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Filmkritik: The Cabin in the Woods

Film
Überblick
Item Reviewed

Cabin in the Woods

Author
16. August 2012
Genre

Horror, Comedy

Regisseur

Drew Goddard

Drehbuch

Joss Whedon, Drew Goddard

Joss Whedon und Drew Goddard wühlen in den Eingeweiden des Horror-Genres

Wer das Ende von The Cabin in the Woods verrät, sollte bestraft werden – und zwar schwer. Den dritten Akt des Meta-Horror-Spektakels zu ruinieren lässt es die berüchtigten Harry Potter -T-Shirts  („Dumbledore stirbt auf Seite…“) im Vergleich aussehen wie Kavaliersdelikte. Das heißt allerdings nicht, dass der Film, (Cloverfield-Autor) Drew Goddards Regiedebüt, geschrieben von Goddard und  Joss Whedon, nur von Twists lebt.  Wer „jungfräulich“ an Cabin in the Woods herangehen will, sollte auch die Trailer vermeiden. Anderwerseits lässt der Film schon in der ersten Szene die sprichwörtliche Katze aus dem Sack und führt gleichzeitig das Konzept des gewohnten Slasher-Teasers (siehe Scream, Halloween, Nightmare on Elm Street) komplett ad absurdum.

Die Handlung liest sich wie eine Aneinanderreihung klassischer Horrortropen bzw.  Klischees. Eine Gruppe von fünf Slasher-gerecht gecasteten Teenagern verbringt ein paar Tage in einer Hütte in einem verlassenen Waldstück – auch nach der expliziten Warnung eines unheimlichen Einsiedlers. Das geplante romantische Wochenende nimmt allerdings eine unerwartete (sprich: erwartete) Wendung, als die Fünf im Kellergewölbe eine unschöne Entdeckung machen.

Avengers-Regisseur Joss Whedon, der schon als Schöpfer von Buffy the Vampire Slayer routiniert Horrorklischees unterwandert hat, hat in Goddard offenbar einen Seelenverwandten gefunden. Mit der liebevollen Kreativität von Edgar Wrights Hot Fuzz, also irgendwo zwischen Hommage und Parodie, zitieren die beiden konstant Genre-Klassiker wie Texas Chainsaw Massacre, Night of the Living Dead und natürlich – wie der Titel schon vermuten lässt – The Evil Dead (Tanz der Teufel).

Cabin kommt fast vollständig ohne Stars aus – Neben Chris “ Thor“ Hemsworth (der 2009, als Cabin gedreht wurde, noch unbekannt war) sieht man ein paar Gesichter aus dem Whedon-Kanon (u.a. Amy Acker, Angel und Fran Kranz, Dollhouse) und Charakterdarsteller wie Bradley Whitford  (The West Wing) und Richard Jenkins (Six Feet Under).

Cabin in the Woods ist gut durchdachter Metahorror wie man ihn aus Filmen wie Scream oder dem weniger bekannten Behind the Mask kennt; allerdings dekonstruiert Whedons und Goddards Film nicht nur kompetent die Slasher-Konventionen, sondern direkt das komplette Horror-Genre.

Ein Wort zur deutschen Synchronisation: Der Witz des Originals geht leider fast vollständig verloren, und wenn sich gestandene Charakterdarsteller wie Richard Jenkins und Bradley Whitford mit „eh, Alter“ ansprechen, fragt man sich, ob das wirklich so von Joss Whedon und Drew Goddard  gewollt ist.

Nein, eigentlich tut man das nicht.

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Cabin in the Woods ist vor allem - aber nicht nur - ein Geschenk an Genrefans, und gerade die letzte halbe Stunde muss man gesehen haben, um sie zu glauben. Zwar entfaltet sich der Joss Whedons und Drew Goddards Meta-Geniestreich am besten im Kino, aber der letzte Akt schreit geradezu nach einer Pausetaste.

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  • 17. August 2012 auf 23:03

    Verdammt noch mal, du kriegst es echt hin, einem den Mund wässrig zu machen. 🙂
    Der Film steht eh ziemlich weit oben auf meiner Liste, aber jetzt MUSS ich ihn sehen, allein wegen des letzten Drittels.

  • 27. August 2012 auf 15:26

    Fand ihn gut. Nettes Ende, das aber ja schon im 2ten Akt bzw. mit den Einspielern „von unten“ vorbereitet wird. Hab seit lange nicht mehr so viel Spaß bei einem „Horrorfilm“ gehabt.

  • Sebastian
    30. August 2012 auf 18:53

    Ne 1? Wirklich? Hab mich bei dem Film echt gelangweilt. Waren zwar ne Menge guter Ideen drin aber ich fand ihn nur wenig Lustig und total unspannend. Gut Prometheus war noch viel schlechter aber ich glaub mehr als ne 3- hätt ich hier nicht vergeben mögen… hatte eigentlich gehofft den Film zu mögen… :-/

    • 5. September 2012 auf 14:27

      Mir hat ja bekanntlich auch Prometheus gefallen (auch wenn er nicht perfekt war). Ist halt doch geschmacksache; für mich hat Cabin komplett ins Schwarze getroffen: die Dialoge, die Besetzung, der Umgang mit Horror-Tropes und das Ende.

      Aber gibs zu: Das Einhorn am Ende hat dir auch gefallen 🙂

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