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Maidens Erben: Fünf junge Metal-Meilensteine

Musik

Rechte: Roadrunner RecordsEnde der 90er wurde der Metal für tot erklärt. Man hörte plötzlich Crossover-Rock und Nu-Metal; der klassische Metal mutierte größtenteils zur nostalgischen Subkultur. Eine Subkultur ist es noch immer; allerdings sieht man in den letzten Jahren wieder zunehmend Teenager auf Metal-Konzerten und selbst die Fans von alten Eisen wie Iron Maiden scheinen sich um eine Generation verjüngt zu haben.

Auch kreativ blüht das Genre. Zwischen Old-School und Avant-Garde sind in den letzten Jahren ein paar der besten Metal-Alben aller Zeiten entstanden, die problemlos mit Meilensteinen wie „The Number of the Beast“ oder Slayers „Reign in Blood“ mithalten können:

Machine Head hatten ihren Durchbruch in den späten 90ern, als die große Zeit des Metal gerade zuende ging. Mit dem ersten Album „Burn my Eyes“ und dem Quasi-Hit Davidian waren sie mit einem Schlag Superstars der Metal-Szene.  Auf späteren Alben haben sie zwar ihren Sound immer mehr der Zeit angepasst; zeitweise klingen die Alben fast nach Nu-Metallern wie Linkin Park, aber der ganz große Erfolg des Erstlings ließ sich nicht wiederholen. Umso erstaunlicher, dass sie 2006 auf einmal mit „The Blackening“ ein straightes klassisches Metal Album veröffentlichen. Es wird nicht mehr gerappt, sondern die Songs sind inspirierter Old-School Metal und die krachigen Riffs stellen sogar den Erstling in den Schatten. Mit „The Blackening“ haben Machine Head ihr persönliches „Master of Puppets“ aufgenommen.

Im Vergleich zum Instant-Erfolg von Machine Head hatten es die Schweden Opeth am Anfang schwer. Die Mischung aus doomigem Death-Metal mit gelegentlich „cleanen“ Gesang war nicht jedermanns Sache. Dafür war jedes der darauf folgenden Alben erfolgreicher als das letzte. Inzwischen sind Opeth – die als erste Death Metal Band ein Konzert in der Londoner Royal Albert Hall spielen durften – schon lange kein Geheimtip mehr. Die Mischung aus brachialen Growls, proggigen Arrangements und ruhigen, fast Singer-Songwriter-artigen Passagen haben sie immer mehr verfeinert und 2005 mit ihrem Quasi-Konzeptalbum „Ghost Reveries“ auf die Spitze getrieben.

Zwischen ähnlichen Extremen wie Opeth bewegt sich auch die US-Band Between the Buried and Me, die Metalcore und Death mit Jazz und Pop-Harmonien fusionieren. Bisheriger Höhepunkt ist das ambitionierte Album „Colors“; hier stecken in jedem der meist über 10 Minuten langen Songs mehr Ideen als bei anderen Bands in einem ganzen Album. Das gelegentliche Gekreische bzw. die Growls von Frontmann Tommy Rogers sind vielleicht nicht jedermanns Sache, aber die technische und musikalische Versiertheit von BtBaM ist – gerade auf „Colors“ – beeindruckend.

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Mastodon zeichnen sich vor allem durch virtuose Drum-Parts, gegröhlten (und weniger virtuosen) Gesang und brachiale, oft doomige Gitarrenriffs aus. Überraschend daher, dass ihr bislang letztes Album „Crack the Skye“ plötzlich nach epischen Prog-Bands wie Yes oder Rush klingt. Dabei fällt der wuchtige Mastodon-Sound, den sie schon auf „Blood Mountain“ perfektioniert haben, erfreulicherweise nicht den komplexeren Songstrukturen zum Opfer.  Das Ergebnis ist ein extrem spannendes und modern klingendes Prog-Metal Album.

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Nur wenige Metal-Bands veröffentlichen so konstant überzeugende Alben wie Nevermore, entstanden aus der Genre-Legende Sanctuary. Trotzdem ragt „This Godless Endeavour“ von 2005 aus dem Kanon der Band noch heraus. Sänger Warrel Dane klingt besser denn je, Gitarrist Jeff Loomis „shreddet“ als ginge es um sein Leben und keiner der elf Songs lädt zum Überspringen ein. Metal war in den gut 20 Jahren Bandgeschichte nicht immer angesagt, aber Nevermore haben sich unbeirrt von Trends mit fast jedem Album gesteigert und mit „Endeavour“ ihr Meisterwerk abgeliefert.

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Antworten
  • 26. Mai 2011 auf 22:12

    Musik stirbt niemals 😀

  • BigBrother
    10. Juli 2011 auf 23:31

    Also dieses Opeth Video ist nicht geeignet mich zu denen zu bringen. Gute Musik (erinnet mich etwas an Master of Puppets) aber warum dieser „Gesang“ in der ersten Hälfe? Die zweite Hälfte zeigt ja wie es auch geht.

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