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Filmkritik: G.I.Joe – Die Abrechnung

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Filmkritik: G.I.Joe – Die Abrechnung

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Kawumm!

G.I. Joe 3D Poster Rechte: Getty Images Selbst große Stars, ein Multi-Millionen Dollar-Budget und durchgestylte 3D-Optik können nichts an einer grundlegenden Tatsache ändern: G.I. Joe: Die Abrechnung ist, wie schon sein Vorgänger The Rise of Cobra, ein Film über Spielzeug. Nicht etwa ein Film, in dem es um Spielzeug geht, wie Small Soldiers, Chucky oder der Schwarzenegger-Flop Jingle all the Way. Nein, G.I. Joe ist Product Placement auf Spielfilmlänge; ein teurer, überlanger Werbespot für Plastikfiguren der US-Firma Hasbro (Transformers).

Hasbro hat schon in den 40ern mit Comic-Strips Werbung für die patriotischen Figuren gemacht; in den 80ern gab es außerdem eine erfolgreiche TV-Serie und weitere Comics (von Marvel), die auch das Vorbild für die Filme waren.

Rechte: Getty Images Credit: Jaimie TruebloodIn Die Abrechnung, dem „Requel“ (Teil Sequel, Teil Reboot) zu Stephen Sommers Rise ist der US-Präsident (Jonathan Pryce) gegen einen Doppelgänger ausgetauscht worden. Als dann noch die „Joes“, eine Spezialeinheit der US-Armee, fast vollständig ausgelöscht werden, ist schnell klar, dass die finstere Organisation Cobra die Finger im Spiel hat.

Regisseur Jon M. Chu (Justin Bieber: Never Say Never) hat sichtlich Spaß mit dem G.I. Joe-Universum. Wie Michael Bay mit seinen Transformers-Filmen setzt er voll auf die Devise, „größer, dummer und lauter“; anders als Bay ist ihm allerdings bewusst, wie albern das Material ist, weshalb er die  (hauchdünne) Geschichte mit gelegentlichem Augenzwinkern erzählt.

Das größte Problem von Abrechnung ist trotzdem das Erzähltempo: Chu nimmt sich kaum Zeit für die Charaktere und schneidet den Film wie einen zweistündigen Trailer: Action, Setup, Action, Setup, Action, Tränendrüse, Setup, Action.

Leider weder Joseph Gordon-Levitt noch Seth Green: Cobra Commander

Leider weder Joseph Gordon-Levitt noch Seth Green: Cobra Commander

Die Action kann sich immerhin sehen lassen – auch wenn das zentrale Setpiece des Films, ein elaborater Ninja-Kampf an einer Steilwand, schon im Vorfeld zu sehen war (siehe unten), sind Choreographie und Effekte durchweg solide.  Überhaupt machen fast alle Beteiligten ihre Sache gut; Dwayne „The Rock“ Johnson und der Rest des Ensembles (das offenbar gecastet wurde um auszusehen wie menschliche Versionen von Barbie und Ken) legen das nötige Charisma an den Tag, um die alberne Handlung zu überspielen. Das (viel zu kurze) Highlight ist der Auftritt des großartigen Walton Goggins (The Shield, Justified), der offenbar zur Zeit in jedem Film mitspielt – zuletzt in Lincoln und Django Unchained.

In fast jedem anderen Film würde ich mich ausgiebig ärgern, wenn mit dem Mord an Millionen Menschen umgegangen wird, wie mit einer Schramme am Kotflügel, aber in einer Spielzeugverfilmung um Soldaten und Ninjas, in der Charaktere Namen wie  „Storm Shadow“ und „Zartan“ tragen, wäre das ein wohl klassischer Fall von „Thema verfehlt“.

Im Endeffekt erfüllt G.I. Joe: Die Abrechnung halbwegs die niedrigen Erwartungen und macht innerhalb dieser Parameter sogar gelegentlich Spaß. Außerdem nimmt der Film zwar nicht sich selbst, aber seine Vorlage ernst – und dürfte deshalb, anders als Sommers Rise of Cobra, G.I. Joe-Fans und Action-Junkies nicht enttäuschen. Der überbordende Hochglanzpatriotismus liegt in der Natur der Sache, ist aber trotzdem manchmal anstrengend. Vor allem hätte ich mir gewünscht, dass Regisseur Chu seinem Publikum eine Aufmerksamkeitsspanne von mehr als ein paar Sekunden zutraut.

G.I.Joe Redemption läuft ab dem 28.3. in deutschen Kinos

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