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Filmkritik: The Last Stand

Film
Überblick
Item Reviewed

The Last Stand

Author
1. Februar 2013
Regisseur

Jee-Woon Kim

Kommt aus

USA

Jahr

2013

Stirb Langsam meets High Noon – Ex-Governator Schwarzenegger fährt in seinem Comeback schwere Geschütze auf

Last Stand PosterDie letzten Jahre hat sich Arnold Schwarzenegger bekanntlich seiner politischen Karriere als Governeur von Kalifornien gewidmet. Von einer Handvoll Kurzauftritte abgesehen ist er deshalb der Kinoleinwand ferngeblieben. Inzwischen hat Kalifornien aber einen neuen Governeur und dieses Jahr startet Schwarzenegger filmisch wirder mit Vollgas durch. Unter anderem stand er zusammen mit Sylvester Stallone für The Tomb vor der Kamera; außerdem warten schon ein neuer Conan, ein neuer Terminator und Triplets, die Fortsetung von Zwillinge (diesmal neben Danny DeVito außerdem mit Eddie Murphy). Als erstes  darf der geneigte Fan „Arnie“ aber in The Last Stand bewundern, neben Forest Whitaker, Luis Guzman und Peter Stormare, inszeniert vom koreanischen Meisterregisseur Je-Woon Kim (A Tale of Two Sisters und I Saw the Devil, einer meiner Lieblingsfilme 2011).

Während Sheriff Ray Owens (Schwarzenegger) in der kleinen Stadt Summerton Junction seinen freien Tag genießt, verfolgt das FBI einen entflohenen Häftling. Syndikatschef Cortez hat sich vorgenommen, mit schwer bewaffneter Unterstützung und einem schnellen Auto über die Grenze nach Mexiko zu fliehen. Allerdings führt ihn der Weg mitten durch Summerton Junction.

Last Stand 2In mancher Hinsicht ist The Last Stand Schwarzeneggers Unforgiven (Erbarmungslos); wie Clint Eastwoods Will Munny dort ist Owens eine „gereifte“ Version seiner ikonischen Leinwandfiguren. Auch wenn sein Gesicht etwas zerknitterter aussieht, ist Schwarzenegger würdevoll gealtert, und seine beeindruckende Leinwandpräsenz trägt nach wie vor mühelos jede seiner Szenen. Noch immer beherrscht er nicht nur die Kunst des One-liners – auch sein Schulterblick mit zusammengekniffenen Augen hat nichts von seiner Wirkung verloren.

Je-Woon Kim hat in seinem US-Debüt nicht mit Action-Setpieces gegeizt; The Last Stand ist aber vor allem ein moderner Western und bedient sich bei Genre-Meilensteine wie High Noon und Rio Bravo: Als Mann, dem seine eisernen Prinzipien wichtiger sind als seine Karriere und sogar sein eigenes Leben, ignoriert Sheriff Owens alle Warnungen und stellt sich einer schier unaufhaltsamen Übermacht in den Weg.

Last Stand Erfrischend ist auch, dass das FBI in The Last Stand nicht ganz so dumm und inkompetent ist, wie man es von Actionfilmen seit Stirb Langsam kennt. Auch wenn Schwarzeneggers Charakter letztendlich auch sich gestellt ist, versucht FBI Agent Bannister (Forest Whitaker) nach anfänglicher Skepsis, den Sheriff nach besten Kräften zu unterstützen – auch wenn seine Hilfe zu spät kommt.

Bei genauer Betrachtung hat The Last Stand ein paar beachtliche Plotlöcher und Logikfehler. Nach dem sorgfältig aufgebauten ersten Akt überschlagen sich die Ereignisse aber derart, dass man keine Zeit hat, zu viele Fragen zu stellen. Trotz der Sprachbarriere – der koreanische Filmemacher konnte nur mithilfe eines Übersetzers mit den Schauspielern sprechen – ist der Genremix stimmig und aus einem Guss.

Last Stand The Last Stand ist elegant gefilmt, ohne sich der Post-MTV/ fünf Schnitte-pro-Sekunde-Ästhetik hinzugeben, die man von Michael Bay & Konsorten gewohnt ist. Die Ikonographie und einige thematische Elemente lehnen sich zwar an klassische Western und an Actionfilme der 80er an, wirklich alt fühlt sich in The Last Stand aber nur Schwarzeneggers Charakter an – und auch der stellt sich im spektakulär choreographierten mano-a-mano-Showdown als erstaunlich fit heraus.

Als Comeback hätte sich der Governator keinen besseren Film als The Last Stand und keinen besseren Regisseur als Je-Woon Kim aussuchen können. Zwar ist er in den US-Kinos gefloppt, und nach dem „Sandy Hook“-Massaker trifft ein Film über Schusswaffen – vorsichtig ausgedrückt – nicht unbedingt den Nerv der Zeit, das ändert aber nichts daran, dass The Last Stand so gut wie alles richtig macht. Schwarzeneggers überzeugendster Film seit True Lies.

The Last Stand läuft ab dem 31.1. im Kino. Leider zeigt der Verleih in Deutschland eine um 22 Sekunden gekürzte FSK16-Fassung.

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