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Filmkritik: Ghost Rider – Spirit of Vengeance

Film
Überblick
Item Reviewed

Ghost Rider: Spirit of Vengeance

Author
21. Februar 2012
Genre

Comicverfilmung, Action

Regisseur

Brian Taylor, Mark Neveldine

Besetzung

Nicolas Cage, Violante Placido, Ciarán Hinds, Idris Elba, Johnny Whitworth, Fergus Riordan, Spencer Wilding, Sorin Tofan, Jacek Koman, Anthony Head, Cristian Iacob, Christopher Lambert

Drehbuch

Scott M. Gimple, Seth Hoffman, David S. Goyer

Kommt aus

USA

Jahr

2011

Länge

96 Minuten

Armer Johnny Blaze. Während einige seiner Marvel-Kollegen wie Spider-Man, Captain America, Iron Man und die X-Men in respektablen Blockbustern auftreten, ist der Ghost Rider, zusammen mit Blade und Daredevil, in die ewige B-Movie-Ecke verbannt.

Immerhin kann man den Produzenten einen gewissen Mut nicht absprechen. Nachdem der erste Ghost Rider-Film (von Daredevil-Regisseur Mark Steven Johnson) bei Kritikern und Publikum gleichermaßen gefloppt ist, hätten die meisten Studios mindestens den Hauptdarsteller ausgetauscht und den Film als Reboot angelegt, wenn nicht sogar die Franchise komplett eingemottet.

Ghost Rider: Spirit of Vengeance wird aber aller Vernunft zum Trotz als Sequel vermarktet und Nicolas Cage ist wieder Johnny Blaze. Der, seit einem unklugen Teufelspakt zeitweise von einem Dämonen in Gestalt eines brennenden Skeletts besessen, ist diesmal in Osteuropa unterwegs, um (gemeinsam mit Sidekick Idris Elba) zu verhindern, dass der kleine Danny zum menschlichen Gefäß des Teufels – und damit zum Auslöser der Apokalypse – wird.

Der Plot klingt nach purer B-Movie-Magie, und Spirit of Vengeance nimmt sich tatsächlich nicht übermäßig ernst, denn die Produzenten haben, um dem Kadaver der Ghost Rider-Franchise neues Leben einzuhauchen, die Crank-Macher Brian Taylor und Mark Neveldine engagiert. Die beiden Regisseure greifen tief in die optische und erzählerische Trickkiste und streuen neben stylischer over-the-top Action auch originelle und effektive Zeichentrick-Sequenzen ein. Vor allem die Verwandlung sieht diesmal um einiges schmerzhafter und weniger albern aus; wenn sich die Haut abschält und der Schädel anfängt zu brennen, geht das offenbar nicht ganz ohne Schmerzen.

Aber während die Effekte stimmen, die Action gut gefilmt ist, der Film nicht an überzogenen Performances (allen voran Cage und sein Gegenspieler Ciarán Hinds) und trashigen Kurzauftritten (Christopher Lambert) spart, springt der Funke nicht so recht über. Schuld ist daran vor allem das Drehbuch, das unter anderem aus der Feder von David Goyer stammt, Autor der Blade-Trilogie und Co-Autor von Filmen wie The Dark Knight und Dark City. Spirit of Vengeance spielt da in einer anderen Liga: Die Story mischt Versatzstücke aus anderen (besseren) Filmen mit Horror- und Action-Klischees zu einem unausgegorenen B-Movie Brei, der sich zwar leidlich für angetrunkene Videoabende eignet, aber weder gut noch schlecht genug ist um richtig Spaß zu machen.

Auch der 3D-Effekt verbessert den Film nicht. Die Technik wird ohnehin zu selten geschmackvoll eingesetzt (obwohl Filme wie Tim und Struppi und zuletzt Hugo beweisen, dass das nicht unmöglich ist), aber die nachträglich hinzugefügte dritte Dimension (auch bekannt als „post conversion 3D“) in Spirit of Vengeance setzt kein Stück auf Bildtiefe, sondern komplett auf Effekte, die aus der Leinwand herausschießen – und das nicht einmal überzeugend. Der Film sieht in 2D, sprich mit einem zugekniffenen Auge, besser aus.

Der neue Ghost Rider ist zwar in fast jeder Hinsicht besser als sein Vorgänger, aber das ist höchstens eine lauwarme Empfehlung. Als Trash ganz passabel, aber wenn man das Talent vor und vor allem hinter der Kamera bedenkt (Goyer, Tayler und Neveldine), hätte Spirit of Vengeance einfach um Längen besser sein müssen.

Trailer:

 

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