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PopKulturSchocks großer Gratis Comic Tag 2012 Ratgeber – Teil Eins

Comic


Zombies, Kriegsreporter, Superhelden und Schlümpfe

Am kommenden Samstag, den 12. Mai findet der dritte Gratis Comic Tag statt. Vermutlich wird nicht jeder Händler jeden Band haben, daher lohnt es sich, mehrere Läden abzugrasen. Da man aber wohl auch dann nur eine begrenzte Anzahl von Heften mitnehmen kann, machen wir die Auswahl etwas leichter. Wir haben uns die 30 Gratis-Comics im Vorfeld angesehen und überlegt, für welche es sich lohnt früh aufstehen und die Ellbogen auszufahren… und für welche eher nicht.

Ich mache mit meinen 15 Ausgaben den Anfang, Desirées sind hier:

Was sind die Highlights?

Zombies – Teil 0:

Das Spin-off bzw. Prequel zur französischen Walking Dead-Konkurrenz (auch bekannt als die andere Zombie-Serie) ist mit seinen 48 dicht bedruckten Seiten eins der dicksten Hefte und enthält den kompletten (!!!) dritten Teil der Erfolgsserie. Auch wenn Zombies das Genre nicht revolutioniert, sind sowohl Texte als auch Zeichnungen top, und der in sich abgeschlossene Band muss sich hinter Kirkmans Serie (die in einer kleinen Film-im-Comic-Parodie vorkommt) keim bisschen verstecken. Der absolute Pflicht-Band dieses Jahr!

The Walking Dead:

Ebenso lohnt sich die Walking Dead-Ausgabe. Nicht nur wegen der ersten Ausgabe von Robert Kirkmans Mammut-Serie, sondern auch weil sie als Bonus eine Steam Noir-Kurzgeschichte enthält. Wer nach Das Kupferherz neugierig ist, wie Zeichner und Steam Noir-Erfinder Felix Mertikat seine teutonische Steampunk-Saga mit neuer Autorin fortsetzt, bekommt hier einen kleinen Vorgeschmack. Die in sich abgeschlossene Geschichte spielt 75 Jahre vor dem ersten Band und macht große Lust auf mehr Steam Noir.

 

 

Wave and Smile:

Eins der interessantesten Hefte ist Wave and Smile von Storyboard-Künstler Arne Jysch. Die Leseprobe der politischen und offenbar gut recherchierten Graphic Novel über den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan ist zwar mit 20 Seiten etwas kurz geraten, aber die dynamischen Panels im Aquarell-Look und ein ausführliches Interview mit dem Autor vermitteln einen guten Eindruck und machen neugierig auf den Rest der Geschichte.

Und was ist sonst noch gut?

Thorgal:

Das Heft ist eine kompakte Einführung in die Mythologie des Comic-Klassikers aus den späten 70ern. Mit dem 14.Band, einer Art Origin-Story bekommt man ein gutes Gefühl für die Charaktere und Welt von Thorgal, einer Mischung aus Wikinger-Epos, Fantasy und Science Fiction.

 

 

Bongo Comics für Umme (Die Simpsons):

Die Simsons-Geschichten sind zwar nicht weltbewegend, aber dafür sind sie clever getextet, solide gezeichnet (incl. Einer quasi-Manga Episode!) und machen von Anfang bis Ende Spaß – was man von der Fernsehserie in den letzten zehn  Jahren nicht immer behaupten kann.

Justice League:

Der DC-Gegenpart zu den Avengers (auch bekannt als Rächer), die sich unter anderem aus Batman, Superman, Flash und Green Lantern zusammensetzen. Eigentlich wäre der Band Pflicht, aber mit seinen gerade mal zehn (zugegeben sehr schönen) Seiten mit oft nur einem Panel pro Seite ist er nicht mehr als ein absurd kurzer Teaser. Als Bonus gibt es immerhin am Ende noch ein paar Seiten Batman.

 

 

Spider-Man:

Das ist sicher nicht leicht für Marvel, jetzt wo die Rächer dank Joss Whedons Blockbuster als die Avengers bekannt sind: Am Anfang und Ende des Bandes werden sie schon als Avengers beworben, in der Geschichte selbst ruft Spider-Man aber „wir sind RÄCHER!“ (im Kino ist er das übrigens nicht, denn die Avengers gehören Disney, und Spidey gehört Sony). Das Heft hat aufdringlich viel Werbung und die Geschichte beginnt mit der zigsten Version der Peter Parker Origin-Story (im Ernst, Marvel?!), aber ansonsten ist sie ein netter Vorgeschmack auf den demnächst erscheinenden „Spider-Island“-Band.

Sweet Thooth:

Auch wenn die originelle Endzeit-Geschichte gut anfängt, ist der GCT-Band zu kurz, um mehr als einen flüchtigen Eindruck zu vermitteln. Die ersten Seiten sind aber immerhin ansprechend getextet und Jeff Lemires Panels haben einen prägnanten Stil, der an Hellboy-Erfinder Mike Mignola erinnert.  Die Idee –  ein Kind mit Hirschgeweih, dass im Wald jenseits der postapokylpstischen Gesellschaft aufwächst – hat außerdem viel Potential und ein Gewinner ist auch die Beschreibung des US-Verlags als „Kreuzung zwischen Bambi und Cormac McCarthys The Road“.

Auch nicht schlecht:

Horrorschocker:

Das clevere Cover – zwei schleimige Aliens, die in den rauchenden Trümmern eines Comicladens das vorliegende Heft lesen – verspricht leider mehr, als der Band halten kann. Die vier Geschichten, zwei davon gezeichnet und alle (!) getextet von Levin Kurio, haben alle einen sympathischen Tales From The Crypt Retro-Vibe, aber leider ohne den dazugehörigen makabren Einschlag.

Nocturnal Nemesis / Grimoire:

Das Wendecover-Doppelheft ist eine etwas lieblos zusammengestellte Mischung aus ansprechender, moralisch ambivalenter Vampirjäger-Geschichte,  nichtssagendem Mini-Manga und mäßig witzigem Meta-Cartoon.

 

 

Holzhof Comix:

Das Interessanteste an dieser Ausgabe, die extrem kurzen Teaser  für drei  (vier, wenn man die Schweinevogel-Rückseite mitzählt) Indie-Serien enthält,  ist der Neudruck von ein paar Seiten aus Rolf und Robert einer alten Serie aus der DDR. Für Fans kurioser Artefakte aus der Comic-Geschichte sicher ein Muss.

Und der Rest?

Star Wars – The Clone Wars:

Eine schwache und zwei ganz passable Episoden für jugendliche Fans der Prequel-Trilogie.

 

Die Welt der Schlümpfe:

Routiniert, aber die Geschichten sind lieblos hingeschlumpft.

Blue Evolution:

Trotz ein paar guter Ansätze enttäuschend. Sowohl Geschichte als auch Artwork sind hoffnungslos überfrachtet und nicht immer geschmackssicher.

 

Piratengold:

Es ist nicht alles Gold was glänzt. Der gut gemeinte, aber mäßig getextete und lieblos bebilderte Band beweist das einmal mehr. Immerhin ist er vergleichsweise dick.

 

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Antworten
  • 9. Mai 2012 auf 21:48

    Lieblos hingeschlumpft XD
    Ihr seid sowas von verschlumpft, verschlumpft nochmal!

    Das mit der Justice League ist ja schade, dabei hätte ich mich schon so auf die Vorschau gefreut 🙁
    Ich hätte gerne mehr von den neuen 52 gesehen 🙁

    • 10. Mai 2012 auf 09:39

      Naja, die Justice League-Ausgabe ist eine der am besten aussehendsten. Mir war sie nur einfach zu kurz, vor allem wenn man bedenkt, dass ein paar der Hefte komplette 50-seitige Bände sind. Aber wenn es sie gibt, würde ich sie an deiner Stelle auf jeden Fall mitnehmen.

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