffel von The Walking Dead – mehr oder weniger (in diesem Fall weniger) frei von Spoilern für die aktuelle Episode, möglicherweise aber mit schamlosen Details zu früheren Folgen. You have been warned. Da ich die letzten Tage krank war, ist die Besprechung diesmal nicht nur unter Einfluss von Antibiotika und Schmerzmitteln entstanden, sondern auch etwas später als sonst.

Erst vor ein paar Wochen hat Walking Dead-Erfindet Robert Kirkman die Fans beruhigt: Angeblich hat man die Kritik der Fans gehört und nimmt sie sehr ernst. Tatsächlich drängt sich beim Gucken von „18 Miles Out“ (dt. „Ausgesetzt“) geradezu der Eindruck auf, als hätten Kirkman & Co. eine Liste mit ihren Vergehen zur Hand gehabt und sorgfältig das Fett entfernt, das die Show so oft nach unten zieht. Nur der für die Folge relevante Teil der Besetzung hat einen Auftritt (bye bye, T-Dog!), die Dialoge treiben immer die Handlung voran und es kommt sogar zur lange aufgeschobenen Konfrontation zwischen Rick, dem de-facto Anführer der Gruppe und seinem Ex-Partner Shane.

Eine perfekte Folge also?

Nicht ganz. Aber immerhin schon mal eine, in der ungewöhnlich viel funktioniert. Autoren Scott M. Gimple (der zuletzt die Midseason Cliffhanger Episode „Tot Oder Lebendig“ geschrieben hat)  & Glen Mazzara verweben sehr geschickt zwei Handlungsstränge über Leben, Sterben und Entscheidungsfreiheit. Der junge Heckenschütze, der in „Nebrasca“ auf Rick geschossen hat, würde gerne weiterleben. In seiner Lage allerdings – gefesselt im Kofferraum, auf dem Weg in die Wildnis – hat er diese Entscheidung nicht selbst in der Hand. Auch Maggies Schwester Beth, inzwischen wieder zu Kräften gekommen, darf nicht über ihr Leben bestimmen, als Lori und Maggie sie vom Selbstmord abhalten.

Mit dem Fokus auf sieben Personen (plus Zombies) ist die Folge fast ein Kammerspiel, und jeder der Charaktere spielt darin tatsächlich eine wichtige Rolle (inklusive der Zombies). Viel Interaktion läuft über Subtext und Blicke ab, anstatt wie üblich in unsubtilen Dialogen ertränkt zu werden.

Was gibt es also zu meckern?

Auch wenn „18 Miles Out“ clever geschriebene und spannend inszenierte 40 Minuten sind, könnte man sie überspringen ohne etwas wirklich Wichtiges zu verpassen. Die Charaktere sind am Ende der Folge noch immer genau wo sie am Anfang waren, und selbst die Konfrontation zwischen Rick und Shane hat offenbar kaum Auswirklungen (gar keine, wenn man der Vorschau auf nächste Woche glauben will).

Die Folge macht also eins der größten Probleme der Walking Dead-Autoren sehr deutlich: Die Unfähigkeit, eine Geschichte zu erzählen. Während das in der kurzen Form – sprich innerhalb einer Folge – oft gut klappt, ist die übergreifende Handlung nach wie vor ungeschickt strukturiert und wird, anstatt sich organisch zu entwickeln, entweder in riesigen Schritten vorangepeitscht, komplett ignoriert oder wie ein lästige Pflicht behandelt, die zu Dialogen und Szenen führt, die nicht in die Folge passen.

Mit dem Marathon hakt es also immer noch. „18 Miles Out“ zeigt aber dafür, dass die Autoren von The Walking Dead-Autoren den Sprint inzwischen gemeistert haben.

 

Anmerkungen:

  • Ich mochte wie der Anfang schon viel zeigt, aber die Zeit rafft und die Reihenfolge der Ereignisse manipuliert, so dass nur wenig über die Handlung verraten wird.
  • Vielleicht war er in der Folge zu ausgedeht, aber der Trick mit dem Messer durch den Zaun war eine schöne Hommage an den Comic.
  • Wenn sich vor kurzen ein Zaunpfosten durch mein Bein gebohrt hätte, könnte ich dann wohl auch so gut laufen?

 

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  • funky
    2. März 2012 auf 14:17

    yep, also ich finds gut, das die Charkterauswahl etwas gestrafft wurde.
    wie gesagt…neben dem mid-season finale bisher die, in meinen Augen, beste Folge der Serie(oder zumindest von Staffel 2)
    Das Walking Dead kein Breaking Bad mehr wird aktzeptiere ich nun einfach ohne mich zu ärgern 🙂

    • 2. März 2012 auf 15:43

      Eine Verbesserung war das auf jeden Fall schon mal. Aber ich höre trotzdem nicht auf zu hoffen, dass die Serie irgendwann so gut wird wie sie sein SOLLTE.

  • chris-dmf
    3. März 2012 auf 01:06

    Ich hab mich heute wieder verstärkt gefragt warum man die Charaktere zu oft so dumm sein lassen muss, um sie in Action verwickeln zu können. Das hat mich damals nicht nur auf dem Highway schon genervt und jetzt prügeln sich die zwei Jungs auf einem Gelände in dem eh schon zwei Beisser rumliefen.
    Ebenso beschäftigt mich die Frage ob manche Beisser Stubenhocker sind und erst losrocken wenn man das Fenster ihres Raumes zerschmeisst.

    • 3. März 2012 auf 20:18

      Hmm, ja… die Art von Fragen habe ich eigentlich aufgehört, bei The Walking Dead zu stellen. Vielleicht ja besonders gut schallisolierte Fenster? 🙂

  • Silencer
    12. März 2012 auf 13:16

    Ich stimme Kai da zu. Und auch Chris-dmf

    Die Szene auf dem Polizei/Feuerwehr (?) Gelände ist einfach nur lächerlich inszeniert.
    Das kommt schon einem schlechten B Movie gleich.
    Ich möchte das hier aber nicht ausschlachten. Es ist wie ein schlechten Horrofilm zu gucken wo man dem blonden Highscool Mädchen sagen möchte „Nein ruf bitte nicht -Wer ist da?-“ Oder „Warum gehst du in den Dunklen Keller, wenn du weisst dass da unten was ist?“.

    Die ganze Tragik um die moralische Entscheidung ob der Junge aus der anderen Gruppe ausgesetzt oder getötet wird fand ich zuerst sehr ansprechend. Dann wurde es mir doch zu blöd. Und am Ende lassen sie ihn sogar ihr Auto fahren und sie nehmen ihn wieder zurück auf die Farm. Was wollte uns die Folge dann sagen? Haben wir Storyentwicklung gehabt?
    Einfach nur Fragwürdig und nicht nachvollziehbar.

    Die Charakterstraffung finde ich auch gut. Aber wir erfahren nichts neues. Nur Herumgereite auf bekannten Charakterlichen Gegebenheiten die einen langsam nur nerven.
    Der Konflikt zischen Shane und Rick wurde gut in Szene gesetzt aber durch die Zombiebedrohung im Hintergrund konnte man sich nicht darauf konzentrieren und so avancierte der Konflikt zu einem lächerlichen Kampf zweier erwachsener Jungen die sich nicht mehr lieb haben und dann von lächerlichen Zombies unterbrochen werden.

    Warum hält die Serie sich nicht enger an die Comics?

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