Paste your Google Webmaster Tools verification code here

Filmkritik: The Impossible

Film
Überblick
Item Reviewed

The Impossible

Author
29. Januar 2013
Originaltitel

Lo imposible

Genre

Katastrophenfilm, Drama

Regisseur

Juan Antonio Bayona

Besetzung

Naomi Watts, Ewan McGregor, Tom Holland, Samuel Joslin, Geraldine Chaplin

Drehbuch

Sergio G. Sánchez

Spielt in

Thailand

Kommt aus

Spanien

Jahr

2012

Länge

114 Minuten

Bewegendes, leidenschaftliches Tsunami-Drama mit Schönheitsfehlern

Impossible PosterDer neue Film des spanischen Regisseurs Juan Antonio Bayona (Das Waisenhaus) erzählt die Geschichte einer Familie, die im Thailand-Urlaub in den Tsunami von 2004 gerät. Im allgemeinen Chaos versuchen die zerstreuten Familienmitglieder sich gegenseitig zu finden.

Die Handlung von The Impossible klingt wie ein „Fernsehfilm der Woche“, und auch die leidenschaftliche Regie mit viel Gefühl für Optik sowie fantastische Schauspieler können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die (wahre) Geschichte in dramaturgischer Hinsicht ein wenig dürftig ist. Das Sprichwort besagt zwar „Das Leben schreibt die besten Geschichten“, aber das Leben hat  leider oft kein gutes Gefühl für Dreiakt-Struktur, Suspense und Charakterentwicklung.

Trotz dieser Schwäche ist The Impossible ein bewegender und beeindruckender Film; Regisseur Bayona setzt die ersten Momente des Tsunami virtuos in Szene, und zeigt wie in Sekundenbruchteilen ein Ferienressort in einer tödlichen Schlammwelle voller gefährlicher Trümmerteile versinkt. Die verletzte Maria (Naomi Watts) und ihr Sohn Lucas (herausragend: Tom Holland) versuchen zu überleben und ein Krankenhaus zu erreichen. In der Mitte wandelt sich der Film zu einem dramatischen Roadmovie, in dem Marias Mann Henry (Ewan McGregor) verzweifelt die Krankenhäuser der postapokalyptisch anmutenden Region nach seiner Familie durchkämmt.

TI 01Was The Impossible von vielen Katastrophenfilmen unterscheidet ist die Einfühlsamkeit, mit der Bayona seine Geschichte erzählt. Er verzichtet auf Sensationalismus, drückt nur selten auf die Tränendrüse, und seine Figuren sind mehrdimensional und authentisch. Ausnahme ist eine alte Frau, gespielt von Geraldine Chaplin, die einen aufgesetzt wirkenden Monolog hält.

Unschön ist allerdings die einseitig eurozentrische Perspektive von The Impossible. Er erzählt die Katastrophe durch die Augen der britischen Familie (die in wirklichkeit spanisch war), während er das Leiden der thailändischen Bevölkerung marginalisiert.  Damit spiegelt er, genau wie etwa Der mit dem Wolf Tanzt, Mississippi Burning oder Cry Freedom die Ansicht wieder, dass das Mainstream-Publikum sich nicht für die Leidensgeschichte „ethnischer“ Charaktere interessiert. Kommerziell betrachtet mag da sogar etwas dran sein; trotzdem ist es ein wenig respektlos, einen Film über eine der größte Naturkatastrophen Südostasiens zu drehen, in dessen Mittelpunkt europäische Touristen stehen.

US-Trailer (mit Damiens Rices grandiosem Cover von U2s „One“):

Bewertung
Wir finden:
Ihr findet:
Hier bewerten
Total
Unterm Strich

Pop/Kultur/Schock: KULTUR

Gesamtwertung
User-Bewertung
Du hast dies bewertet
Eure Meinung zum Artikel
0%
0%
0%
0%
Kommentare
Antworten

Antwoten

Total

}