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Filmkritik: Ralph Reichts (Wreck-it Ralph)

Film
Überblick
Item Reviewed

Ralph Reichts

Author
5. Dezember 2012
Originaltitel

Wreck-It Ralph

Genre

Animation, Comedy

Regisseur

Rich Moore

Besetzung

John C. Reilly, Sarah Silverman, Jack McBrayer, Alan Tudyk, Mindy Kaling, Jane Lynch, Joe Lo Truglio, Ed O'Neill, Dennis Haysbert

Drehbuch

Phil Johnston, Jennifer Lee

Jahr

2012

Länge

101 Minuten

Disneys nostalgischer Spielhallen-Besuch ist einer der besten Animationsfilme der letzten Jahre

Ralph PosterWreck-it Ralph, deutsch Ralph Reichts, ist ein Liebesbrief an die Geschichte der Videospiele, und das ab der ersten Sekunde, an dem Moment in dem der pixelige 8-bit Mickey sein bekanntes Lied pfeift. Die unterschätzte Comic-Verfilmung Scott Pilgrim vs. The World hat vor ein paar Jahren das Universal-Logo der gleichen Behandlung unterzogen, aber ausgerechnet den kleinen Helden aus Steamboat Willie im 80er Arcade-Look zu sehen rührt das Retro-Geek-Herz auf eine ganz besondere Art.

Hauptfigur ist der 8-Bit Bösewicht Wreck-it Ralph, eine Art menschlicher Donkey Kong, dessen Hauptbeschäftigung es ist, im Spiel „Fix-it Felix jr.“ einen Wohnblock zu demolieren, während der Titelheld mit seinem magischen Hammer hinter ihm her repariert. Aber auch die wöchentliche Bösewicht-Selbsthilfegruppe kann Ralphs allzu menschlichem Problem keine Abhilfe schaffen: Er hat es satt, immer der Bösen zu sein und möchte statt dessen das, was Felix hat, die Anerkennung der „Kollegen“. So zieht er aus, um sich in anderen Teilen der Spielhalle den Respekt zu holen, den er in seinem eigenen Spiel nicht bekommt.

Tron meets Mario

Ralph 4Da Wreck-it Ralph fast ausschließlich im Inneren von Computerprogrammen spielt, sind Vergleiche mit dem 80er Klassiker Tron (und dessen Sequel) vorprogrammiert. Tatsächlich kommen genau wie bei Tron (übrigens auch ein Disney-Film) Arcade-Fans auf ihre Kosten. An jeder Ecke warten eine Anspielungen auf Spieleklassiker oder Auftritte alter Bekannter wie Q-Bert, Sonic, Bowser(Super Mario) oder M.Bison und Zangief aus Street Fighter.

Aber auch die erfundenen Figuren fügen sich lückenlos ein; seien es die Halo-artigen Zukunftssoldaten aus dem 3D-Shooter„Hero’s Duty“ oder die niedlichen Rennfahrer (und /innen) aus „Sugar Rush“, dem knallbunten Backdrop für den größten Teil des Films. Die Schauspieler – das Wort „Sprecher“ ist unzulänglich, da ihr Spiel auch die Optik bestimmt,  sind wie meistens bei Disney erstklassig (zumindest in der gezeigten Originalfassung). John C. Reilly ist die Rolle des grobmotorischen Titelhelden auf den Leib geschrieben und Sarah Silverman spielt den „Programmfehler“ Vanellope von Schweetz wie eine niedliche, weniger derbe Variante ihres Comedy-Acts.

Mehr Pixar als Disney

Aber auch wenn die Figuren, allen voran die in „Sugar Rush“, an Disneys Alice im Wunderland erinnern, fühlt sich Wreck-it Ralph nie so ganz an wie ein klassischer Disney-Film. Statt dessen, und das liegt sicher auch an Regisseur Rich Moore und dessen umfangreiche Futurama-Erfahrung, erinnert die hohe Gagfrequenz und der optische Schliff eher an die Filme des Tochterstudios Pixar.

Zurück in die 80er: “Werbespot” für Fix-it Felix

Ralph 2Gelungen ist auch das 3D, das gelegentlich Szenen durch Effekte veredelt, aber größtenteils den Bildern zusätzliche Tiefe gibt, und dabei nie aufgesetzt oder unpassend aussieht. Überhaupt sind es zur Zeit gerade animierte Filme, die von der 3D Technologie profitieren, während es bei Live-Action in vielen Fällen eher zu einem dunkleren Bild und ruckeligen, deplatzierten Effekten führt. Die digitalen Welten von Wreck-it Ralph sehen auch in 2D sehr gut aus, aber es gibt bisher wenige Filme, in denen 3D besser zum Look und Inhalt passt.

Wreck-it Ralph ist aber mehr als ein optisches Feuerwerk, sondern erzählt eine Geschichte mit viel Herz und einer unerwartet finsteren Backstory, die ähnlich pointiert Themen wie Tod und Vergänglichkeit anspricht wie die Toy Story-Reihe oder Brad Birds The Iron Giant (Der Gigant aus dem All).

Ein echtes Highlight kommt noch vor dem Vorspann (und sogar noch vor 8-bit Mickey): Der Kurzfilm Paperman ist ein künstlerischer Triumph, eine klassische Liebesgeschichte in einer visuell spannenden – und unerwarteten – Kombination aus handgezeichneter Schwarzweiß-Animation und 3D.

US Trailer:

 

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Man muss kein Videospiel- oder Arcade-Fan sein, um an Wreck-it Ralph großen Spaß zu haben, aber vor allem für 80er und 8-bit Nostalgiker ist Ralph ein Realität (oder zumindest Film) gewordener Traum, der sich problemlos mit den besten Disney (und Pixar) Filmen messen kann.

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