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BluRay-Kritik – Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 1

Film

„Bist Du das, Harry?“

Die BluRay liegt in Finsternis und macht das Herz uns schwer
In knapp drei Monaten kommt der achte und letzte Harry Potter Film in die Kinos.  Beim Start von „Deathly Hallows Part I“, dem siebten – und ersten Hogwarts-freien – Potter Film hatte ich seinerzeit gedämpfte Erwartungen – ich habe die Serie nur bis Band zwei gelesen und ich mag zwar die ersten sechs Filme, aber bis auf Alfonso Cuaróns dritten Teil hat mich keiner davon begeistert. Ich war deshalb positiv überrascht, dass „Hallows“ einen erwachseneren Ton als seine Vorgänger anschlägt und sich Zeit für stillere Momente zwischen den Hauptfiguren lässt. In der Mitte wird der Film fast zu einem Kammerspiel, bei dem Zauberei und Effekte komplett in den Hintergrund treten. Hält der Film also auch einem zweiten Gucken auf dem heimischen Fernseher stand?

Größtenteils schon. Die animierte Schatten-Sequenz, die die Geschichte der drei „Heiligtümer“ erzählt, ist nach wie vor beeindruckend. Allerdings sticht das etwas unebene Erzähltempo in den eigenen vier Wänden klarer heraus als im Kino – manche Szenen lassen sich extrem viel Zeit während andere fast im Schnellvorlauf abhandelt werden, besonders gegen Ende. Auch fällt auf dem Fernseher noch mehr auf wie unglaublich dunkel David Yates Film ist. Im Kino unterstreicht der finstere Look effektiv die Tragik der Geschichte, aber zuhause wird das Gucken– besonders bei Tageslicht – zu einer echten Herausforderung. Zwischenzeitlich war ich versucht  nachzusehen, ob der Fenseher überhaupt noch an ist.

„Deathly Hallows“ spielt aber trotz dieser Abstriche auch nach dem zweiten Durchgang in der obersten Potter-Liga. Die DVD lohnt sich eher nur für Fans und Sammler, aber die Blu-Ray hat neben der erwartungsgemäß verbesserten Bild- und Tonqualität ein zusätzliches Plus: Warners „Maximum Movie Mode“. Der funktioniert im Prinzip wie ein Audiokommentar oder ein Bild-im-Bild-Track, greift aber noch viel mehr in den Film ein. Schauspieler und Produzenten halten hin und wieder den Film an, um passende Clips aus anderen Teilen zu zeigen oder Anekdoten vom Dreh zu erzählen. Außerdem liest Draco Malfoy-Darsteller Tom Felton gelegentlich aus J.K.Rowlings Buchvorlage und starrt uns / den Teleprompter dabei mit weit aufgerissenen Augen an. Creepy! Besonders wenn man die Bücher nicht kennt, ist der MMM ein echter Mehrwert und trotz einiger Pausen viel interessanter als ein typischer Audiokommentar. Die restlichen Extras der Blu-Ray (und DVD) sind halbwegs interessant, aber nicht essenziell –typische Making-of Clips, zusätzlicheSzenen, Interviews und eine kurze Vorschau auf den nächsten und letzen Film. Bemerkenswert überflüssig ist eine bizarre Kurzdoku über Tom Felton, Rupert Grint (Ron) und zwei seiner Filmbrüder beim Golfen, für die Warner Brothers mir 13 Minuten meines Lebens schuldet.

2 [Film]

2+ [Blu-Ray]/ 3- [DVD]

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