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Filmkritik: The Congress

Film
Überblick
Item Reviewed

The Congress

Author
16. September 2013
Genre

Science Fiction, Animation, Drama

Regisseur

Ari Folman

Besetzung

Robin Wright, Harvey Keitel, Jon Hamm, Kodi Smit-McPhee, Danny Huston

Drehbuch

Ari Folman

Jahr

2013

Yellow Submarine meets The Matrix: Unter der wirren, bunten Oberfläche von Ari Folmans hyper-ambitionierten Film versteckt sich eine bittere Satire

The Congress PosterAri Folmans Nachfolger zu seinem vielfach ausgezeichneten Kriegs-Memoir Waltz with Bashir steckt voller Überraschungen, und gerade die zweite Hälfte lässt sich nach dem ersten Akt unmöglich vorhersehen. Nicht nur, weil sich The Congress nach einer halben Stunde von einem erstklassig besetzten (u.a. Harvey Keitel und Danny Huston) live-action-Film zu einer knallbunt animierten LSD-Fantasie wandelt; vor allem die Handlung schlägt immer wieder unerwartete Haken.

Viele Elemente und Ideen der literarischen Vorlage, Stanislaw Lems Der futurologische Kongress, sind in Folmans Film intakt. Der Protagonist ist hier allerdings kein Raumfahrer, sondern Schauspielerin Robin Wright (The Princess Bride, Moneyball), die (á la Being John Malkovich) eine alternative Version von sich selbst spielt. Anders als die echte Robin Wright steht der Filmcharakter vor den Scherben einer einst vielversprechenden Karriere. Deshalb stimmt sie zu, als das fiktive Studio „Miramount“ vorschlägt eine digitale Version von ihr anzufertigen, die ab sofort an ihrer statt virtuell vor der Kamera steht.

Congress 03Die Geschichte beginnt als Satire auf Hollywood, wandelt sich aber schnell zu einem pointierten Kommentar auf unsere Zeit, vor allem auf soziale Medien und technikbedingte Isolation. Während Folmans Beobachtungen oft schmerzhaft genau sind, trifft The Congress erzählerisch nicht immer ins Schwarze. In der geradlinigen ersten Hälfte wirkt die Regie manchmal etwas unbeholfen, und die zweite Hälfte steckt voller Gedanken, die nicht zuende gedacht werden. Bemerkenswert ist aber der Bogen, den Folman versucht mit seinem philosophischen Science-Fiction Drama zu spannen und die oft unbeantworteten Fragen, die er darin stellt. Kein perfekter Film, aber einer, den man nicht so schnell vergisst.

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Trotz aller Makel – und davon gibt es genug, denn The Congress ist deutlich weniger konsistent als Waltz with Bashir – ist Folmans Film eine faszinierende, endlos kreative Ideensammlung und eine oft augenzwinkernde, aber gleichzeitig faszinierend pessimistische Bestandsaufnahme unserer Zeit.

Pop/Kultur/Schock: KULTUR

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