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Graphic Novel-Kritik: Morning Glories

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Graphic Novel-Kritik: Morning Glories

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Die Morning Glories Academy ist ein gefährlicher Ort ist. Das ist klar, noch ehe einer der Protagonisten in Nick Spencers neuer Comicserie auch nur einen Fuß über die Tür gesetzt hat. Nach außen ist die Schule ein Internat für Hochbegabte, aber der Lehrkörper versucht nicht, Schüler auf das Leben vorzubereiten – sondern sie zu brechen. Die sechs „Neuen“, alle am selben Tag geboren, haben nicht mal Zeit, in Ruhe ihre Koffer auszupacken, bevor die Schule zuschlägt. Eltern können sich plötzlich nicht mehr an ihre Kinder erinnern; die neuen Mitschüler gehen mit Messern auf sie los, und Ungehorsam endet unweigerlich in Strafen, die sich auch Freddy Krüger hätte ausdenken können.

Morning Glories scheint ähnlich viele Rätsel zu bergen wie die geheimnisvolle Insel in Lost, und der erste Band lässt ungefähr genauso viele Fragen offen wie die erste Staffel der TV-Serie. Genau wie dort werden in Morning Glories ganz unterschiedliche Charaktere scheinbar zufällig zusammengewürfelt und in unterschiedlichen Konstellationen durch potenziell tödliche Belastungsproben geschickt. Die Geschichte, die Autor Nick Spencer erzählt, ist actiongeladen und mindestens genauso düster – auch wenn die Protagonisten Teenager in Schuluniformen stecken und das Artwork von Joe Eisma quietschbunt leuchtet.

Eismas Zeichnungen sind übersichtlich und zugänglich.Trotzdem kann er damit nicht ausgleichen, dass sich sein Partner so kopfüber in die Geschichte stürzt, dass darunter die Charaktere leiden. An der Stelle, wo gefühlt der Showdown des Bandes losgeht, hatte ich mir kaum die sechs Namen gemerkt, geschweige denn ein Gefühl für die Figuren entwickelt.

Ich hoffe, dass Nick Spencer und Joe Eisma das in den nächsten Bänden nachholen, denn ihre Geschichte hätte starke Charaktere verdient. Auch wenn nach dem ersten Band noch nicht einzuschätzen ist, wohin die Autoren mit Morning Glories letztendlich gehen: Die Akademie ist ein faszinierender, abgrundtief finsterer und hochgradig lebendiger Ort – und auf die tausend brennenden Fragen, die Nick Spencer und Joe Eisma ganz beiläufig aufwerfen, will ich unbedingt eine Antwort.

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