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10 Gründe, sich auf Game of Thrones zu freuen

Fernsehen

und Kai Löffler

Rechte: HBO

Übermäßig spendabel sind die Götter des Fernseh-Olymp im letzten Jahr nicht gewesen, gerade für Genre-Fans. Für die Zombiphilen unter uns gab es zwar The Walking Dead, aber die sechs Folgen waren nicht nur etwas enttäuschend, sondern auch viel zu schnell vorbei. Science-Fiction? Nada. Während es also kein neues Lost und kein neues Battlestar Galactica gibt (das Spinoff Caprica ist inzwischen schon wieder Geschichte), kommt der große Hoffnungsträger 2010/11 aus einer unerwarteten Ecke: High Fantasy.

Game of Thrones basiert auf George R.R. Martins gefeiertem Romanzyklus Lied von Eis und Feuer. Autoren David Benioff (25 Stunden) und D.B.Weiss haben das Projekt als „Die Sopranos in Mittelerde“ vorgestellt und konnten nicht nur den Sender HBO, sondern auch namhafte Darsteller und Autoren (wie zum Beispiel Martin selbst) für das ambitionierte Projekt gewinnen. Jede Staffel soll auf einem der sieben Romane basieren (von denen zwei noch ausstehen). In den USA läuft an diesem Wochenende die letzte Folge der ersten Staffel, bei uns dauert es noch bis zum Herbst. Wir haben aber 10 Gründe zusammengestellt (und damit sind nicht die 10 Folgen gemeint) warum man jetzt schon anfangen sollte, sich auf die Serie zu freuen.

I. Stabilität: In letzter Zeit fällt immer schneller die Entscheidung, Serien vorzeitig abzusetzen. Bei GoT muss man sich um die Fortsetzung keine Sorgen machen: Der Zuspruch ist so groß, dass schon ein paar Wochen nach dem Serienstart die zweite Staffel beschlossene Sache war. Und selbst wenn die Zuschauerzahlen eines Tages mal nicht mehr ausreichen sollten (so unwahrscheinlich das klingt) gibt es immer noch die Bücher. Vorausgesetzt, George R.R. Martin braucht für die letzten zwei Bände nicht jeweils wieder sechs Jahre, so wie für den langerwarteten fünften Teil, der im Sommer endlich erscheint.

II. Ambition: Allein der Gedanke an Fantasy im Fernsehen lässt bei vielen die Alarmglocken läuten, sogar bei manchem Genre-Fan. Game of Thrones versteckt zwar seine High-Fantasy-Wurzeln nicht, hat aber erzählerisch mehr mit Dramen wie The West Wing oder den Sopranos zu tun als mit Xena oder Merlin.

III. Vorreiterfunktion: Genau deshalb könnte Game of Thrones für Fantasy im TV das tun, was Der Herr der Ringe und Pans Labyrinth auf der großen Leinwand getan haben: Das Genre salonfähig machen. So wie Peter Jacksons Trilogie als erster Fantasy-Film Oscars eingesammelt hat (und Del Toros immerhin ein paar Nominierungen), wird Game of Thrones bei der Emmy-Verleihung im August möglicherweise die ersten Fantasy-Emmys überhaupt mit nach Hause nehmen. Ob das die großen Produzenten, die Fantasy bislang nichtmal mit der Kneifzange anfassen, dazu bringt es dem Team von David Benioff nachzumachen, ist ein anderes Thema. Aber schön wär’s.

IV. Intro: Die Vorspänne von HBO sind fast immer kleine Kunstwerke, die die Atmosphäre der Serie perfekt einfangen – aber der von Game of Thrones spielt nochmal in einer ganz eigenen Liga:

(Kleine Warnung: Die Kommentare sind voller Spoiler)

Rechte: HBO

Drachenblut: Emily Clarke als Daenerys Targaryen

V. Grautöne: Mit nur einer Handvoll Ausnahmen gibt es in GoT keine Figuren, die nur gut oder nur böse sind. Jeder hat seine Schwächen und seine menschlichen Momente. Das hat zur Folge, dass Charakter-Twists zwar oft überraschend, aber nie unglaubwürdig sind. Und dass wir bereit sind, den meisten Figuren überallhin zu folgen.

VI. Hochglanz: Mit Schauspielern wie Sean Bean, Mark Addy und Nicolai Coster-Waldau, dem edlen Set-Design und den Top-Effekten fühlt sich Game of Thrones an wie eine große Hollywood-Produktion. Das Budget von HBO macht’s möglich.

VII. Konsequenz: Trotz des geschliffenen Blockbuster-Looks geht GoT nicht die sonst damit verbundenen Kompromisse ein. Wenn es die Geschichte erfordert, werden in Sachen Sex und Gewalt keine Gefangenen gemacht.

Rechte: HBO

Ein Lannister begleicht stets seine Schulden: Peter Dinklage

VIII. Peter Dinklage: Um Zeit zu sparen, sollte man ihm einfach jetzt schon mal seinen Emmy geben.

IX. Unvorhersehbar: Wer glaubt, er hätte die gängigen Erzählmuster in TV-Serien weitestgehend durchschaut und wäre durch nichts mehr zu überraschen, irrt sich. Für nicht-Kenner der Bücher ist so gut wie unmöglich vorherzusehen, in welche Richtung die Handlung geht und wohin sich welcher Charakter entwickelt. Und die Cliffhanger gehören zum Schlimmsten Besten, was das Fernsehen hervorgebracht hat.

X. Zielstrebig: Man muss sich keine Sorgen machen, dass Game of Thrones irgendwann nichts mehr zu erzählen hat, sich von der Vorlage löst und oder (a lá Heroes) immer mehr ins Absurde abdriftet: Autor George R.R. Martin hat nicht nur als Produzent fest die Zügel in der Hand sondern schreibt auch selber an der Serie mit.

Im Herbst läuft Game of Thrones in Deutschland auf dem Pay-TV-Sender TNT Serie an; etwa um die gleiche Zeit wird man wahrscheinlich auch die DVD/Blu-Ray aus England importieren können. Hier sind ein paar Links, um die Wartezeit zu verkürzen:

youtube=http://www.youtube.com/watch?v=5PxLidxnAE8

Für Neugierige gibt es hier ein längeres Preview: Die ersten 15 Minuten der Serie…

… oder den offizielle Viewer’s Guide mit Karten, Stammbäumen etc. pp.

… und natürlich kann man auch schon mal die Bücher lesen, die in Deutschland bei Blanvalet erschienen sind.

 

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