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Kritik: Die Boxtrolls

Film
Überblick
Item Reviewed

Die Boxtrolls

Author
17. Oktober 2014
Originaltitel

The Boxtrolls

Genre

Animation, Abenteuer, Komödie

Regisseur

Graham Annable, Anthony Stacchi

Besetzung

Ben Kingsley, Jared Harris, Nick Frost, Richard Ayoade, Tracy Morgan, Isaac Hempstead Wright, Elle Fanning, Simon Pegg

Drehbuch

Irena Brignull, Adam Pava

Spielt in

Cheesebridge

Kommt aus

USA

Jahr

2014

Unter der aufdringlich moralisierenden Oberfläche des neuen Laika-Films versteckt sich ein kleines Juwel

Boxtrolls PosterDie Bewohner von Cheesebridge, einer Stadt in der Käse sowohl Delikatesse als auch Statussymbol ist (das Motto der Stadt ist „A Gouda place to live“), leben in Angst: Nachts kommen die „Boxtrolls“ aus der Kanalisation, um ihre Kinder zu stehlen. Das zumindest behauptet der selbsternannte Trolljäger Archibald Snatcher (in der Originalfassung Ben Kingsley), der die Stadt endgültig von der Boxtroll-„ Plage“ befreien möchte, um so Zugang zum Verköstigungsraum, dem Käse-Refugium des Stadt-Regenten zu erhalten.

Der absurde Plot von The Boxtrolls, adaptiert von Alan Snows Kinderbuchserie Here Be Monsters (Die Monster von Rattingen) findet seine Entsprechung auch im Design. Produktionsfirma Laika hat sich mit ihrem ausgefallen hässlich-und-doch-charmant-Look eine eigene Nische geschaffen, irgendwo zwischen den Stop-Motion-Filmen von Tim Burton und (Wallace & Gromit-Studio) Aardman. Die verwinkelte, Stadt mit ihren schiefen Gebäuden und deren schrulligen Bewohnern hat einen ganz besonderen Zauber, weit entfernt vom sauberen, durchgestylten Look der meisten Animations- und Stop-Motion-Filme – aber mit viel Liebe zum Detail und fantastischer Animation.

Boxtrolls EggsDie Geschichte des kleinen Eggs, der von den verschrobenen, in Pappkartons gehüllten (daher der Name Boxtrolls) Kreaturen  aufgezogen wird, ist vorhersehbar und am Ende auch noch extrem moralisierend, wenn die alles-andere-als-subtile Botschaft des Films – Wir Menschen sind die wahren Monster! – auch noch explizit ausgesprochen werden muss. Klassenkampf und Intoleranz zu thematisieren ist zwar sympathisch, aber etwas mehr Eleganz und Subtilität hätten der Geschichte gut getan.

Boxtrolls2Superb sind dagegen die Charaktere, die Dialoge und die unzähligen kleinen Gags und Einfälle, die an die besten Filme von Aardman erinnern – und an Spiele wie Monkey Island und Sam & Max, an denen auch Co-Regisseur Graham Annable mitgearbeitet hat.

Die deutsche Synchronisation ist leider etwas steif ausgefallen; schade, zumal die Originalfassung mit Schauspielern wie Simon Pegg, Nick Frost, Jared Harris und Elle Fanning stimmlich hochkarätig besetzt ist. Ganz ordentlich ist dagegen das 3D, das auf die Art von Effekten verzichtet, bei denen sich das Publikum kollektiv duckt, und dafür den aufwändigen, handgemachten Sets zusätzliche Tiefe gibt.

Wer nach dem Ende im Kino bleibt, bekommt außerdem im Abspann noch eine originelle Meta-Szene zu sehen.

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Unterm Strich

Die Boxtrolls ist zwar, genau wie Laikas Coraline und Paranorman, ein düsteres Märchen, erzählt aber eine ganz andere Art von Geschichte. Tolle Animation und schier unendlicher Einfallsreichtum können zwar nicht über die wenig originelle Handlung und die plakative Message hinwegtäuschen, am Ende überwiegt aber der außergewöhnliche Charme der Figuren.

Pop/Kultur/Schock: POP

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