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Filmkritik: Inside Llewyn Davis

Film
Überblick
Item Reviewed

Inside Llewyn Davis

Author
5. Dezember 2013
Genre

Musikfilm, Drama, Road Movie

Regisseur

Joel & Ethan Coen

Besetzung

Oscar Isaac, Carey Mulligan, Justin Timberlake, Ethan Phillips, Robin Bartlett , Max Casella, Adam Driver, F. Murray Abraham, John Goodman

Drehbuch

Joel & Ethan Coen

Kommt aus

USA

Jahr

2013

Das lakonische Musik-Roadmovie der Coens folgt seinem eigenen Rhythmus

INSIDE LLEWYN POSTERSpätestens seit No Country for Old Men haben die Joel und Ethan Coen einen filmischen Freifahrtschein; zwischendurch drehen sie immer mal wieder mainstreamtaugliche(re) Filme wie Burn After Reading; aber Filme wie Inside Llewyn Davis sind der Albtraum jedes Studiobosses: Es gibt keine Action, Liebesgeschichte, große Lacher oder Momente in denen das Publikum in Jubel ausbrechen darf.

Statt dessen erzählen die Coens die unspektakuläre Geschichte eines ewigen Underdog, des talentierten aber vom Pech verfolgten und zunehmend hoffnungslosen Llewyn Davis (Oscar Isaac, Drive), der Anfang der 60er Jahre versucht, sich als Folksänger über Wasser zu halten.

Der geschmackssichere Soundtrack aus Dylan-artigen Folksongs, produziert von T. Bone Burnett, nimmt dabei ungewöhnlich viel Platz ein, so dass man gelegentlich das Gefühl hat, einen edlen Konzertfilm zu sehen. Die desaturierten, wunderschön ausgeleuchteten Aufnahmen verrauchter Bars und zwielichter Straßenecken – dem verlässlichen Auge von Kameramann Bruno Delbonnel (Amélie) geschuldet – verleihen dem lakonischen Sixties-Road Movie außerdem eine fast surreale Aura.

Llewyn 01Nicht nur das Erzähltempo ist – selbst für Coen-Verhältnisse – auffällig entspannt; Inside Llewyn Davis spielt generell nicht nach den Regeln etablierter Film Genres. So ergibt sich aus Musik, Bildern und dem fantastischen Ensemble (neben dem brillanten Oscar Isaac u.a. Carey Mulligan, F. Murray Abraham und Coen-Stammgast John Goodman) ein ganz eigenes und trotzdem stimmiges Gesamtkunstwerk. Manchmal wirkt es als wüsste der Film – wie sein Protagonist – selbst nicht so recht, wo er hin will. Wenn man sich aber auf den ganz eigenen Rhythmus von Inside Llewyn Davis einlassen kann, ist die Mischung aus Roadmovie, Tragikomödie und Konzertfilm geradezu hypnotisch.

 

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Einer der persönlichsten und unkommerziellsten Filme der Coen Brothers, kompromisslos und Leidenschaftlich. Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, ist Inside Llewyn Davis - genau wie sein Protagonist - Geschmacksache.

Pop/Kultur/Schock: Kultur

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  • 1. April 2014 auf 16:30

    Hauptsache man geht nicht mit der Erwartungshaltung in den Film, man würde gleich ein inspirierendes Künstlerportrait sehen, à la „Walk the line“ oder „Ray“. Dann wird es sehr schwer fallen sich auf dieses Machwerk einzulassen, wahrscheinlich verleitet es dann eher zum gähnen. Ich wäre jedenfalls gut damit beraten gewesen, mich vorab besser zu informieren. Diese Besprechung trifft es jedenfalls ganz gut und hätte mir dabei helfen können 🙂

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