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Filmkritik: The Amazing Spider-Man

Comic
Überblick
Item Reviewed

The Amazing Spider-Man

Author
27. Juni 2012
Regisseur

Mark Webb

Kommt aus

USA

Jahr

2012

Spidey bekommt einen neuen Anfang – und ein cooles neues Kostüm

Ein Film wird immer an anderen Vertretern seines Genres gemessen, gerade wenn es eine Fortsetzung oder eine Neuerzählung einer bekannten Geschichte ist. Mark Webbs The Amazing Spider-Man fordert allerdings diese Vergleiche geradezu heraus – nicht nur erscheint er zwischen The Avengers, dem erfolgreichsten Superhelden-Film aller Zeiten (und dem erfolgreichsten Film überhaupt, dessen Regisseur nicht James Cameron heißt) und dem Abschluss von Christopher Nolans finsterer Batman-Trilogie: Mit nur fünf Jahren Abstand folgt das Comic-Reboot außerdem ungewöhnlich schnell auf den Fersen von Sam Raimis Spider-Man 3.

Mit (500) Days of Summer-Regisseur Webb und den Hauptdarstellern Andrew Garfield (The Social Network) und Emma Stone (Superbad) hätte man eine komplett andere Art von Film erwarten können, aber die Unterschiede zu Raimis Trilogie sind eher graduell. Auch „Amazing“ erzählt Spider-Mans Origin-Geschichte und hat dadurch, gerade in der ersten Hälfte, den einen oder anderen Déjà-Vu-Moment.

Trotzdem werden solche Vergleiche dem Film nicht unbedingt gerecht, denn trotz des ähnlichen Looks und der augenscheinlichen Parallelen im ersten Akt arbeitet The Amazing Spider-Man hart daran, sich eine eigene Identität zu schaffen. Die fällt irgendwo zwischen die Raimi-Trilogie und Nolans Batman-Filme und hat vor allem Züge eines Charakterdramas. Webb nimmt seine Figuren nicht nur ernst – das hat auch Raimi getan – sondern macht deren Probleme und Beziehungen zum Fokus seines Films. Dank seiner Darsteller wie Garfield, Stone, Martin Sheen, Sally Field, Denis Leary und Rhys Ifans ist das Drama nicht nur der wichtigste Teil von Amazing Spider-Man, sondern auch der beste.

Auch die Action ist kompetent choreografiert und generell gut gefilmt, gerade im effektiven, wenn auch etwas kurzen Showdown. Die Effekte sind gut (über den Look von Lizard lässt sich streiten) und Kampfszenen, in denen sich Spider-Man übermenschlich schnell bewegt sind besonders gelungen. Effektiv sind auch die Momente, in denen sich Spider-Man durch die Straßen schwingt – wie im Comic mit selbstgebastelten Netz-Shootern. Hier kommt auch das 3D zum Tragen, das sonst über weite Strecken des Films zwischen unnötig und störend fluktuiert. Gerade in den Dialogszenen beschränkt sich der Effekt darauf, die Charaktere in ein grünlich-dämmriges Licht zu tauchen; vielleicht um dem Zuschauer zu zeigen, wie „David Finchers Spider-Man“ aussehen würde. Da der 3D-Effekt in den ruhigeren Szenen nur minimal ist, kann man hier die Brille getrost ausziehen.

Einarmiger Bandit: Dr. Connors alias Lizard

Der Film erinnert immer wieder daran, dass die Figuren in unserer Welt verwurzelt sind – wie in einer Szene, in der Spider-Man mit einem Handy-Spiel die Wartezeit verkürzt – und bringt Peter Parker und Gwen Stacy (keine Mary Jane-Watson) gleichzeitig näher an die Comic-Vorlage als es Raimi getan hat. Aber auch wenn Webb seine Charaktere ernster nimmt als es die meisten Superhelden-Filme tun, fühlt sich sein Amazing Spider-Man nie an wie ein Autorenfilm; von der kreativen Handschrift des Regisseurs und seinen Manierismen, die in (500) Days of Summer sehr im Vordergrund stand, ist hier nicht viel übrig.

Stattdessen ist das Spider-Man-Reboot ein kompetenter, routinierter Studiofilm geworden. Mit fantastischen Schauspielern, guten Dialogen und solider, originell inszenierter Action. Man kann darüber streiten, ob das Reboot nötig gewesen wäre, aber da Sony scheinbar vorhat, die Serie sehr stark auf der veränderten Mythologie aufzubauen (in der auch Peter Parkers Vater eine Rolle spielt) wäre eine pure Fortsetzung zu Sam Raimis Spider-Man-Filmen keine Alternative gewesen.

The Amazing Spider-Man ist weder so finster wie Nolans Dark Knight noch so spektakulär wie Whedons Avengers. Trotzdem holt das Update und Reboot die Spider-Man-Serie mit seinen stärker geerdeten Charakteren effektiv in unsere Zeit und muss sich trotz kleiner Schwächen nicht hinter Raimis Filmen (vor allem nicht hinter dem dritten) verstecken.

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  • 27. Juni 2012 auf 17:12

    Welcome back ihr zwei Turteltäubchen!
    Spiderman Neuauflage im Kino und bald erscheint die 100.Comicausgabe. Es ist Spidey-Zeit!

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