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Filmkritik: Haywire

Film
Überblick
Item Reviewed

Haywire

Author
11. März 2012
Regisseur

Steven Soderbergh

Kommt aus

USA

Jahr

2012


Haywire, nach The Limey der zweite Rachefilm von Regisseur Steven Soderbergh und Autor Lem Dobbs, ist eine cineastische Currywurst, getarnt als Gänseleberpastete. Was zuerst aussieht wie ein vielschichtiger Programmkino-Thriller a la Die 3 Tage des Condor entpuppt sich bei näherem Hinsehen als visuell aufpolierter Actionkracher. Ohne klar ersichtlichen Grund steht Freelance-Agentin Mallory (Gina Carrano) plötzlich auf der Abschussliste ihrer Auftraggeber.

Die Geschichte beginnt mit dem dritten Akt und erzählt in dann verschachtelten Rückblenden was vorher geschehen ist. Neben Ähnlichkeiten mit dem oben erwähnten Robert Redford-Klassiker ist der Agentin-auf-der-Flucht-Filmgespickt mit Anleihen aus anderen Agententhriller wie der Jason Bourne-Trilogie und dabei in Soderberghs übliche Farbpalette und seinen bewährten 70er-Weichzeichner-Look getaucht.

Aber nicht nur der edel gestylte Look des Films, sondern auch seine Besetzung – u.a. Antonio Banderas, Ewan McGregor, Michael Fassbender, Channing Tatum, Michael Douglas und Bill Paxton – kann leicht darüber hinwegtäuschen, dass Haywire mehr guilty pleasure als cineastischer Leckerbissen ist. Haywire sind vor allem 90 Minuten, in denen Mixed Martial Art-Kämpferin Carrano mit Schlägen und Fußtritten für Vollbeschäftigung auf der Intensivstation sorgt und auch als Schauspielerin erstaunlich gut mit ihren namhaften Kollegen mithalten kann.

Nachdem letztes Jahr Roland Emmerich ein Drama über Shakespeare gedreht hat, sollte mich eigentlich nichts mehr wundern. Trotzdem ist ein Martial-Arts/Actionkracher von Programmkino-Ikone Soderbergh so ziemlich das letzte was ich erwartet hätte. Dabei klingt die Mixtur aus seinen üblichen visuellen Gimmicks (und einigen neuen, wie etwa die bizarre „Ikea-Cam“ die in einer Dialogszene zwischen Carrano und McGregor von Regalfach zu Regalfach wandert) mit fliegenden Fäusten und Kugeln nach einer guten Idee.

Die Handlung setzt sich zu sehr aus Versatzstücken anderer (besserer) Agenten-Thriller zusammen, um eine eigene Identität zu entwickeln und weder die Charaktere noch die Actionszenen haben besonders viel Profil. Als Experiment – ein Actionfilm fürs Programmkino – ist Haywire aber trotzdem sehenswert und fügt sich gut in Soderberghs Oevre ein.

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