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Filmkritik-Sparring: Attack the Block

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Filmkritik-Sparring: Attack the Block

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PopKulturSchock geht in den Ring für: Joe Cornishs Attack the Block (Kinostart 22.09.)

Desirée:

Eigentlich wollen der 15jährige Moses und seine Gang nur in Ruhe ein paar kleine Überfälle abwickeln, da fällt ein seltsames pelziges Vieh aus den Wolken. Moses bringt dessen Leiche als Trophäe nach Hause, ahnt aber nicht, dass er damit eine Alien-Invasion auf seinen Wohnblock herabbeschwört.

Eigentlich geht es in Attack the Block, dem Debütfilm des Briten Joe Cornish, wesentlich mehr um die Charaktere und ihre Beziehung zueinander als um die wildschweinartigen Aliens: Um Moses, der nicht zugeben will, dass er eigentlich ein netter Kerl ist, um Pest, der eigentlich nur spielen will, und um Sam, die zähneknirschend über ihre Vorurteile hinweg kommt. Auf der anderen Seite macht der Film keine Gefangenen: Anders als bei Vorbildern wie

Alienz n the Hood

Ghostbusters gibt es bei der Attacke auf den Wohnblock eine Menge Opfer, und diese Tode sind nicht besonders hübsch anzuschauen.

Trotzdem ist Attack the Block für mich einer der Feel-Good-Filme des Jahres. Joe Cornishs Drehbuch ist unglaublich leicht und witzig, und seine Crew hat eine tolle Chemie; vor allem aber hat jedes kleine Detail, das im ersten Teil des Films angelegt ist, am Ende einen Payoff. Obwohl der Film nicht den Fehler macht, mit einem kitschigen Happy-End all die hässlichen Tode der letzten 90 Minuten wegzuwischen, hatte ich beim Verlassen des Kinos ein wärmeres Gefühl im Bauch, als bei fast jeder romantischen Komödie.

Kai:

Ich hätte vielleicht nicht Feel-Good-Film gesagt, aber Attack the Block macht sehr, sehr viel Spaß. Man merkt an vielen Stellen, dass Regisseur Joe Cornish aus dem Dunstkreis von Hot Fuzz– und Scott Pilgrim-Regisseur Edgar Wright stammt – nicht zuletzt wegen der Präsenz von (Simon Peggs Dauer-Sidekick) Nick Frost und Wrights Beteiligung als Produzent.

Qualitätsgarant: Nick Frost

Das Genre Horror/Sci-Fi-Komödie hat in den letzten Jahren nicht all zu viele Highlights gehabt; Attack the Block spielt aber tatsächlich in einer ähnlichen Liga wie Ghostbusters oder Shaun of the Dead (in dem Cornish als Zombie zu sehen ist). Vielleicht liegt es daran, dass Cornish die Action, Sci-Fi und Comedy Elemente gleichermaßen ernst nimmt, und man von Szene zu Szene nie weiß was man bekommt – bei den Slapstick-Einlagen geht er genausowenig Kompromisse ein wie bei den spärlich eingestreuten Gore-Effekten. Die pulsierende urbane Elektro-Score und der coole Look der Aliens (Zähne die im Dunkeln leuchten!!!) sind es aber, die Attack the Block endgültig als Party-Film qualifizieren.

Das größtenteils jugendlichen Ensemble hat kein schwaches Glied, Kamera und Regie sind elegant und Cornishs straffes Erzähltempo lässt keinen Moment Langeweile aufkommen. Die Geschichte gibt vielleicht nicht genug her, um als wirklich großes Kino durchzugehen. Dafür hat sich Attack the Block einen Platz im Kultfilm-Regal verdient, zwischen Sam Raimis Armee der Finsternis und John Carpenters Big Trouble in Little China.

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