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Lebenslänglich Barbara Salesch

Film

Mit je nach Anlass verständnisvollem oder strengem Blick blickt Barbara Salesch seit Ende der 90er auf die meistens unsäglich schlechten Laien-Schauspieler, die in mittlerweile über 2000 Folgen ihre Unschuld beteuern.

Barbara Salesch hat zunächst noch echte Fälle verhandelt. Weil Schiedsgerichtsfälle (in denen Mitschneiden und Filmen erlaubt ist) naturgemäß nicht annähernd mit so pikanten Details aufwarten können wie das Strafgericht (wo Kameras es nicht sind), sind die Produzenten mit ihrer Richterin aber ziemlich schnell in Richtung Fiktion abgewandert. Damit haben sie die moderne, fiktive Gerichtsshow erfunden (Judge Judy verhandelt echte Fälle), die jahrelang das nachmittägliche Privatfernsehen fest im Griff hatte.

Deshalb mag der Show ein Platz in der deuschen Fernsehgeschichte sicher sein, und natürlich geht irgendwie eine Ära zuende, wenn Barbara Salesch Ende 2011 nach zwölf Jahren aufhört. Trotzdem: Gegen die Gerichtsshow wirken selbst Lindenstraße und Frauentausch hochglanzpoliert. Barbara Salesch bleibt das ultimative Wegwerffernsehen.

Für do-it-yourself-Typen, die Richterin Barbara Salesch dem eigenen Hausmüll zuführen möchten, gibt es eine ebenso einfache wie praktische Lösung: Die ersten 80 Folgen kann man jetzt auf DVD kaufen.

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