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Filmkritik: Der Hobbit – Smaugs Einöde

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Filmkritik: Der Hobbit – Smaugs Einöde

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Beorn, Spinnen, Orcs, Smaug – im zweiten Teil nimmt die Hobbit-Trilogie kräftig Fahrt auf

Hobbit Smaug PosterGenau ein Jahr nach Eine Unerwartete Reise meldet sich Peter Jackson mit der Fortsetzung zurück, und obwohl die Geschichte weder Anfang noch Ende hat, vergeht die Laufzeit diesmal wie im Flug. Die Dialoge sind nach wie vor mit Exposition überladen, aber Jackson verschwendet keine Zeit damit, Charaktere oder Orte einzuführen. Nach einer kurzen Rückblende, die ein Wiedersehen mit einem vertrauten Ort aus der Herr der Ringe-Trilogie beschert, kommen die 13 Zwerge und Meisterdieb Bilbo, noch immer unterwegs zum Berg Erebor, kaum noch zur Ruhe. Kein Ort ist wirklich sicher und und hinter der nächsten Ecke lauert eine noch größere Gefahr. Es sagt viel aus dass die Begegnung mit den gewaltigen Spinnen von Düsterwald, die sich die meisten Filme für den Showdown aufbewahrt hätten, nur die erste von mindestens vier ausgedehnten Actionszenen ist.

Desolation Smaug 01Eindrucksvoll sind vor allem die neuen Schauplätze von Smaugs Einöde, Düsterwald und die eindrucksvolle Seestadt Thal – eine Kreuzung zwischen Venedig und der Koboldstadt aus Jim Hensons Labyrinth – während mit Legolas (Orlando Bloom) ein bekanntes Gesicht zurückkehrt. Lee Pace als Legolas‘ Vater, Elbenkönig Thranduil, trägt manchmal etwas dick auf, aber die Elbin Tauriel (Lost-Verteranin Evangeline Lily) zeigt das in Jacksons Mittelerde, anders als in J.R.R.Tolkiens, auch Frauen interessante Charaktere sein können.

Neben dem brillanten, ausgedehnten Showdown mit dem Drachen Smaug (mit der donnernden Stimme von Benedict Cumberbatch) ist das Highlight von Smaugs Einöde eine Actionszene mit Zwergen. Elben, Orcs und Fässern, deren Kreativität und Slapstick-Charme an die besten Zeiten von Jackie Chan erinnern – außer dass der sich nie auf digitale Effekte gestützt hat. In denen liegt eine der größten Schwächen des Hobbit. Wie schon Desolation Smaug 02bei Eine Unerwartete Reise sind die meisten Kreaturen und Gebäude digital entstanden, die sehen zwar größtenteils fantastisch aus und das Ergebnis ist keine knallbunte Videospiel-Landschaft wie in den Star Wars-Prequels, aber doch ist das Mittelerde der Hobbit-Trilogie deutlich künstlicher als das im Herrn der Ringe.

Das ist vor allem deshalb schade, weil sich Smaugs Einöde in vieler Hinsicht nicht hinter der alten Trilogie verstecken muss und sogar einige der Schwächen des ersten Films ausbügelt. Immerhin: Weitere (knapp) drei Stunden in Peter Jacksons Mittelerde verbringen zu dürfen ist für Fans immer ein Vergnügen, und Stephen Fry als Meister von Seestadt, Luke Evans als Bogenschütze Bard und Benedict Cumberbatch als Smaug bereichern die Serie um neue Facetten.

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Smaugs Einöde ist Kryptonit für Tolkien-Puristen: Das zweite Kapitel von Peter Jacksons neuer Mittelerde-Trilogie hat kaum noch etwas mit der literarischen Vorlage zu tun, und Bilbo Beutlin wird darin fast zu einer Nebenfigur. Aber auch wenn Professor Tolkien sich im Grab umdreht - als unterhaltsamer Blockbuster funktioniert Smaugs Einöde sogar noch besser als sein Vorgänger.

Pop/Kultur/Schock: Pop
Wer sich mental von der literarischen Vorlage lösen kann, den erwartet perfektes Unterhaltungskino

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  • 12. Dezember 2013 auf 21:31

    Ich glaub‘ gern, dass der Film gut ist, hab‘ aber irgendwie die Lust an den Mittelerde-Epen verloren. Den ersten Teil hab‘ ich im Kino verpasst, und kurz bevor ich ihn mir im Heimkino anschauen wollte, erreichte mich die Info, dass es einen extended cut geben wird. Da hab‘ ich’s gelassen, die seit kurzer Zeit erhältliche Langfassung bislang auch ignoriert. Womöglich werd‘ ich sogar warten, bis Teil 3 (wahrscheinlich auch extended) irgendwann 2015 raus ist und es eine Blu-ray-Komplettbox gibt. Mir missfällt es einfach, dass nach den drei Herr-der-Ringe-Filmen (Adaption von sechs Büchern) eine überlange Trilogie nach einem einzigen, ungleich dünneren Roman produziert wird. Ich hab‘ jedenfalls einen meiner Gastautoren zur Pressevorführung am vergangenen Montag geschickt.

    Redaktionelle Anmerkung, die gern unveröffentlicht bleiben darf (sofern der Kommentar vorher genehmigt wird): „Fahrt“ in der Überschrift gehört groß, dafür „unerwartete“ in der ersten Zeile des Fließtextes klein. Zudem sind’s nach allem, was ich über WordPress weiß, zu viele Schlagwörter: 14 + 3 (Kategorien, die dazugezählt werden) = 17. Irgendwo in den WordPress-Tipps findet sich der Hinweis, dass es inklusive der Kategorien maximal 15 sein sollen, weil zu viele Schlagwörter auf die Google-Suchroutinen beliebig wirken.

    • 13. Dezember 2013 auf 01:10

      Danke für die Anmerkung, ist mir glatt durchgegangen.

      Ich kann das nachvollziehen; ich finde auch, dass Jackson & Co. die Handlung teilweise etwas gestreckt haben – aber nicht so sehr wie man meinen könnte. Was das „dünne Buch“ angeht, Tolkien hat den Hobbit halt als Kinderbuch geschrieben und teilweise Szenen in ein paar Sätzen abgehandelt, die im Herrn der Ringe 100 Seiten gefüllt hätten. Man hätte natürlich auch zwei Filme draus machen können (einer wäre für meinen Geschmack zu gehetzt gewesen) aber die Dreiteilung funktioniert immerhin dramaturgisch sehr gut – sowohl der erste als auch der zweite Film enden eigentlich an der genau richtigen Stelle.

  • funky
    19. Dezember 2013 auf 09:55

    Ich bin mittlerweile richtig gespannt auf den Film.

    Den ersten fand ich damals direkt nach dem Kinobesuch nicht so toll. Hab ihn neulich nochmals gesehen und er gefiel mir schon deutlich besser.
    Das einzige was ich immer noch peinlich fand, war der teilweise arg kindliche/dämliche Humor (die Szene mit den 3 Trollen ist mir da ziemlich negativ in Erinnerung geblieben. Wobei ich auch nicht weiss, inwiefern da die Synchro Schuld hat. Hab den Film immer auf deutsch gesehen)

    Der aktuelle hat bisher nur gute Kritiken bekommen und wird überall als düsterer als Teil 1 beschrieben. Ich gehe also positiv gestimmt ins Kino 🙂

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