Paste your Google Webmaster Tools verification code here

Filmkritik: Godzilla

Film
Überblick
Item Reviewed

Godzilla

Author
15. Mai 2014
Genre

Monsterfilm, Kaiju, Action

Regisseur

Gareth Edwards

Besetzung

Aaron Taylor-Johnson, Ken Watanabe, Bryan Cranston, Elizabeth Olsen, Sally Hawkins, Juliette Binoche, David Strathairn

Drehbuch

Max Borenstein

Jahr

2014

Länge

123 Minuten

Echse gut, alles gut!

Gozilla PosterRoland Emmerich hatte zwar 1998 mit seinem missglückten Versuch eines amerikanisierten Godzilla verbrannte Erde hinterlassen; 16 Jahre später sind die Wunden so weit verheilt, dass sich Warner mit Newcomer Gareth Edwards an einer Neuauflage versucht hat. Im Kielwasser von Guillermo Del Toros Pacific Rim (vom selben Studio) bringt Edwards den König der Monster zurück auf die Leinwand, ohne dabei an der bewährten Kombination von Monster- und Katastrophenfilm zu sehr zu rütteln.

In seinem Debüt Monsters war es Edwards gelungen mit zwei Hauptdarstellern und einem Heimcomputer einen Film zu drehen, der nicht nur nach dem hundertfachen seines Budgets aussieht, sondern dessen komplexe Hauptfiguren den Zuschauer im Bann halten. Genau hier liegt die Schwäche von Godzilla: Das Ensemble ist zwar gut zusammengestellt – Aaron Taylor-Johnson und Elizabeth Olsen (demnächst als Geschwister zu sehen in Joss Whedons Age of Ultron), Bryan „Heisenberg“ Cranston, Juliette Binoche, Ken Watanabe, Sally Hawkins und David Stathairn – die Schauspieler werden aber vom Drehbuch im Stich gelassen, und ihre Charaktere sind größtenteils  Abziehbilder: ein Soldat, der versucht, seine Familie zu finden; ein schießwütiger General; ein Wissenschaftler, der die Katastrophe kommen sieht und dem niemand glaubt.

GZ-MPCVFX-0021Den meisten Filmen hätten derart schwache Charaktere das dramaturgische Rückgrat gebrochen; im Fall von Godzilla allerdings sind die menschlichen Figuren ohnehin nur Statisten. Die Hauptattraktion sind die übergroßen Monster, und wenn die menschlichen Charaktere endlich das Feld räumen treten und die gigantischen Echsen sich gegenseitig angreifen (und dabei ihr urbanes Umfeld in Schutt und Asche legen) ist Godzilla geradezu atemberaubend spektakulär. Da hilft es auch, dass die gewaltigen Kreaturen sich in der ersten Hälfte des Films eher kamerascheu zeigen – die Monster-on-Monster Action spielt sich  größtenteils in Nachrichtenclips auf kleinen Fernsehschirmen ab – denn so erscheint der letztendliche Showdown umso spektakulärer. Der heimliche Held ist Komponist Alexandre Desplat, dessen Musik die gespannte Stimmung und die spektakuläre Monster-Action gleichermaßen effektiv untermalt.

Auch wenn die menschlichen Figuren nicht überzeugen können, hebt sich Edwards‘  Film wohltuend von Emmerichs ab: Im unheilvollen, abwartenden ersten Akt scheint besonders Steven Spielbergs Meisterwerk Unheimliche Begegnung der Dritten Art Pate gestanden zu haben. Edwards Film tritt in große Fußstapfen, und auch wenn die Charaktere etwas schwach geraten sind: Dramaturgie, Atmosphäre, Optik, Musik und vor allem das Monster selbst machen dem Namen Godzilla alle Ehre.

 

Trailer:
Bewertung
Wir finden:
Ihr findet:
Hier bewerten
Total
Unterm Strich

Ein herausragender Blockbuster mit kleinen Schwächen. Die Menschen sind in Gareth Edwards Nachfolger zum Low-Budget Wunderwerk Monsters nur Nebensache , aber die Monster lassen keine Wünsche offen.

Pop/Kultur/Schock: POP

Gesamtwertung
User-Bewertung
Du hast dies bewertet
Eure Meinung zum Artikel
0%
0%
0%
0%
kommentieren
Antworten

Petra Gust-Kazakos eine Antwort hinterlassen
Antworten abbrechen

Total

}