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Filmkritik: Wolverine – Weg des Kriegers

Film
Überblick
Item Reviewed

Wolverine - Weg des Kriegers

Author
22. Juli 2013
Originaltitel

The Wolverine

Genre

Comicfilm, Action

Regisseur

James Mangold

Besetzung

Hugh Jackman, Tao Okamoto, Rila Fukushima, Hiroyuki Sanada, Svetlana Khodchenkova , Brian Tee, Hal Yamanouchi, Will Yun Lee, Ken Yamamura, Famke Janssen

Drehbuch

Mark Bomback, Scott Frank

Kommt aus

USA

Jahr

2013

Kein typisches Superhelden-Abenteuer, aber leider auch kein herausragendes

WOLVERINE PosterThe Wolverine (deutsch einfach Wolverine), das zweite Solo-Abenteuer des grimmigen X-Man Logan (Hugh Jackman channelt auch bei seinem fünften Auftritt als Wolverine den jungen Clint Eastwood), hat so viel Potential und macht so viel richtig, dass das durchwachsene Resultat nicht nur enttäuschend ist, sondern fast schon tragisch.

Ein alter Bekannter, dem Wolverine im zweiten Weltkrieg in Nagasaki das Leben gerettet hat (erzählt in einer etwas albernen Rückblende, in der die beiden vor der Atombomben-Explosion davonlaufen)  ist an Wolverines Unsterblichkeit und seinen Heilungskräften interessiert. Im Austausch bietet er das, wovon Pinocchio, (Buffys) Angel und der Highlander träumen: Ein ganz gewöhnliches, sterbliches Leben. Aber trotz eines akuten Mangels an Lebensfreude (zu erkennen am Landstreicher-Look und Albträumen) ist Logan nicht überzeugt. Wenig später ist der alte Mann tot und Logan befindet sich mit dessen Enkeltochter auf der Flucht vor der Yakuza.

WOLVERINE 02Regisseur James Mangold (Walk the Line) und Autoren Scott Frank (Out of Sight) und Mark Bomback (das Total Recall-Remake) geben dem unbesiegbaren Wolverine ein cleveres Handycap: Sie nehmen ihm, zumindest temporär, die Superkräfte weg. Was sie ihm leider im Austausch dafür nicht geben, sind eine starke Motivation und interessante Mitstreiter. Zumindest keine mit ausreichend Screentime– von der hellsehenden Yukio, die Wolverine am Anfang des Films rekrutiert und dem mysteriösen Kenuichio, eine Art japanischen Hawkeye, hätte ich gerne mehr gesehen.

Die Geschichte ist spannend, der Twist ist ebenso vorhersehbar wie konsequent, die Action (u.a. eine Szene auf einem Zug, die die Gesetze der Physik aussetzt) ist solide inszeniert und eine Handvoll Szenen sind großartig (Ninjas!!!), aber trotzdem kommt Wolverine nie so richtig in Fahrt. Für Marvel-Fans ist er Pflicht, alleine schon wegen der obligatorischen Post-Credits-Szene, die den nächsten X-Men-Film vorbereitet, aber ein blasses Ensemble und eindimensionale Bösewichte drücken die sonst spannende Geschichte auf Durchschnittsniveau herunter.

Wolverine läuft ab dem 25.7. im Kino

UK-Trailer:

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  • 22. Juli 2013 auf 21:24

    Es sollte ja eigentlich die Verfilmung von Marvels hervorragender erste Wolverine Limited Series von Frank Miller aus den Achtzigern werden. Wenn ich das hier lese, ist mir eines klar: Wieder mal daneben gehauen.Schade.

  • 23. Juli 2013 auf 09:59

    Tja – mir hat der Film sehr gut gefallen. Der Twist ist in der Tat vorhersehbar, aber das macht nix.

    Logans Motivation bzw. sein Dilemma war für mich klar erkennbar und nachvollziehbar.

    „Solide“ trifft’s meiner Ansicht nach nicht, was die Action angeht. Die ist klasse, was der Rezensent ja letztlich auch einräumt. Die Sequenz auf dem Hochgeschwindigkeitszug ist sensationell, die Schießerei nebst Verfolgungsjagd bei der Trauerfeier des Vaters ebenfalls, Wolverines Gefangennahme mittels Pfeilbeschuss durch die Ninjas desgleichen, um nur drei Beispiele zu nennen. Die beiden parallel geschnittenen Endkämpfe sind fast die einzigen Actionszenen, die ich nur „solide“ nennen würde, weil recht konventionell inszeniert.

    Die Nagasaki-Sequenz fand ich keineswegs albern. Dass der Japaner unter einer Eisenplatte einfach so überlebt hat, war zwar wenig glaubwürdig, aber das ist ja kein entscheidendes Kriterium. Die Demonstration von Logans Regenerationskräften in der Szene war sehr gut umgesetzt.

    Yukio war in der Tat eine tolle Figur. Für mich hatte sie keineswegs zu wenig Screentime.

    In Kürze taucht auch in meinem Blog eine Rezension des Films auf – diesmal von einer Gastautorin, die teilt aber meine Ansicht (was keine Voraussetzung war, um den Film bei mir zu rezensieren).

    [Bearbeitet und Spoiler entfernt (KL)]

    • 23. Juli 2013 auf 10:51

      Hab dir einen potentiellen Spoiler aus dem Kommentar entfernt; hoffe das ist okay. Ja, es ist genaugenommen ein inhaltlicher Fehler, aber da der Film es an der Stelle so aussehen lässt, geht das m.E. in Ordnung .

      Wie dem auch sei, ich kann deine Meinung nachvollziehen, auch wenn ich sie nicht unbedingt teile. Albern fand ich an der Nagasaki-Szene vor allem das uralte Action-Klischee, dass die beiden vor der Explosion davonlaufen. Ich erwarte in einem Marvel-Film zwar nicht unbedingt Realismus, aber das war mir einen Tacken zuviel. Mit der Metallplatte hatte ich dagegen kein Problem.

      Übrigens hat der Film sehr viele Elemente aus der Miller/Claremont Miniserie; was die Mythologie angeht, geht er vollkommen in Ordnung. Wie gesagt – für Marvel-Fans ist er Pflicht.

      Als Film fand ich ihn dagegen etwas enttäuschend. Aber – um es in Kontext zu rücken – immer noch um Längen besser als den ersten Wolverine-Film oder X-Men 3.

      • 23. Juli 2013 auf 20:55

        Ah – es war also nicht die Metallplatte. Eine gut begründete Meinung muss ich auch nicht teilen, um sie nachvollziehen zu können. Weder schreib‘ ich meine Rezensionen, um bei wem auch immer Zustimmung zu ernten, noch lese ich andere, um meine Meinung bestätigt zu bekommen. Mir geht’s um kompetenten und unterhaltsamen Lesestoff. Das ist auf deinem/eurem Blog jedenfalls gegeben.

        Ich bin übrigens kein Experte für die X-Men- und Wolverine-Comics (meine Wolverine-Rezensentin auch nicht). Für mich muss jeder Film für sich funktionieren, unabhängig von der literarischen Vorlage. Die adäquate Umsetzung der Vorlage ist da separat zu behandeln bzw. in manchen Fällen mangels Kenntnis besser gar nicht. Ich könnte keinen einzigen Superheldenfilm im Kontext seiner Vorlage bewerten.

        Den ersten Wolverine-Film fand ich auch enttäuschend. Zu viel Action, zu wenig Story. X-Men 3 fand ich solide – weit zurück hinter den beiden Vorgängern. X-Men – First Class hingegen war zum Glück wieder sehr gut.

        • 25. Juli 2013 auf 09:45

          Was First Class angeht sind wir uns einig; für X-Men Last Stand dagegen hätte ich gerne Brett Ratners Kopf auf einem Silbertablett. 🙂

  • funky
    24. Juli 2013 auf 15:51

    Auf den bin ich gespannt. Der erste Teil wurde teilweise ziemlich Mies bewertet, aber wenn ich mich recht entsinne, fand ich den sehr unterhaltsam. Ich hoffe, dass dem auch hier so sein wird.

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