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Kritik: The Flash (Serie)

Fernsehen
Überblick
Item Reviewed

The Flash

Author
19. Oktober 2014
Genre

Comic-Verfilmung, Action, Drama, Comedy

Autor

Greg Berlanti, Andrew Kreisberg

Regisseur

David Nutter

Besetzung

Grant Gustin, Candice Patton, Danielle Panabaker, Rick Cosnett, Carlos Valdes, Tom Cavanagh, Jesse L. Martin, Amanda Pays, Patrick Sabongui

Spielt in

Star City

Kommt aus

USA

Jahr

2014

Serie

The Flash

City of Heroes/ Fastest Man Alive (Folge 1 und 2)

Seitdem letztes Jahr die DC-Superhelden-Show Arrow (nach dem Comic Green Arrow) in einem Zweiteiler Barry Allen eingeführt hat, war klar dass dessen Spinoff nicht lange auf sich warten lassen wurde. Tatsächlich hat der Sender CW schon wenige Monate später die neue Serie im Programm, und The Flash hat in den ersten zwei Wochen mit so guten Quoten überzeugt, dass die nächsten Spinoffs schon in Planung sind.

The Flash; Rechte: CWBarry Allen, der am Ende seines Arrow-Zweiteilers von einem Blitz getroffen wurde (nicht von einem echten Blitz, sondern dem Ergebnis eines Experiments), erwacht in der ersten Folge – nach einem gelungenen Voiceover-Prolog und einem obligatorischen Kindheits-Flashback – aus dem Koma. Nicht nur ist er in kürzester Zeit wieder auf den Beinen, er kann plötzlich schneller laufen als jeder andere Mensch. Nur ist er nicht der einzige Mensch in Star City, der über Superkräfte verfügt – in den ersten Folgen bekommt er es zu tun mit einem Bankräuber, der das Wetter kontrolliert und einem rachsüchtigen Wissenschaftler, der sich nach Bedarf selbst klonen kann.

Auf den ersten Blick übernimmt Flash viel von seiner „Mutter“-Show Arrow, zum Beispiel ein tragisch verstorbenes Elternteil, dessen Tod mit der Mythologie der Show verwoben ist, eine komplizierte Liebesgeschichte (in diesem Fall mit der Ziehschwester, gespielt von Candice Patton) und ein zweiköpfiges High-Tech Team, das den Helden ständig per Funk begleitet, um bei Bedarf Datenbanken zu durchwühlen oder Sicherheitskameras anzuzapfen. In Arrow entwickeln sich all diese Elemente aus der Dramaturgie der Show; bei Flash dagegen werden sie schon in der Pilotfolge als Tatsachen aufgetischt. Das Ergebnis ist ein knirschendes dramaturgisches Getriebe, bei dem die Dynamik zwischen den Figuren selten glaubhaft ist. Selbst Barrys Mentor, der mysteriöse Harrison Wells, die potentiell interessanteste Figur der Serie, hat zwar genug Leichen im Keller, um einen Anbau zu rechtfertigen, ist aber (von einem kurzen Epilog am Ende der Folgen abgesehen) vor allem Expositionsmaschine und Stichwortgeber.

Auch das zentrale Rätsel – wer hat Barry Allens Mutter ermordet und wird er die Unschuld seines Vaters beweisen können? – ist größtenteils uninteressant; vielleicht weil sich The Flash nicht genug Zeit nimmt, den Vater als runden Charakter zu etablieren. Barry Allen hat zwar eine Stalker-Wand voller Zeitungsartikel in seinem Labor, aber ein schwaches Drehbuch lässt sich nicht durch Kulissen ersetzen. Immerhin gibt es in der Serie eine Beziehung, die funktioniert: Die Szenen zwischen Allen und seinem Ziehvater, Polizei-Detective Joe West, sind dramatisch, witzig und vor allem glaubhaft – und das einzige Indiz, dass im Autorenteam das Potential für eine richtig gute Show steckt. Das würde man nicht ahnen, wenn man sich etwa die überflüssige und schlecht geschriebene Crossover-Szene ansieht, in der Barry Allen einen Abstecher nach Starling City macht, um Oliver Queen (Arrow) kurz hallo zu sagen und dabei tapsige Cross-Promotion zu betreiben.

Nicht dass The Flash schlecht wäre. Fast schon wie ein bewusster Gegenentwurf zum oft fast schon depressiven Drama von Arrow fängt das Spinoff die unbekümmerte Leichtigkeit von 80er Shows wie Riptide (Trio mit 4 Fäusten) oder The Fall Guy (Ein Colt für alle Fälle) ein – oder Adam Wests Batman-Serie der 60er. Nur beweist derzeit wieder die Konkurrenz, wie das konstant überzeugende Arrow oder Marvels (in der zweiten Season deutlich verbesserte!) Agents of S.H.I.E.L.D., was Fernsehzuschauer eigentlich seit Buffy the Vampire Slayer wissen: Dass Serien über Superhelden viel, viel mehr sein können.

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Unterm Strich

Ein durchgestylter Look, gute Effekte und ein charismatischer Hauptdarsteller können nicht darüber hinwegtäuschen, dass The Flash ein hastig und lieblos zusammengezimmertes Cash-in ist. Barry Allens Abenteuer sind (in den ersten zwei Folgen) zwar temporeich erzählt, oft witzig und sogar leidlich spannend, aber unterm Strich eben doch nur „Arrow light“ - mehr unterhaltsames Guilty Pleasure als wirklich gutes Drama.

Pop/Kultur/Schock: POP

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