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Filmkritik: Premium Rush

Film
Überblick
Item Reviewed

Premium Rush

Author
25. Oktober 2012
Genre

Thriller, Action

Regisseur

David Koepp

Besetzung

Joseph Gordon-Levitt, Dania Ramirez, Sean Kennedy, Anthony Chisholm, Kevin Bolger, Aasif Mandvi, Michael Shannon, Jamie Chung

Drehbuch

David Koepp, John Kamps

Spielt in

New York

Kommt aus

USA

Jahr

2012

Länge

91 Minuten


David Koepps stylischer Fahradthriller hat die Zutaten für einen Genreklassiker, kommt aber auf halber Strecke aus der Puste

Premium Rush hätte auch „Lola Radelt“ heißen können; schließlich hat er viel von der atmemlosen, manischen Energie von Tom Tykwers Lola Rennt. Mit einem Unterschied: Trotz seiner verschachtelten Struktur erzählt Premium Rush eine gradlinige Geschichte.

Wilee (Joseph Gordon Levitt) ist Fahradbote, der nach abgebrochenem Jurastudium sein Hobby zum Beruf und seinen Beruf zur Lebensphilosophie erhoben hat. Mithilfe seines analytischen Blicks findet er in Sekundenbruchteilen den schnellsten und sichersten Weg durch die verstopften Straßen New Yorks, im Slalom durch Taxen und Fußgänger. Nachdem er einen eiligen Auftrag für eine Bekannte annimmt, hat er plötzlich einen korrupten Polizisten auf den Fersen, der über Leichen geht um die Auslieferung zu verhindern.

Premium Rush beginnt mit einer Katastrophe (mitreißend untermalt vom Who-Klassiker „Baba O’Reilly“) und zeigt dann mit Rückblenden in mehrere Zeitebenen, wie es zu diesem Punkt kommt. Koepp ist ein geschickter Drehbuchautor (u.a. Spider-Man, Jurassic Park und Carlitos Way) und schafft es mit rasant aufeinanderfolgenden Actionszenen und einer fragmentarisch eingestreuten Backstory, zu fesseln. Leider wird es danach holprig: Nachdem die Charaktere vollständig etabliert sind und die Handlung am Ausgangspunkt angekommen ist, geht Koepps Drehbuch auf halber Strecke der Atem aus. Der letzte Akt ist zwar solide erzählt und spektakulär gefilmt, muss aber leider ohne den schweißtreibenden narrativen Drive der ersten Stunde auskommen.

Viel Adrenalin, zu viele Zufälle

Dieses Problem hat Koepp nicht zum ersten Mal: Sein Regiedebüt A Stir of Echoes (Echos) und der Johnny Depp-Horrorthriller Secret Window knicken im letzten Akt ebenfalls ein und schalten auf Autopilot. Die Durststrecke in der Mitte von Premium Rush hat aber noch einen Haken: Bei näherer Betrachtung merkt man, dass sich die Handlung auf extrem viele Zufälle und Dei Ex Machina stützt: Offenbar kennt in New York jeder jeden und man begegnet sich außerdem an jeder Ecke. Immerhin schafft es Koepp aber, sich kurz vor dem Ende noch einmal zu fangen und seinen Film mit einem angemessenen Showdown  zuende  zu bringen. Michael Shannon (Revolutionary Road, Boardwalk Empire) ist ein angemessener Gegenspieler für Gordon-Levitt, selbst wenn das Drehbuch seinem Charakter nicht besonders viel Tiefe zugesteht.

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Unterm Strich

Unterm Strich bleibt ein Style-over-Substance-Thriller übrig, der zu zwei Dritteln originell und spannend und im Rest immerhin routinierte Unterhaltung ist. Premium Rush ist nicht so rund wie der Anfang erhoffen lässt, aber eins muss man David Koepp zugestehen: Er lässt Fahradfahren im Stau so aufregend aussehen wie den Showdown von Mad Max 2.

Pop/Kultur/Schock: POP

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