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Kritik: Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth

Film
Überblick
Item Reviewed

Maze Runner - Die Auserwählten im Labyrinth

Author
28. September 2014
Originaltitel

The Maze Runner

Genre

Science Fiction, Young Adult, Abenteuer

Regisseur

Wes Ball

Besetzung

Dylan O'Brien, Thomas Sangster, Kaya Scodelario, Ki Hong Lee, Blake Cooper, Will Poulter, Aml Ameen

Drehbuch

Noah Oppenheim

Jahr

2014

Amnesie im Irrgarten

Maze Runner PosterYoung Adult-Literatur, also Werke wie die Hunger Games, Divergent oder The Mortal Instruments müssen sich oft – mal mehr, mal weniger berechtigt – gegen die Anschuldigung wehren, nur ein verwässerter Abklatsch besserer, ernster Science Fiction zu sein. Angeblich werden darin verkopfte Konzepte und Gesellschaftskritik zum bloßen Hintergrund für eine drittklassige Abenteuer- oder Love-Story degradiert.

Auch James Dashners Debüt The Maze Runner (der deutsche Titel nimmt einen der großen Twists vorweg und macht so die erste Hälfte des Films überflüssig) muss sich diesen Vorwurf gefallen lassen; Dashner kombiniert in seinem Erfolgsroman (dem ersten Teil einer Trilogie!) Motive aus William Goldings Herr der Fliegen mit dystopischer Science Fiction der 70er zu einem intellektuell leichtgewichtigen Coming of Age/Abenteuerroman-Cocktail, wie ihn vor 30 Jahren Wolfgang Hohlbein hätte schreiben können:

Eine Gruppe JugendlicherMaze Runner 03 ohne Erinnerungen findet sich auf einer Wiese wieder, die auf allen Seiten von einem riesigen Steinlabyrinth umgeben ist. Bald arrangieren sie sich mit ihrer Umgebung: Die „Maze Runner“ laufen den ganzen Tag durch das Labyrinth, um einen Ausgang zu finden, immer darauf bedacht, bei Anbruch der Dunkelheit auf die Lichtung zurückzukehren – denn nachts schließen sich die Tore, und wer sich auf der falschen Seite befindet, ist verloren.

Maze Runner 01Man muss Special-Effects und Animations-Spezialist Wes Ball zugute halten, dass er in seinem Regiedebüt aus einer literarisch unzumutbaren Vorlage einen passablen Film herausgekitzelt hat. Auch wenn er die inhaltlichen Schwächen größtenteils übernimmt, sind Dialoge und Erzählfluss deutlich verbessert. Auch das insgesamt ansprechende Produktionsdesign die biomechanoiden „Griever“ und eine Handvoll solide inszenierter Actionszenen machen den Maze Runner fast sehenswert. Am Ende überwiegt aber das Gefühl, zu vieles schon einem in anderen – und besseren – Filmen gesehen zu haben.

Gezeigt wurde die deutsche Fassung.

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Unterm Strich

Vielleicht werden die Fortsetzungen interessanter sein, aber der Auftakt der Maze Runner-Trilogie ist nicht mehr – oder weniger – als ein unoriginelles, kurzweiliges Sci-Fi Abenteuer. Fans der Romanserie können sich über eine gelungene Verfilmung freuen, Genrefans immerhin über eine versteckte Hommage an den verstorbenen Creature-Effekt-Magier Stan Winston.

Pop/Kultur/Schock: Pop
Trotz literarischer Einflüsse wie Herr der Fliegen ist The Maze Runner Unterhaltungskino ohne Tiefgang.

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