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Filmkritik: The Wolf of Wall Street

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Filmkritik: The Wolf of Wall Street

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Scorseses Börsengang ist sein bester Film seit zwei Jahrzehnten

TWOWS PosterNach Hugo, seiner tiefen Verbeugung vor Effektmagier George Méliès meldet sich Martin Scorsese mit dem dreistündigen Epos The Wolf of Wall Street zurück. Leonardio DiCaprio, in seinem mittlerweile fünften (und besten) Film mit Scorsese, spielt den Wall Street Bänker Jordan Belfort. An der Oberfläche orientiert sich das Biopic an Goodfellas (1991); der auffälligste Unterschied ist aber, dass es in Scorseses Mafia noch Ansätze von Moral und Ehre gibt, die man bei seinen Wall Street-Brokern vergeblich sucht

„Fuck the Clients“ ist die Devise, die Belforts Mentor (Matthew McConaughey in einer grandiosen Nebenrolle) am ersten Tag seinem neuen Schützling mitgibt.

TWOWS-04000Scorsese inszeniert Belforts absurden und (größtenteils) wahren Auf- und Abstieg ohne selbst ein Werturteil abzugeben. Was anfängt wie das (unterschätzte) Wall Street Thriller Boiler Room (der auch von Belforts Geschichte inspiriert ist!) entwickelt sich schnell zu einem Sex- und Drogen-Exzess voll schwarzem Humor und jenseits aller Geschmacksgrenzen.

Überragend ist vor allem das Schauspieler-Ensemble: Jonah Hill liefert als erratischer Yuppie  eine der besten Leistungen seiner Karriere ab, in einer Rolle die vor 30 Jahren Joe Pesci gespielt hätte. Mit The Departed, Shutter Island und Hugo hat Scorsese in den letzten zehn Jahren ein respektables Oevre geschaffen; The Wolf of Wall Street ist allerdings sein erster Film seit langem, der sich nicht hinter Scorseses bester Schaffensperiode verstecken muss. Nicht zuletzt hat er sich mit Szenen wie dem ausgedehnte Quaaludes-Trip und dem Auftritt der besten Penis-Prothese seit Boogie Nights jetzt schon einen festen Platz in der Filmgeschichte gesichert.

 

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