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Graphic Novel: The Walking Dead – Gute alte Zeit (Heft 4-6)

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Graphic Novel: The Walking Dead – Gute alte Zeit (Heft 4-6)

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Willkommen bei den anonymen „Walking Deadlern“. Hinten gibt es Kaffee und Donuts und wer bereit ist, zieht sich bitte einen Stuhl ran und setzt sich in den Kreis. In der Sendepause der The Walking Dead TV-Serie – also voraussichtlich von Dezember bis Februar – sehen wir uns von Woche zu Woche Robert Kirkmans Comic-Vorlage an und vergleichen sie mit der TV-Serie. 

Der erste Band Gute alte Zeit (Days gone bye), geschrieben vor mittlerweile acht Jahren, sammelt die ersten sechs Hefte und deckt im großen und ganzen die Handlung der ersten Staffel ab. Diesmal nehme ich mir die zweite Hälfte vor, Hefte 4 bis 6.

Der Titel Gute alte Zeit verspricht nicht zu viel: Der erste Sammelband ist ein Fenster auf bessere Tage. Nicht für Rick & Co. – die Gruppe ist von Streit zerfressen und wird durch dramatische Todesfälle erschüttert – sondern für die Serie. Während die zweite Staffel der TV-Version holprig erzählt und stellenweise auch etwas langweilig war, hätte man The Walking Dead nach der fantastischen Pilotfolge praktisch unendliches Potential bescheinigt. Der hat damals nicht nur perfekt die desolate Stimmung durch Ricks Augen etabliert, sondern effizient die Gruppe vorgestellt und hatte noch Zeit für Spannung, Action und unerwartet stille Momente, war also ein regelrechtes Zombie-Überraschungsei.

Gute alte Zeit bringt genau diese gespannte, hoffnungsvolle Vorfreude wieder zurück – gerade auch in Verbindung mit der sechsteiligen Webisode-Reihe, die unter der Regie von Effekt-Meister Greg Nicotero die Vorgeschichte des „Fahrrad-Zombies“ (aus Serie und Comic) erzählt, und alles richtig macht, was in Staffel 2 schiefgelaufen ist.

Die letzten drei Hefte des ersten Bandes beginnen und enden mit einer Szene zwischen Rick und (seinem alten Partner) Shane. Während in der Serie der Streit bis tief in die zweite Staffel unter der Oberfläche brodelt, wird in Kirkmans Comic-Vorlage aus der respektvollen Meinungsverschieenheit schnell eine offene Konfrontation – mit unerwartetem Ausgang.

Die Graphic Novel folgt aber im großen und ganzen dem gleichen Narrativ wie die Fernsehserie: Rick und Glenn kehren (alleine) in die Stadt zurück, um sich einen Waffenvorrat zu sichern. Die selben Personen sterben, und ihr Tod hat die selben Auswirkungen.

Tony Moores Zeichnungen – abgesehen von späteren Covern seine letzten für The Walking Dead -sind nach wie vor herausragend. Das Piece de Resistance ist eine mehrseitige Sequenz, in der Rick und Glenn im Regen von einer Horde Zombies gejagt werden. Die Blickwinkel in Moores Panels ist meistens so eng und klaustrophobisch, dass der Eindruck, das Grauen lauert direkt hinter dem Bildrand.

Abgesehen von einer etwas tapsigen Expositions-Szene, einer Vorstell-Runde in der alle etwas von sich erzählen, ist der Erzählfluss sehr organisch. Noch mehr als in den ersten drei Ausgaben hat Kirkman einen eleganten Rhythmus gefunden, der mal auf Handlung, mal auf Charakter und dann wieder ganz auf Atmosphäre setzt.

Der erste Band liest sich mit nur 140 Seiten sehr schnell, bringt aber das erste Kapitel des – wie Kirkman ihn nennt – Zombiefilms ohne Ende – zu einem genauso zufriedenstellenden wie unerwarteten Abschluss.

Erfreulicherweise hat Cross Kult den Anhang mit reichlich Bonusmaterial versehen. Neben einem informativen Artikel über Zombiefilme erzählt Autor Kirkman in einem Interview von seinen Inspirationen und seinem Arbeitsprozess. Außerdem verpasst der dem Interview einen eindeutigen Zeitstempel und erklärt, dass Fernsehen nicht sein Medium ist. Ebenfalls lesenswert ist ein zweites Interview mit Zeichner Tony Moore.

 

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