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Filmkritik: Painless

Film
Überblick
Item Reviewed

Painless

Author
21. Mai 2013
Originaltitel

Insensibles

Genre

Horror, Drama

Regisseur

Juan Carlos Medina

Besetzung

Àlex Brendemühl, Tómas Lemarquis, Ilias Stothart, Mot Harris Dunlop Stothart, Derek de Lint, Ramon Fontserè , Sílvia Bel

Drehbuch

Juan Carlos Medina, Luiso Berdejo

Spielt in

Spanien

Kommt aus

Spanien

Jahr

2012

Eine unverblümte Abrechnung mit der Franco-Diktatur im Gewand eines Horrorfilms

Painless Poster Rechte: Universum FilmJuan Carlos Medinas Painless spannt einen weiten Bogen, von den 30er Jahren bis in unsere Zeit: Die Geschichte beginnt in einem kleinen katalanischen Dorf im Jahr 1931, als eine Gruppe von Kindern entdeckt wird, die keinen Schmerz fühlen. Unter dem Vorwand, die Kinder vor sich selbst zu schützen, trifft der Dorfrat die Entscheidung, sie auf Lebenszeit wegzusperren und ihnen jede Art von physischem Kontakt oder Kommunikation zu verwehren. Hauptfigur in Painless ist der junge Benigno, dessen Leidensweg Painless über mehrere Jahrzehnte verfolgt. In der zunächst losgelösten, in unserer Gegenwart spielenden Rahmenhandlung hat der Chirurg David einen Autounfall, der seine schwangere Frau das Leben kostet. Durch den Unfall wird außerdem entdeckt, dass David schwer krank ist. Völlig unerwartet weigern sich seine Eltern, ihm mit einer Knochenmarkspende das Leben zu retten.

Ein offensichtlicher Bezugspunkte für Medinas Horrorfabel sind die Filme The Devil’s Backbone und Pans Labyrinth in denen der Mexikaner Guillermo del Toro ebenfalls eine übernatürliche Geschichte als Allegorie für spanische Geschichte verwendet.

Rechte: Universum Film

Rechte: Universum Film

Wie ein Puzzle setzen sich der jahrzehntelange Leidensweg des jungen Benigno und die Geschichte von David nach und nach zusammen, bis sich schließlich der Kreis schließt. Als historische Fabel fehlt es dem Drehbuch von Medina und [Rec]-Coautor Luiso Berdejo manchmal an Subtilität, und gerade wenn die Kinder im Namen der Wissenschaft unmenschlich behandelt werden, glaubt man manchmal, eine einfacher gestrickte, jugendfreie(re) Version von Pier Paolos Pasolinis kontroversem Salo oder die 120 Tage von Sodom zu sehen.

Rechte: Universum Film

Rechte: Universum Film

Umso effektiver ist Medinas Film als atmosphärisches Horrordrama; alleine durch Ton, Licht und Schatten erzeugt der junge Regisseur in seinem Erstling eine konstant gespannte Atmosphäre und kommt dabei komplett ohne Jump-Scares und sonstige Genre-Klischees aus.

Regisseure wie Alejandro Amenabar (Tèsis, The Others) und Jaume Balagueró (The Nameless, [REC]) haben in den letzten zwei Jahrzehnten dem spanischen Horrorfilm eine einzigartige, unverwechselbare Identität gegeben, und auf diesem künstlerischen Fundament, zwischen klassischem Horror und Programmkino, ist auch Painless gebaut. Auch wenn die Ausführung manchmal hinter der Ambition zurückbleibt, ist das finster-poetische Drama ebenso originell wie sehenswert.

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Painless ist eine clever konstruierte und meisterhaft inszenierte Fusion aus Geschichts-Aufarbeitung und Horror,

Pop/Kultur/Schock: SCHOCK

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