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Neue Bücher (November / Dezember)

Buch

Wir haben geblättert, recherchiert und gelesen – und eine sehr subjektive Auswahl interessanter Neuerscheinungen von November und Dezember zusammengestellt

John Scalzi - Redshirts; Rechte: HeyneJohn Scalzi – Redshirts
Fähnrich Andrew Dahl ist neu auf dem Raumschiff ‚Intrepid‘ und trägt seine rote Uniform mit Stolz. Dann aber geht ihm auf, dass auf den Außenmissionen immer mindestens ein ‚Redshirt‘ tragisch ums Leben kommt… Scalzis relativ kurze Star Trek-Parodie ist durchmischt besprochen worden. Bei dem Thema, dem Autor und spätestens seit der begeisterten Emfephlung von Patrick Rothfuss, ist das Buch für uns aber Pflichtlektüre.

Martinez - Gott im Unglueck; Rechte: PiperA. Lee Martinez – Gott im Unglück (Divine Misfortune)
Bei Teri und Phil läuft es nicht so rund wie es könnte, ergo machen sie sich auf die Suche nach einem Gott, der alles wieder ins Lot bringt. Nach ausgiebiger Internet-Recherche entscheiden sie sich für Luka, den Waschbärgott des Wohlstands, der direkt bei ihnen einzieht. Sicher nicht so hintergründig wie Neil Gaimans American Gods oder Terry Pratchetts Small Gods (Einfach Göttlich), aber schnell erzählte, witzige Lektüre für A- und Multitheisten.

Roth - Bestimmung, Toedliche Wahrheit; Rechte: cbtVeronica Roth – Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit (Insurgent)
Die beste dystopische Young Adult-Serie, die ich seit den Hunger Games gelesen habe. Der zweite Band ist weniger straff erzählt als der erste, macht aber den Fokus größer und zeigt viel mehr von der seltsamen Welt, in der die Geschichte spielt: wie sie funktioniert und warum. Weniger Action, mehr Sozialtheorie – und hoffentlich die Ruhe vor einem epischen Finale.

Russell - Swamplandia; Rechte: HeyneKaren Russell – Swamplandia
Keine Erstausgabe, aber das Hardcover, das letztes Jahr erschienen ist, hat offenbar kein Mensch gelesen. Warum nur? Der Debütroman Swamplandia war nicht nur Pulitzer-nominiert, es erzählt auch eine athmosphärische, magisch-realistische, leicht irre Geschichte um die Erbin einer Alligatoren-Wrestling-Dynastie und ihre Coming-of-Age-Geschichte. Wirklich.

Svenja Pages liest die ersten drei Seiten von Swamplandia:
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Taylor - Days of Blood and StarlightLaini Taylor – Days of Blood and Starlight (englische Ausgabe)
Laini Taylor hat es mit dem ersten Band ihrer Trilogie, Daughter of Smoke and Bone, doch tatsächlich geschafft, dem mittlerweile völlig blutentleerten Genre der Jugend-Supernatural- Romantik (Verzeihung für den Sprachsalat) neues Leben einzuhauchen. Tolle Charaktere, die nicht nur als Alibi für eine generische Liebesgeschichte herhalten, eine einfallsreiche, komplexe Welt, und eine spannend und gut erzählte Geschichte. Band 2 ist gerade auf Englisch erschienen und selbst von den Feuilletons gut besprochen worden.

Erikson - Gaerten des Mondes; Rechte: blanvaletSteven Erikson – Gärten des Mondes (Gardens of the Moon)
Eriksons epische Serie „Malazan Book of the Fallen“ (auf Deutsch schlicht aber doof: „Das Spiel der Götter“) gilt bei vielen Fantasy-Kennernals würdigste Ersatz-Befriedigung für verzweifelte Game of Thrones-Fans, die alle Bände schon siebenmal gelesen haben. Die deutsche Ausgabe war ein paar Jahren lang nicht erhältlich, dafür sieht die Neuauflage snazzy aus.

Butcher - Cold DaysJim Butcher – Cold Days (englische Ausgabe)
Der neueste (14.) Band der „Dresden Files“ ist (zumindest im Original) erschienen. Noch hat keiner von uns die Serie gelesen, obwohl sich Genre-Fans seit Jahren vor Begeisterung überschlagen: Die Serie um Harry Dresden gilt als perfekte Kreuzung von Urban Fantasy und Dashiell Hammett, und ihr Protagonist als eine der interessantesten Figuren des Genres.

errorNeal Stephenson – Error (Reamde)
Stephenson, einer der Großmeister des Cyberpunk, hat drei Jahre nach Anathem wieder ein riesiges, mäanderndes Biest von einem Roman abgeschlossen. Diesmal ist es ein Technothriller, der sich mit MMORPGs, der russischen Mafia und fundamentalistischen Islamisten auseinandersetzt.

edge of neverJ.A. Redmerski – The Edge of Never (englische Ausgabe)
Könnte dies die bessere Version von 50 Shades of Grey sein? Sprachlich nicht so furchtbar, aber genauso romantisch und sexy? Auf der größten amerikanischen Social-Buch-Webseite gibt es jedenfalls kaum ein Buch, das eine höhere Wertung hätte: fast 4,7 bei knapp 5000 Bewertungen.

Lukianenko - Wächter des Morgens; Rechte: HeyneSergej Lukianenko – Wächter des Morgens
Nach fünf Jahren, hat kaum jemand mit einem fünften Band der „Wächter“-Serie gerechnet – aber hier ist er. Die Reihe ist sehr urban, melancholisch und moralisch grau schattiert; mit schwierigen, von Zweifeln zerrissenen Charakteren und einem eigenwilligen, epischen ‚magischen‘ System.

Audrey Niffenegger – Die Traumbibliothek
Die Autorin der Frau des Zeitreisenden hat ihre erste Graphic Novel geschrieben – so kündigt es zumindest der Verlag an. Das ist ein bisschen gepfuscht, schließlich ist Niffenegger auch Künstlerin und hat schon vor ihrem ersten Roman Bilderbücher für Erwachsene gestaltet. Aber Die Traumbibliothek ist eben in Comic-Form. Na gut. Die Tatsache, dass es um Bücher, um eine magische Bibliothek geht, versöhnt mich aber.

Walter - Joint Venture; Rechte: HeyneJess Walter – Joint Venture (The Financial Lives of the Poets)
Eine Variante von Breaking Bad in Buchform: Dank Finanzkrise steht Matt kurz davor, alles zu verlieren – also beschließt er, Drogendealer zu werden. Sicherlich nicht ganz so drastisch und konsequent wie der große TV-Bruder (fairerweise muss man dazu sagen, dass die Originalversion bereits seit 2009 auf dem Markt ist), dafür gilt Jess Walter als junges literarisches Talent mit gutem Gefühl für schwarzen Humor und komplexe Charaktere.

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