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Filmkritik: Elysium

Film
Überblick
Item Reviewed

Elysium

Author
13. August 2013
Genre

Science Fiction, Action

Regisseur

Neill Blomkamp

Besetzung

Matt Damon, Jodie Foster, Sharlto Copley, Alice Braga, Diego Luna, Wagner Moura, William Fichtner

Drehbuch

Neill Blomkamp

Kommt aus

USA

Jahr

2013

Klassenkampf mit Granatwerfer: Matt Damon schlägt sich für die 99 Prozent

Elysium PosterDank der Hilfe von Produzent Peter Jackson und seiner Effektfirma Weta sieht er aus wie ein teurer Studiofilm, aber Neill Blomkamps Leinwanddebüt District 9 ist ein Film, den so kein großes Studio gemacht hätte: Eine dünn verschleierte Parabel über illegale Einwanderer, ohne Helden oder Stars, ohne einfache, eindeutige Botschaft und dazu noch mit offenem Ende.

Trotzdem haben das einzigartige Design von District 9 und Blomkamps dynamischer Stil Sony davon überzeugt, dem südafrikanischen Regisseur genug Geld für einen opulenten, starbesetzten Sci-Fi Blockbuster zu geben. District 9s Oscar-Nominierung als bester Film mag auch geholfen haben.

In einer Zukunft in der die Erde fest unbewohnbar geworden ist (und in der die Bevölkerung offenbar noch immer Dubstep hört), hat sich eine reiche Elite auf eine Raumstation in der Erdumlaufbahn zurückgezogen, um ihren Lebensstandard nicht aufgeben zu müssen. Auf „Elysium“ gibt es keine Armut, kein Verbechen und jede Art von Krankheit kann mit einer magischen Maschine geheilt werden. Deshalb will auch der Fabrikarbeiter und ehemalige Autodieb Max (ein fehlbesetzter Matt Damon) schnellstens nach Elysium –bei einem Betriebsunfall wurde er verstrahlt und hat nur noch fünf Tage zu leben.

Elysium 02Auch wenn Elysium ein deutlich kommerziellerer Film ist als sein Vorgänger, verleiht Blomkamp der Geschichte seinen persönlichen Touch. Die Sozialkritik ist etwas dick aufgetragen, spielt aber, wie schon bei District 9, in der actionreichen zweiten Hälfte des Films ohnehin keine Rolle mehr. Dafür ist der todgeweihte Max ein passabler Protagonist und sein Gegenspieler, der skrupellose Söldner Kruger  (Sharlto Copley aus District 9) ist einer der besten Filmbösewichte der letzten Zeit. Etwas schwächer sind die Nebenfiguren ausgefallen; Maxs warmherziger Freund Julio (Diego Luna) und die eiskalte Bürokratin Delacourt (Jodie Foster) sind eher Karikaturen als runde Charaktere.

Trotz einiger Hollywood-Konzessionen und eines etwas unoriginellem dritte Akts macht Elysium Spaß. Blomkamps beklemmende Zukunftsvision ist stimmig, die Geschichte ist spannend und die Action ist aufregend inszeniert. Auch wenn er nicht der erhoffte Genre-Meilenstein geworden ist; als Kompromiss zwischen intelligenter Science-Fiction und Hollywood-Konvention ist Elysium eine größtenteils gelungene Gratwanderung.

US-Trailer:

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  • 13. August 2013 auf 17:45

    Ich fand ihn besser, aber die angeführte Gratwanderung zwischen intelligenter Science-Fiction und Hollywood-Konvention ist als Begründung für die Bewertung stimmig. Hab‘ mich schwer getan mit meiner eigenen Rezension. Mehrfach dran gesessen, verschoben, gegenlesen lassen und mir Tipps geholt.

    • 13. August 2013 auf 17:51

      Ich fand das auch einen schwierigen Fall. Über große Strecken war ich begeistert, aber das Ende war halt „nur“ pure Action und konnte dem Rest der Story nicht wirklich gerecht werden. Aber Sharlto hat viel rausgerissen. 🙂

      Wären meine Erwartungen nach District 9 nicht so hoch gewesen, hätte er mir ja vielleicht besser gefallen. Immerhin war Elysium keine Sekunde langweilig. Vielleicht hätte ich die Bewertung splitten sollen: als Actionfilm eine 1-, als intelligente Sci-Fi eine glatte 3.

  • 13. August 2013 auf 18:22

    Ich glaub‘, die immense Erwartungshaltung nach dem Debüt ist in der Tat ein Problem, das bei manchen Rezensenten und Zuschauern den einen oder anderen Bewertungspunkt gekostet hat.

    Copley war genial, keine Frage. Mal sehen, wie er sich im Remake von OLDBOY schlägt. Das Original aus Korea gehört für mich zu den besten Filmen seit der Jahrtausendwende.

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