Paste your Google Webmaster Tools verification code here

Filmkritik: Gravity

Film
Überblick
Item Reviewed

Gravity

Author
1. Oktober 2013
Genre

Science Fiction, Thriller

Regisseur

Alfonso Cuarón

Besetzung

Sandra Bullock, George Clooney, Ed Harris

Drehbuch

Alfonso Cuarón, Jonas Cuarón

Kommt aus

USA

Jahr

2013

Kammerspiel im All

Gravity PosterSieben Jahre nach seinem letzten Film, dem dystopischen Meisterwerk Children of Men, hat Alfonso Cuarón mit Gravity wieder einen Science-Fiction Film gedreht. Des Setting ist dieses Mal allerdings deutlich weniger Elaborat: Anstatt einer komplexen Welt, die die schwärzesten Seiten unserer Gesellschaft spiegelt konzentriert sich Cuarón auf zwei Personen in der großen Leere des Weltalls.

Die Handlung ist schnell erzählt. Bei einer Reparatur-Mission in der Erdumlaufbahn werden Ryan (Sandra Bullock) und Matt (George Clooney) nach einem Einschlag von Satelliten-Bruchstücken von ihrem Shuttle getrennt und versuchen verzweifelt, im Weltraum zu überleben, während ihnen langsam der Sauerstoff ausgeht.

Die Dialoge, geschrieben von Cuarón und seinem Sohn Jonas sind abwechselnd warmherzig und clever, aber der Kern von Gravity ist die Optik, die den unvereinbaren Gegensatz zwischen dem atemberaubenden Anblick der Erde und der unbarmherzigen, tödlichen Kälte des Weltalls herausarbeitet. George Clooney ist gewohnt solide; der Star ist aber eindeutig Sandra Bullock, die als vom Schicksal gebeutelte Ärztin Ryan eine der besten und bewegendsten Leistungen ihrer Karriere hinlegt.

Gravity 01Gravity verzichtet auf eine Einführung, beschränkt die Exposition auf ein Minimum und die Handlung spielt sich über wenige Stunden ab, beinahe in Echtzeit. Anstatt einen komplexen Plot zu entwickeln, benutzt Cuarón die schlichte, gradlinige Geschichte, um seinen Charakteren viel Raum (wenn auch nur wenig Sauerstoff) zum Atmen zu geben.

Zwischen den aufregenden „Setpieces“ findet er immer wieder stille, wunderschöne Momente, in denen er die Kamera einfach mal auf einer Einstellung ruhen lässt, und in denen man beinahe vergessen könnte, dass Gravity ein nervenaufreibend spannendes, visuell beeindruckendes und technisch perfektes Spektakel ist, dessen neunzig Minuten schneller vorbeifliegen als Satellitentrümmer in der Erdumlaufbahn. Gravity ist ein Film den man nicht nur sehen muss, man sollte ihn wenn irgend möglich – und das sage ich nicht oft – in 3D sehen.

Extended Trailer:

 

Bewertung
Wir finden:
Ihr findet:
Hier bewerten
Total
Unterm Strich

Apollo 13 meets Open Water – mal wunderschön, mal spannend, immer atemberaubend

Pop/Kultur/Schock: POP

Gesamtwertung
User-Bewertung
Du hast dies bewertet
Eure Meinung zum Artikel
0%
0%
0%
0%
kommentieren
Antworten
  • funky
    10. Oktober 2013 auf 20:22

    Ich kann der Kritik nur zustimmen. Ein hammermässiger Film, und für mich neben Avatar der einzige Film bei dem ich 3D mal nicht beschissen fand.
    Die Story gibt nicht viel her, aber in dne 90min kam nicht einmal Langeweile auf. Ich hab immer mitgefiebert un dmich von den wunderbaren Aufnahmen verzaubern lassen.
    Die Specialeffekts sind ganz grosses Kino, v.a. da man sie nicht als solche erkennt. Die Schwerelosigkeit wirkte absolut realistisch(soweit ich das beurteilen kann 😀 )

    Einzig das Ende hat mir nicht 100% zu gesagt, aber das war nru ein Tropfen auf dem heissen Stein.

    Ein wirklich grossartiger Film den ich nur empfehlen kann!

    • 13. Oktober 2013 auf 12:31

      Yup! Ich hab ihn inzwischen ein zweites Mal gesehen. Ton, Bild und 3D waren im „normalen“ Kino zwar nicht so beeindruckend wie bei der Pressevorführung, aber der Film war immer noch genau so gut.

  • 24. Oktober 2013 auf 11:34

    Zum Thema, wie gut die Physik der Schwerelosigkeit in Gravity getroffen ist, gibt es hier einen ganz netten Beitrag auf Süddeutsche.de: http://tinyurl.com/pdjrbkh

  • 5. Januar 2014 auf 07:59

    Das 3D war wirklich großartig – und wenn ich mal ehrlich bin, erscheint mir nur Gravity wirklich als mein Top Favorit im Jahr 2013. Ein bisschen mehr Handlung hätte ich mir jedoch gewünscht… (-: Klasse Beitrag!

    • 6. Januar 2014 auf 18:33

      Danke 🙂
      Ja, Gravity war ganz klar eins der Highlights des Jahres. Aber mit Alfonso Cuarón kann man einfach nicht viel falsch machen. Children of Men ist für mich nach wie vor der beste dystopische Film der letzten zehn Jahre.

  • funky
    18. März 2014 auf 18:32

    ich hab den film jetzt nochmal im Kino und 3D gesehen und ich fand ihn immer noch geil!
    Hier im Kino war auch der Sound richtig bombastisch aufgedreht. Hammer!

    • 19. März 2014 auf 14:06

      Hab ihn auch vor kurzem nochmal gesehen. Ein paar Schwächen muss man ihm schon verzeihen (z.B. die Szene, in der Clooney „wegdriftet“), aber alles in allem einer der ungewöhnlichsten und innovativsten Filme der letzten Jahre. Und das 3D rockt 🙂

Alltagsgedoens eine Antwort hinterlassen
Antworten abbrechen

Total

}