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Filmkritik: The Raid

Film
Überblick
Item Reviewed

The Raid

Author
2. Juli 2012
Regisseur

Gareth Evans

Kommt aus

Indonesien

Jahr

2012


Einer der aufregendsten und brutalsten Filme der letzten Jahre kommt ungekürzt in die deutschen Kinos   

Schon seit Monaten wird das Erwähnen des indonesischen Actionfilms The Raid oft mit einem ehrfürchtigen Raunen quittiert. Der Film hatte schon vor seinem US-Start weltweit riesigen Erfolg auf diversen Festivals, und vor allem Action-Fans feiern Regisseur Gareth Evans als Erben von John Woo und Hauptdarsteller Iko Uwais als neuen Tony Jaa (Ong Bak). Am 12. Juli kommt The Raid jetzt in unsere Kinos.

Die Ausgangsidee von The Raid ist zunächst mal sehr einfach und gradlinig: Eine geheim operierende Spezialeinheit versucht einen skrupellosen Drogenbaron in Haft zu nehmen, der sich im obersten Stockwerk eines Hochhauses verschanzt hat. Die Stockwerke darunter sind allerdings bis zum Rand gefüllt mit bewaffneten Kleinkriminellen, denen man Zuflucht auf Lebenszeit versprochen hat – im Austausch gegen tote Polizisten. Später spielen außerdem unerwartete persönliche Verbindungen zwischen Figuren auf beiden Seiten des Konflikts eine Rolle; im Vordergrund steht aber durchweg die spektakuläre handgemachte Action, choreographiert von Hauptdarsteller Uwais und Joe Taslim, der außerdem den Antagonisten „Mad Dog“ spielt.

Regisseur Evans bedient sich großzügig aus dem Fundus des modernen Actionkinos – des östlichen und westlichen gleichermaßen – und verknüpft vor allem Versatzstücke aus Stirb Langsam, Ong Bak, Hard Boiled, Black Hawk Down und Bruce Lees unvollendetem letzten Film Game of Death.

Auch wenn also weder Handlung noch Machart für sich genommen übermäßig originell sind, hebt sich The Raid durch seine unnachgiebige Intensität hervor. Der gebürtige Waliser Evans ignoriert traditionelle daramaturgische Bögen, bombadiert den Zuschauer mit zunehmend elaboraten Action-Setpieces und schraubt dabei das Tempo kontinuierlich nach oben.

Der Overkill an Schlägen, Tritten, Schüssen und Machetenschlägen sollte allen Gesetzen der Logik zufolge irgendwann ermüdend wirken, der Adrenalinpegel bleibt aber konstant so hoch (nicht zuletzt dank der pulsierenden Musik von Mike Shinoda [Linkin Park]), dass das Actionfeuerwerk nie auch nur für einen Moment langatmig wird. Außergewöhnlich ist auch der Level an Gewalt: Die FSK hat zwar The Raid ohne Schnitte für die Kinos freigegeben, aber Szenen wie die, in der jemand eine abgebrochenen Neonröhre in den Hals geschoben bekommt – und unbeirrt weiterkämpft – dürften trotzdem für die eine oder andere hochgezogene Augenbraue sorgen.

Es ist ein kleines Wunder, dass The Raid überhaupt funktioniert. Die Handlung passt auf eine Briefmarke und Gareth Evans Film ist im Grunde genommen eine auf 100 Minuten ausgedehte Actionszene, in der  Evans und Uwais eigentlich nichts zeigen, was man als Genre-Fan nicht schon etliche Male gesehen hat. Dafür ist der Film so energiegeladen und furios inszeniert und der Bodycount so hoch, dass die Zeit wie im Flug vergeht und man konstant zwischen Bewunderung und ungläubigem Staunen schwankt.

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The Raid ist mit seiner nicht gerade zimperlichen Gewalt und seiner häufig fast unerträglichen Spannung nicht für jeden Geschmack. Für Cineasten und Action- und/oder Martial Arts-Affine ist er aber ein Muss: Gareth Evans hat nicht nur einen Genre-Meilenstein geschaffen, sondern auch einen der bemerkenswertesten Filme der letzten Jahre.

Pop/Kultur/Schock: SCHOCK

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  • 7. Juli 2012 auf 15:26

    Ui, ich stehe heimlich auf brutale Filme 😀

  • 10. Juli 2012 auf 09:46

    Hab den Film inzwischen gesehen. Action der Action wegen und wirklich keine nennenswerte Story. Ich verstehe den Hype nicht. Entweder ich werde alt oder der Film ist max. 4 von 10. Da hat mich actiontechnisch aber Wanted deutlich mehr begeistert. Da waren zumindest innovative Ideen drin. Also in meinem Augen fast ein Film für die Tonne.

    • 10. Juli 2012 auf 09:50

      Klarer Fall: Du wirst alt 😉

      (Ausführliche Version: Des selben Vorwurf könnte man ja auch Hard Boiled oder Ong Bak machen. Klar, die Story ist sehr sehr dünn. Aber die Action ist so gut choreographiert und inszeniert, dass sie das problemlos rausreißt – und mir ist eine gute Story in Filmen sonst SEHR wichtig.)

  • funky
    14. Juli 2012 auf 19:25

    so gut wie der film hochgehyped wurde fand ich ihn nicht uuunbedingt, aber er hat definitiv was. 100min nonstop auf die fresse…solche filme haben auch ihre berechtigung.

  • maida
    3. Oktober 2012 auf 22:34

    der film ist einfach nur genial.ihr habt doch keine ahnung.super ehrlich.auch wenn kaum storyyy

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