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Filmkritik: Pacific Rim

Film
Überblick
Item Reviewed

Pacific Rim

Author
11. Juli 2013
Genre

Kaiju, Mecha, Action, Science Fiction

Regisseur

Guillermo Del Toro

Besetzung

Charlie Hunnam, Diego Klattenhoff, Idris Elba, Rinko Kikuchi, Charlie Day, Burn Gorman, Max Martini, Robert Kazinsky, Clifton Collins Jr., Ron Perlman

Drehbuch

Travis Beacham, Guillermo del Toro

Kommt aus

USA

Jahr

2013

Größer ist nicht immer gleich seelenlos: Guillermo Del Toro bleibt sich mit seinem Goliath-gegen-Goliath-Epos treu

Pacific Rim Poster; Rechte: Warner BrosGuillermo del Toros letzte Projekte sind allesamt baden gegangen; nach langem Warten musste er den Regiestuhl des Hobbit verlassen, und seine H.P. Lovecraft-Verfilmung At the Mountains of Madness wurde kaltblütig vom Studio abgesägt. Jetzt allerdings meldet sich der Mexikaner nach fünf Jahren unfreiwilliger Leinwandabstinenz endlich zurück: In Pacific Rim bedrohen in naher Zukunft riesige Monster aus einer anderen Dimension, sogenannte „Kaiju“,  unseren Planeten,  und die letzte Chance für die Menschheit sind die „Jaeger“, mechanische Giganten, die von je zwei Piloten gesteuert werden.

Auf den ersten Blick sieht Pacific Rim aus wie eine Kreuzung aus Godzilla und Michael Bays Transformers-Filmen. Während allerdings der japanische Monsterklassiker ein eindeutiges Vorbild war, könnte Del Toros (und Co-Autor Travis Beachams) Film nicht weiter von Michael Bays überteuerter und hurra-patriotischer Spielzeug-Werbung entfernt sein.

Ein treffenderer Vergleich sind Filme wie Star Wars und The Matrix, die mit viel Fantasie einen bisher unbekannten filmischen Kosmos erschaffen. Im Fall von Pacific Rim ist dieser Kosmos außerdem durchsetzt von Del Toros Markenzeichen wie märchenhafter Atmosphäre, rostiger Steampunk-Optik und natürlich schleimigen Monstern.

Pacific Rim; Rechte: Warner BrosNach einem ausgedehnten, epischen Prolog – andere hätten daraus einen ganzen Film gemacht – hat der langjährige Krieg die Menschheit in die Knie gezwungen. Große Teile der Erde haben sich in postapokalyptische Ruinen verwandelt und auch die wenigen noch intakten Jaeger sind in stark abgenutztem Zustand. Angeschlagen sind auch die Charaktere, vor allem der charismatische Raleigh Beckett (Charlie Hunnam), der nach einer traumatischen Erfahrung seine Pilotenbrille an den Nagel hängt und Mako Mori (Rinko Kikuchi, Babel) die seit ihrer tragischen Kindheit davon träumt, selbst einmal einen Jaeger zu steuern.

Pacific Rim Rechte: Warner BrosDie Charaktere scheinen allesamt B-Movies vergangener Zeiten zu entstammen, und die oft albernen Dialoge spiegeln Del Toros Bewunderung für die dick aufgetragenen Abenteuerfilme der goldenen Hollywood-Ära wider. Die Stars sind allerdings vor allem die Kaiju und Jaeger: Für deren Design und für die spektakulären Schlachten hat Del Toro offenbar direkt den Kopf seines zwölfjährigen Ichs angezapft. Die Actionszenen sind mit derart viel Charme und Fantasie inszeniert, dass Michael Bay wohl leise in sein Kopfkissen weint.

Pacific Rim; Rechte: Warner BrosWer Guillermo Del Toro nur von Filmen wie Devil’s Backbone und Pans Labyrinth kennt, wird sich vielleicht fragen, ob hinter der Kamera wirklich derselbe steht. Dabei ist für den Regisseur die gewaltige Monster-gegen-Roboter-Materialschlacht ähnlich persönlich wie die intimen Geschichten am Rande des spanischen Bürgerkriegs. Del Toros erster veritabler Sommer-Blockbuster in der Tradition von Filmen wie Star Wars, Der Weiße Hai und zuletzt Avatar ist von Anfang bis Ende mit derselben kindlichen Begeisterung durchsetzt wie etwa Der Gigant aus dem All oder Sky Captain and the World of Tomorrow. Und die, kombiniert mit Del Toros Talent, einem gigantischen Effektbudget und einer charismatischen Besetztung, ist nicht nur der ultimative Sommer-Blockbuster, sondern pure Magie.

 

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Guillermo Del Toros Mischung aus Kaiju- und Mecha-Filmen ist ebenso naiv wie magisch

Pop/Kultur/Schock: POP

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  • 11. Juli 2013 auf 22:43

    Hm. Ich fand den Film leider überaus seelenlos, vom Charisma irgendeines Darstellers hab‘ ich gar nichts bemerkt, und die Kampfszenen zwischen Kaijus und Jaegers sind leider unübersichtlich inszeniert – was schade ist, da die Visualisierung natürlich technisch perfekt und beeindruckend geraten ist. Meine Rezension – folgt Anfang kommender Woche – wird insofern nicht ganz so positiv ausfallen. Die kindliche Begeisterung des Regisseurs bemerkt man in der Tat.

    • 12. Juli 2013 auf 08:40

      Witzig, ich hab vorher ziemlich genau das erwartet, was du beschreibst – der Trailer sah für mich auch eher seelenlos aus – und war dann extrem positiv überrascht. In einem Punkt geb ich dir aber recht: Die Kämpfe hätten wirklich nicht alle nachts und im Regen stattfinden müssen.

  • 12. Juli 2013 auf 14:08

    Ich glaube es ist sehr schwierig den Film zu mögen, wenn man Serien wie Neon Genesis Evangelion liebt. Pacific Rim / Del Toro hat sich doch von dieser Vorlage und einigen anderen (Godzilla, Gundam, …) inspirieren lassen. Muss man sich nun mit dem Gedanken abfinden, dass die NGE-Realverfilmung abgesägt wurde und schaut dann den Pacific-Rim-Trailer an, ist das wie ein Schlag ins Gesicht. Von der Catchphrase ‚To defeat monsters we created monsters‘ bis hin zum Design eines Jägers.

    • 12. Juli 2013 auf 15:22

      Ich weiß, was du meinst, aber der Vibe des Films ist ein sehr anderer als der, den man vom Trailer bekommt. Natürlich sind Neon Genesis Evangelion und Gundam klare Vorbilder (Godzilla sowieso), aber Del Toro macht schon definitiv sein eigenes Ding. Auf jeden Fall ist es kein Rip-off.

  • 13. Juli 2013 auf 10:13

    Also meine kindliche Begeisterung hat schon eingesetzt, als ich den Trailer zum ersten Mal gesehen habe. Nach deiner Rezension habe ich noch mehr die Hoffnung, dass ich nicht wie bei den Transformers enttäuscht werden. Dankeschön. 🙂

    • 13. Juli 2013 auf 17:28

      Danke für dein Vertrauen und den Kommentar 🙂

      Ich kann dich aber beruhigen: Selbst der schärfste Kritiker von Pacific Rim wird zugeben, dass er in einer ganz anderen Liga spielt als Transformers.

      Bin gespannt, wie er dir gefällt…

  • funky
    7. August 2013 auf 11:27

    Ich fand den Film durchwachsen.
    Die Effekte waren super und auch die Grössenverhältnisse kamen richtig gut rüber. Die Monster und Jäger wirkten nicht so poplig wie bei den Transformers.

    Aber auf Dauer wirkten die Schlachten doch ein wenig ermüdend zumal sie, wie schon gesagt, auch ein wenig übersichtlicher hätten sein können.

    Und Charlie Hunnam ist mal ein richtig schlechter Schauspieler. Ich kenne den nur aus Sons of Anarchy, wo er super reinpasst und mir auch gut gefällt. Aber hier spielt der ja quasi die selbe Rolle? Grossspurig rumlatschend und ca. einen Gesichtsausdruck. Wirklich richtig Mies!

    • 7. August 2013 auf 13:16

      Also ich finde Hunnam in Sons of Anarchy zwar auch besser als hier, aber IMO hat er den Film überzeugend und mit ausreichend Charisma getragen. DeNiro ist er nicht, aber als schlechten Schauspieler würde ich ihn auch nicht bezeichnen (fand ihn z.B. auch großartig in Undeclared).

      Was mich eher ein bisschen gestört hat, war die fehlende Steigerung am Ende. Von „Category 5“ hätte ich erwartet, dass das Monster drei mal so groß ist wie seine Vorgänger. Statt dessen sah es neben dem Jaeger mehr oder weniger genauso aus.

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