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Filmkritik: Hänsel & Gretel: Hexenjäger

Film
Überblick
Item Reviewed

Hänsel & Gretel: Hexenjäger

Author
26. Februar 2013
Originaltitel

Hansel & Gretel: Witch Hunters

Genre

Comedy, Horror, Märchen

Regisseur

Tommy Wirkola

Besetzung

Jeremy Renner, Gemma Arterton, Famke Janssen, Robin Atkin Downes, Joanna Kulig, Thomas Mann, Peter Stormare

Drehbuch

Tommy Wirkola

Kommt aus

USA

Jahr

2013

Der Meta-Märchen-Action-Splatter ist eine gelungene Gratwanderung zwischen Kult und Käse

HG PosterWillkommen im B-Movie Himmel! An Tommy Wirkolas Hänsel & Gretel: Hexenjäger (Hansel & Gretel: Witch Hunters) konventionelle Maßstäbe anzulegen wäre purer Unsinn – genau wie der Film selbst. Offenbar war auch das Studio nicht überzeugt: Der Kinotermin ist immer wieder verschoben worden, und der letztendliche Frühjahres-Start sagt eher „schmutziges Geheimnis, dass man unter den Teppich kehrt“ als „Blockbuster“.

Um ehrlich zu sein: Die Geschichte um das mittlerweile erwachsene Geschwisterpaar aus Grimms Märchen (Jeremy Renner und Gemma Arterton), das mit einem brachialen Waffenarsenal in einer Art Steampunk-Märchenwelt Hexen zur Strecke bringt, funktioniert nicht. Die Charaktere sind inkonsistent, der Plot ist geradezu idiotisch und noch der Showdown ist kein bisschen spannend. Auch die Besetzung in Wirkolas Film ist alles andere als perfekt: Thomas Mann (Project X) spielt einen nervtötenden und überflüssigen Sidekick, und Famke Janssen (Goldeneye, X-Men) als ultimative Nemesis von Hänsel und Gretel hinterlässt keinen besonderen Eindruck.

HG-03Trotzdem kann ich es kaum erwarten, Hänsel & Gretel nochmal zu sehen. Mit absurden Einfällen wie Hänsels Diabetis-Erkrankung, Goth-Hexen und inspirierten (und erstaunlich blutigen) over-the-top Fun-Splatter-Einlagen hat Wirkolas Dead Snow-Nachfolger alle Elemente für einen absoluten Trash-Kultklassiker. Terry Gilliam hat das vor ein paar Jahren mit seiner Brüder Grimm-Verfilmung versucht, aber Hänsel & Gretel – übrigens gedreht in den deutsche Babelsberg-Studios – macht um ein vielfaches mehr Spaß als Gilliams Film – und auch als der „Bruder im Geiste“ Abraham Lincoln Vampirjäger.

Fans von B-Movie Perlen wie Sam Raimis Armee der Finsternis (der hier mit Sicherheit das Vorbild war!) oder John Carpenters Big Trouble in Little China sollten aufhorchen: Hänsel & Gretel: Hexenjäger spielt zwar (zumindest nach der ersten Sichtung) nicht in derselben Liga, hat aber das Potential, ein Film mit ähnlich großem Videoabend-Potential zu werden. Alle Beteiligten sind mit so viel Einsatz und Spaß bei der Sache, dass es schwer ist, sich nicht davon anstecken zu lassen.

Zwei Dinge sollte man sich allerdings merken. Man darf Hänsel & Gretel auf keinen Fall zu ernst nehmen.

Vor allem aber: Whatever you do, don’t eat the fucking candy!

Trailer:

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SO muss ein B-Movie aussehen: Tommy Wirkolas trashiger Märchen-Splatter verdient einen Platz in der selben Liga wie Sam Raimis Armee der Finsternis und Steven Sommers Mumie.

Pop/Kultur/Schock: POP

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  • 26. Februar 2013 auf 21:53

    Reblogged this on Die Belletristen und kommentierte:
    Kult oder Käse. Ein feines Wortspiel. Als ich den Trailer zu Hänsel & Gretel zum ersten Mal gesehen habe, dachte ich mir auch: so ein Käse! Aber in der letzten Nautilus war dann ein längerer Artikel zu lesen, der auch mich neugierig gemacht hat. Soll wohl doch mehr Kult als Käse sein. Zumindest ist der Film nicht frei von Selbstironie und parodistischen Märchenzitaten. Und das macht doch Mut. Hatte nämlich die Befürchtung, dass der Film sich ernst nimmt. Mal sehen…

  • 26. Februar 2013 auf 23:44

    … nunja: die ganze Geschichte ist ja, wie sie die Grimm’s erzählen, eine schlicht-schlechte Verkehrung der Tatsachen: in Wahrheit war die „Hexe“ keine bösartige Kannibalin, sondern eine durchaus genial-ehrbare Bäckerin, die das Lebkuchenrezept erfand, welches der wahre Schatz gewesen, den sie so eifersüchtig hütete.

    Hansl&Grete jedoch, Mitglieder der berühmt-berüchtigten PiratenPartei übrigens, lehnten es ab, für den Genuss am Lebkuchenhaus die fälligen GEMA-Gebühren zu entrichten, und sahen es als als ihr selbstverstänliches Recht an, die Kuchen&Zuckerstückchen kostenlos down zu loaden. So lockten sie sie, unter allzu durchsichtigem Vorwand an den Backofen, um sie dort hinein zu stoßen und grausamem Feuertod preis zu geben.

    Darauf raubten sie das lebkuchene Rezept und gründeten einen gigantischen Lebkuchenkonzern, von dessen Boni&Tantiemen sie, wenn sie nicht gestorben sind, bis heute glücklich leben. Über eine PR-Agentur, die „GrimmsBrothers“, setzten sie jenes Lügenmärchen in Umlauf, das wir noch heute glauben wollen, um sich als Verfolgte einer üblen AliensVerschwörung dar zu stellen. So war die wirklich wahre Wahrheit der Story …!… „… da oben sitzt ne Maus und wer sie fängt, darf sie eine riesengroße Pelzmütze darauf stricken…“ 🙂

  • 27. Februar 2013 auf 15:12

    Genau auf den Punkt getroffen! Ich fand die Story auch so schlecht und die Actionszenen so übertrieben, dass der Film schon wieder richtig viel Spaß gemacht hat. Ich weiß aber nicht, ob ich ihn unbedingt nochmal schauen möchte.

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