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Filmkritik: Robocop

Film
Überblick
Item Reviewed

Robocop

Author
5. Februar 2014
Genre

Science Fiction, Satire, Action

Regisseur

José Padilha

Besetzung

Joel Kinnaman, Gary Oldman, Michael Keaton, Abbie Cornish, Jackie Earle Haley, Michael K. Williams, Jennifer Ehle, Jay Baruchel

Drehbuch

Joshua Zetumer, auf Grundlage des Drehbuchs von Edward Neumeier und Michael Miner

Kommt aus

USA

Jahr

2014

Das kauf ich für nen Dollar: Das starbesetzte Remake des blutigen Kult-Klassikers ist an der Oberfläche zu glatt, aber der Kern ist intakt

Robocop Poster

Der verbrannte Körper von Polizist Alex Murphy (Joel Kinnaman) wird fast vollständig durch eine Maschine ersetzt und soll so die tödliche Präzision und Effizienz eines Roboters mit dem Gewissen eines Menschen vereinbaren. Das allerdings stürzt nicht nur Murphy in eine Identitätskrise, „Robocop“ wird auch für seine „Schöpfer“ unbequem, als er zu gewissenhaft Korruption aufdeckt.

In mancher Hinsicht hat die Wirklichkeit Paul Verhoevens satirischen und blutgetränkten Actionthriller mittlerweile überholt, gerade was die Mediensatire angeht. In einer Zeit in der bewaffnete Dronen in Kriegsgebieten eingesetzt werden, trifft  die Handlung aber noch immer einen Nerv. José Padilhas Adaption ist optisch polierter und  deutlich weniger brachial als Verhoevens Schlachtplatte, geht aber respektvoll mit den Ideen des Originals um.

robocopShooting-Star Kinnaman (The Killing) ist einer der interessanteren Schauspieler der letzten Jahre; als Cyborg Murphy ist er leider überfordert und schafft es – anders als Peter Weller im Original – nicht, mit den begrenzen Mitteln, sein natürliches Charisma zu entfalten; außerdem spielen ihn Kollegen wie Gary Oldman, Michael Keaton und Jackie Earle Haley ständig an die Wand.

Hätte es Verhoevens Film nie gegeben, wäre Robocop ein etwas zu glatter, aber trotzdem visionärer Sci-Fi Thriller. Samuel L. Jacksons Hurra-patriotischer Moderator ist ein würdiger Ersatz für die alten Nachrichten-Einblendungen und das Drehbuch wirft die selben existenziellen Fragen auf wie das Original. Es wäre zwar interessanter gewesen, einen völlig eigenen Film zu machen, also die ethischen Fragen, die größtenteils kompetente Besetzung und das fantastische Design in den Dienst einer neuen Geschichte zu stellen. Verglichen mit vielen Remakes, Reboots und Sequels der letzten Jahre ist Robocop aber erstaunlich gut gelungen.

US-Trailer:
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Unterm Strich

José Padilhas deutlich zahmeres Remake bleibt zwar hinter Paul Verhoevens Film zurück; trotzdem ist Robocop 2014 ein geglücktes Update mit Seitenhieben auf die US-Medien und den Dronenkrieg.

Pop/Kultur/Schock: Kultur
Padilhas Film funktioniert zwar als Popcorn Kino, ist aber vor allem - wie schon das Original von 1984 - eine Satire

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  • 5. Februar 2014 auf 20:27

    Ich halte es bei diesem Remake mit den Marsmännchen der Sesamstraße: Nope! Nope! Nope! Nope!
    Allein schon die Optik geht gar nicht: Robo sieht aus wie ein Bastard aus Zylone und K.I.T.T., bewegt sich wie ein Superheld im kneifenden Latexkostüm und wird von schlechter CGI gekrönt. Da zieht mich selbst ein Gary Oldman nicht rein.

    • 6. Februar 2014 auf 10:06

      Kann ich verstehen (auch wenn die CGI wirklich gut ist!). Nach den Trailern hatte ich einen wesentlich schlechteren Film erwartet. Immerhin ist der Regisseur ein Fan des Originals, und das merkt man dem Film an. Auf der Remake-Skala würde ich ihn zwischen Evil Dead (gut) und Total Recall (schlecht) so etwa in der Mitte ansiedeln.

  • 5. Februar 2014 auf 23:15

    Mich persönlich spricht der Trailer nicht an (und ich kenne nebenbei auch das Original nicht), aber deine Rezension gefällt mir für sich genommen sehr gut. Macht Spaß, sie zu lesen.

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