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Filmkritik: Mama

Film
Überblick
Item Reviewed

Mama

Author
11. April 2013
Genre

Horror, Drama

Regisseur

Andrés Muschietti

Besetzung

Jessica Chastain, Nikolaj Coster-Waldau, Megan Charpentier, Isabelle Nélisse, Daniel Kash

Drehbuch

Neil Cross, Andrés Muschietti, Barbara Muschietti

Jahr

2013

Länge

100 Minuten

Trotz einiger Schwächen ist die Del Toro-Produktion eine bemerkenswerte und effektive Geistergeschichte

Mama Poster Rechte: UPIAndrés Muschiettis Mama ist ein klarer Fall von zu vielen Köchen. Die verderben den Brei zwar nicht, aber auf ein paar Zutaten hätte er gut verzichten können. Die Geschichte beginnt mit einem verzweifelten Vater (Game of Thrones-Star Nikolaj Coster-Waldau, gleichzeitig mit Oblivion im Kino), der im Affekt seine Frau erschießt und dann mit seinen zwei kleinen Töchtern flieht. Bevor er allerdings in einer verlassenen Hütte im Wald den Rest seiner Famile auslöschen kann, rettet eine eigenartige Erscheinung die beiden Töchtern vor ihrem verzweifelten Vater. Als die beiden Jahre später gefunden werden, beschließen Lucas, der Bruder des Verstorbenen (auch Coster-Waldau), und seine Frau Annabel (Jessica Chastain), die Beiden zu adoptieren. Schon bald hat Lucas das Gefühl, dass die verstörten Mädchen jemanden in sein Haus mitgebracht haben.

Mama basiert auf dem effektiven Kurzfilm Mamá von 2008; der hat Guillermo del Toro (Pans Labyrinth, Hellboy) überzeugt, eine Spielfilmversion zu produzieren. Tatsächlich ist es genau die Art Geschichte die auch Del Toro gerne erzählt, und sein Einfluss ist an allen Ecken und Enden zu spüren. Aber trotz vieler Parallelen zu Del Toros Filmen, vor allem dem unterschätzten Devil’s Backbone, hat Mama eine eigene Identität, die vor allem von der ausdrucksvollen, manchmal surrealen Bildersprache des Regisseurs geprägt ist.

Mamá-Kurzfilm:

Rechte: UPIMama funktioniert als manchmal unheimliches, manchmal trauriges Geisterdrama, und gleichzeitig als effektives Bild für gestörte Kommunikation zwischen Eltern und Kindern. Leider fällt der Film immer dann auseinander, wenn er außerdem versucht, ein Horrorfilm mit Schreckmomenten zu sein. Während Muschietti, del Toro und Co-Autor Neil Cross (Doctor Who) alle für sich sehr talentiert sind, ist das Ergebnis der Zusammenarbeit nicht immer stimmig. Die manchmal etwas gezwungen, übergestülpten Genreklischees ruinieren Mama zwar nicht, verwässern aber die Poesie der Geschichte. Mama ist in den Szenen am effektivsten, in denen man sich fragt, was in den Schatten lauert. Dieser Effekt wird gerade im späteren Verlauf des Films ein bisschen durch überpräsente und nicht ganz überzeugende digitale Effekte geschwächt.

Noch ärgerlicher ist die deutsche Synchronisation, die je nach Figur zwischen passabel und unerträglich fluktuiert, gerade im ersten Drittel des Films. Am unteren Ende dieser Skala befinden sie die kleinen Mädchen in den Anfangsszenen des Films und Jessica Chastains Character, eine Bassistin in einer Punkband, die mit Sätzen wie „Ey, das kannst du doch voll nicht bringen“ um sich wirft. Da ist es fast ein Segen, dass die jüngere Tochter Lilly, eindringlich gespielt von Isabelle Nélisse, eine fast komplett stumme Rolle hat.

Rechte: UPIWährend sich im dritten Akt die Horrorklischees die Klinke in die Hand geben, endet Mama mit einem tollen Showdown und einem eindringlichen, einprägsamen Schlussbild. Guillermo del Toro hat zwar zur Zeit mit dem Monster-Spektakel Pacific Rim die Hände voll; trotzdem merkt man, wie sehr ihm Muschiettis Film am Herzen gelegen hat und wie viel Gedanken und Arbeit er in Mama investiert hat – deutlich mehr als zum Beispiel bei Don’t be Afraid of the Dark.

Auch wenn das Ergebnis ist nicht immer aus einem Guss ist, und am besten in der Originalfassung zu genießen, ist Mama eine unheimliche, altmodische und gefühlvoll erzählte Geistergeschichte mit Bildern die so schnell nicht mehr aus dem Kopf gehen. Er ist totz seiner Schwächen ein bemerkenswerter Film – und Muschietti ist ein Regisseur, den man im Auge behalten sollte.

US-Trailer:

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