Paste your Google Webmaster Tools verification code here

Filmkritik: Abraham Lincoln Vampirjäger

Film
Überblick
Item Reviewed

Abraham Lincoln: Vampirjäger

Author
26. September 2012
Originaltitel

Abraham Lincoln: Vampire Hunter

Genre

Action, Comedy, Horror, Historienfilm

Regisseur

Timur Bekmambetov

Besetzung

Benjamin Walker, Dominic Cooper, Anthony Mackie, Mary Elizabeth Winstead, Rufus Sewell, Marton Csokas

Drehbuch

Seth Grahame-Smith

Spielt in

USA

Kommt aus

USA

Jahr

2012

Der neue Film des Wanted-Regisseurs dreht sich um Blutsauger in Washington. Und Vampire.  

In den letzten Jahren sind Untote mal wieder gewaltig im Aufwind –  und nicht etwa nur romantische Vampire, die im Sonnenlicht glitzern. Dass der amerikanische Süden eine größere Brutstätte für die lebenden Toten ist, weiß man seit Anne Rice, allerspätestens seit True Blood. In naher Zukunft stapfen auch die Walking Dead wieder durch Georgia, aber zuerst mal erfahren wir in einer Geschichtsstunde mit Timur Bekmambetov (Wächter der Nacht, Wanted), dass Vampire seinerzeit im amerikanischen Bürgerkrieg gekämpft haben. Für den Süden, versteht sich.

Aber die Geschichte von Abraham Lincoln Vampirjäger – nicht zu verwechseln mit dem Spielberg-Film über den selben Präsidenten – setzt einige Jahrzehnte früher ein: Der spätere Präsident muss als Kind mitansehen, wie seine Mutter einem Vampir zum Opfer fällt. Von da an schwört er, sich an den Blutsaugern zu rächen. Jahre später begegnet er den gleichgesinnten Henry Sturges (Dominic Cooper) der ihn zum Vampirjäger ausbildet, und seine Rache nimmt endlich Gestalt an. Lincolns bevorzugte Waffe: Natürlich eine Axt.

Erfolgreiche Buchvorlage

Mit seinen erfolgreichen literarisch-historischen Horror-Hybriden wie Stolz und Vorurteil und Zombies hat sich Autor Seth Grahame-Smith in den letzten Jahren eine eigene Nische gegraben. Auch sein Drehbuch zu Abraham Lincoln Vampirjäger (das auf seinem gleichnamigen Roman basiert) hat genau das nötige Maß historisch/biographischen Background, um die Geschichte nicht in ihrer – soviel Offenheit muss sein – albernen Grundidee ertrinken zu lassen. Schauspieler wie Benjamin Walker (der nicht mal ansatzweise aussieht wie der echte Lincoln), Mary-Elizabeth Winstead (Scott Pilgrim) und Reserve-Bösewichte Rufus Sewell und Marton Csokas geben sich redlich Mühe, ihre Rollen nicht zu Karikaturen werden zu lassen.

Opulente Bilder

Über den künstlerischen Wert eines Hybriden aus Vampirabenteuer und Bürgerkriegsdrama lässt sich sicher streiten, aber zumindest visuell ist Abraham Lincoln Vampirjäger über alle Zweifel erhaben. Die perfekt ausgeleuchteten, stylisch eingefärbten Hochglanz-Bilder von Kameramann Caleb Deschanel (siehe auch: Killer Joe) und Bekmambetovs Actionsequenzen, mit ihren unvorhersehbaren Kamerafahrten und exzessiven Zeitlupen, machen den Film zu einem der bestaussehenden der letzten Jahre. Vor allem der opulente Showdown in – und auf – einem fahrenden Zug, der von Vampiren angegriffen wird, muss sich nicht verstecken.

Der 3D-Effekt (wenn auch leider nur die übergestülpte „post-conversion“-Variante) ist über große Strecken unaufdringlich und wird im Finale spektakulär. Die Tiefenwirkung hält sich zwar in Grenzen, aber wenn am Ende der brennende Zug durch die in Blau getränkte Nacht rattert und in alle Richtungen Funken fliegen, ist das den Mehrdimensions-Aufschlag fast wert. Fast.

Es bleibt beim Augenzwinkern

Das große As im Ärmel von Bekmambetovs Film ist die Tatsache, dass er trotz des impliziten Augenzwinkerns die absurde Grundidee ernsthaft behandelt und nie zum Klamauk wird – anders als z.B. Stephen Sommers Van Helsing, der sich auf ähnlichem Terrain bewegt. Abraham Lincoln Vampirjäger nimmt seine Charaktere und ihre Probleme zwar nie zu ernst, aber immer gerade ernst genug, um bis zum Schluss unterhaltsam zu sein.

US-Trailer:

Bewertung
Wir finden:
Ihr findet:
Hier bewerten
Total
Unterm Strich

Pop/Kultur/Schock: POP

Gesamtwertung
User-Bewertung
Du hast dies bewertet
Eure Meinung zum Artikel
0%
0%
0%
0%
Kommentare
Antworten

Antwoten

Total

}